Kataloniens Referendum sorgt für Spannungen

Bankenverband aktuell

Das umstrittene und von Polizeigewalt überschattete Referendum Kataloniens über eine Abspaltung von Spanien sorgt weiter für Spannungen. Der Leitindex der spanischen Börse und die Renditen der spanischen Staatsanleihen verbuchten teils erhebliche Kursverluste.

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Im Bankenbrief informiert der Bundeverband Deutscher Banken jeden Tag über aktuelle News und Ereignisse aus der Finanz- und Bankenwelt.

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Heute steht das folgende Thema im Blickpunkt:

EU ruft nach Katalonien-Referendum zur Mäßigung auf

Das umstrittene und von Polizeigewalt überschattete Referendum Kataloniens über eine Abspaltung von Spanien sorgt heute weiter für Spannungen. Die Regionalregierung der spanischen Provinz hält das Ergebnis für gültig und bindend, wie deren Chef Carles Puigdemont erklärte. Nach Angaben der Regionalregierung haben gut 90 Prozent der Wähler für die Unabhängigkeit gestimmt. An der Befragung hätten gut 2,26 Millionen der insgesamt 5,3 Millionen Wahlberechtigten teilgenommen. Beim gewaltsamen Vorgehen der Polizei gegen Wähler wurden gestern über 800 Menschen verletzt. Pläne für einen abrupten Abbruch der Beziehungen zu Spanien gebe es nicht. Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy hatte das vom Verfassungsgericht in Madrid untersagte Referendum am Sonntagabend für ungültig erklärt. Viele Politiker im Ausland äußerten sich besorgt über die Lage in Spanien. Die EU-Kommission rief zur Mäßigung auf. Gewalt könne nie ein Element der Politik sein, sagte ein Sprecher in Brüssel. Nun müssten beide Seiten in einen Dialog treten. Einem Zeitungsbericht zufolge soll es am morgigen Dienstag einen Generalstreik geben. Dazu hätten Organisationen von Unabhängigkeitsbefürwortern und Gewerkschaften aufgerufen, hieß es. Der Leitindex der spanischen Börse und die Renditen der spanischen Staatsanleihen verbuchten teils erhebliche Kursverluste.

Weitere Meldungen des Tages

Das war heute ebenfalls von Bedeutung:

Bank of England erhöht Kapitalanforderungen für Banken

Mit höheren Kapitalanforderungen will die Bank of England die britischen Steuerzahler vor möglichen Zusammenbrüchen von Banken schützen. Bis 2022 müssten die britischen Institute für diesen Zweck insgesamt noch 4 Milliarden Pfund (4,5 Milliarden Euro) an zusätzlichen Eigenmitteln und Anleihen einsammeln, teilte die Notenbank heute mit. Damit werde sichergestellt, dass selbst große Banken nicht mehr zu groß sind, um sie untergehen zu lassen („too big to fail“).

Britische Großbanken starten neue Filialkonzepte

Die britischen Großbanken werden in den kommenden Wochen eine Reihe modernisierter Filialen eröffnen. Allen voran die Großbank Lloyds, die in den nächsten Tagen in Manchester ihre bislang teuerste Filiale an den Start bringen will. Nach dem Umbau für 3 Millionen Pfund (3,4 Millionen Euro) können Kunden in den modern gestalteten Räumen zu verlängerten Öffnungszeiten Kaffee trinken und neue Technologien nutzen.

Dombret: Risiken des Klimawandels für Finanzwelt erheblich

Die Auswirkungen des Klimawandels für die Finanzwirtschaft sollten nach Ansicht von Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret stärkere Beachtung finden. Extreme Wetterphänomene beispielsweise könnten erhebliche Verluste für Staaten und Privatwirtschaft nach sich ziehen, sagte Dombret heute in Singapur. „Falls Verluste nicht versichert sind, sind Banken und andere Finanzinstitute betroffen.“ Auch könnten die Kreditrisiken für Institute steigen, sollte sich die Ertragslage von Firmen verschlechtern.

Meldungen aus einzelnen Bankinstituten

Zu einzelnen Banken und Finanzinstituten gab es heute folgende Meldungen:

  • Deutsche Bank schließt Vergleich in US-Devisenskandal.
  • Verdi ruft zu Warnstreiks bei der Postbank auf.
  • Volvo-Eigentümer übernimmt dänische Saxo Bank.

Was am Dienstag und Mittwoch wichtig wird

Am Dienstag stehen u.a. folgende Themen auf der Finanz-Agenda:

  • In Mainz findet die zentrale Feier zum Tag der Deutschen Einheit statt.
  • In Berlin laden die Landesvertretungen Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein zum Tag der offenen Tür.
  • In Straßburg debattiert das Parlament der Europäischen Union (EU) über den Stand der Brexit-Verhandlungen.
  • An der Aussprache nehmen auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EU-Chefunterhändler Michel Barnier teil.
  • Wegen Feiertagen bleiben die Börsen in Deutschland sowie in Shanghai und Südkorea geschlossen.

Die Reserve Bank of Australia veröffentlicht das Ergebnis der Sitzung ihres geldpolitischen Rates.

Am Mittwoch stehen u.a. folgende Themen auf der Finanz-Agenda:

  • In Frankfurt tagt der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB).
  • Ebenfalls in Frankfurt veranstaltet das Center for Financial Studies (CFS) eine Paneldiskussion zum Thema „The beginning oft he end? Central banks ands their exit policies going into 2018″.
  • In London präsentiert die Internationale Energieagentur IEA ihren Marktausblick für erneuerbare Energien.
  • In Straßburg spricht das EU-Parlament über den anstehenden EU-Gipfel am 19. und 20. Oktober.
  • In Manchester endet der Parteitag der britischen Konservativen. Die britische Premierministerin und Parteivorsitzende Theresa May hält am Nachmittag eine Rede.

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Der Bundesverband deutscher Banken ist die Stimme der privaten Banken. in Deutschland: Als wirtschaftspolitischer Spitzenverband bündelt, gestaltet und vertritt er die Interessen des privaten Kreditgewerbes und ist Mittler zwischen den privaten Banken, Politik, Verwaltung, Verbrauchern und Wirtschaft.

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