Junge Generationen blicken mit Sorge in die Zukunft – Infografik

Millennials und Generation Z pessimistischer als je zuvor

Millennials und die Generation Z sind in Zeiten radikaler Veränderungen im täglichen Alltag aufgewachsen. Eine Studie zeigt, dass sie skeptisch in die Zukunft blicken. Deutsche sind besonders pessimistisch. Unternehmen müssen handeln.

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Millennials (Jahrgänge 1983 bis 1994) und Vertreter der Generation Z (Jahrgänge 1995 bis 2002) machen die Hälfte der Weltbevölkerung und die Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung aus. Was sie denken, kaufen, tun oder lassen beeinflusst und verändert die Gesellschaft in erheblichem Maße.

Deloitte hat weltweit über 16.400 Millennials und Vertreter der Generation Z zu ihren Erwartungen an die Zukunft befragt, darunter rund 800 Teilnehmer in Deutschland. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Einschätzungen junger Generationen hinsichtlich der Wirtschaft, der sozialen und politischen Situation in ihren Ländern aber auch im Hinblick auf Institutionen wie Regierung, Medien und Wirtschaft in den vergangenen zwei Jahren erheblich verschlechtert haben. Deutsche blicken sogar noch sorgenvoller in die Zukunft als ihre Altersgenossen in anderen Ländern.

Um zu erreichen, dass die jungen Generationen der Zukunft wieder optimistischer entgegenblicken, müssen Unternehmen die für sie wichtigen Themen angehen oder sie riskieren es, diese Talente an Unternehmen zu verlieren, die das tun.

Klimaschutz ist größte Sorge

Wie schon die Mobilisierungskräfte der Bewegung „Fridays for Future“ zeigten, ist der Klimaschutz die größte Sorge der jungen Generationen in Deutschland. Je rund ein Drittel der Millennials und der Generation Z geben an, darüber am meisten beunruhigt zu sein. Darauf folgt Terrorismus, welcher mit 29 Prozent aber 10 Prozent niedriger als im letzten Jahr liegt. Auch die Angst vor politischer Instabilität und Krieg ging leicht zurück.

Nur 10 Prozent der Millennials und sogar nur 7 Prozent der Generation Z glauben an eine Verbesserung der Lage bei sozialen und politischen Themen innerhalb des nächsten Jahres. Das Vertrauen auf eine verbesserte wirtschaftliche Situation sank signifikant auf 13 Prozent bei Millennials und 14 Prozent bei der Generation Z – 2018 lag der Wert bei den Millennials noch bei 35 Prozent.

Millennials beurteilen das Handeln der Unternehmen zunehmend kritisch, zum Teil aufgrund ihrer Einschätzung, dass diese sich ausschließlich auf ihre eigenen Ziele konzentrieren und dabei die Folgen für die Gesellschaft ignorieren. Am ehesten trauen sie der Politik zu, drängende gesellschaftliche Probleme zu lösen. Trotzdem machen hierzulande nur 28 Prozent der Millennials ihre Geschäftsbeziehungen oder ihr Konsumverhalten von den Auswirkungen von Produkten auf Umwelt und Gesellschaft abhängig.

Allerdings sagt die globale Mehrheit der Millennials und Generation Z, dass sie Unternehmen fördern und unterstützen wollen, die sich an ihren Werten orientieren und einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft anstreben. Die deutschen Studienteilnehmer sind in diesem Punkt allerdings zurückhaltender als ihre Altersgenossen in anderen Ländern.

Deutsche bescheiden, firmentreu und familienfreundlich

Millennials und Vertreter der Generationen Z sind nicht weniger ehrgeizig als frühere Generationen; mehr als die Hälfte von ihnen strebt an, gute Gehälter zu verdienen und wohlhabend zu werden. Aber ihre Prioritäten haben sich verschoben: Reisen und die Welt zu sehen, steht ganz oben auf der Agenda der Millennials (57 Prozent), gefolgt vom Wunsch, Wohneigentum zu besitzen (49 Prozent), in ihren Gemeinden oder der Gesellschaft insgesamt eine positive Wirkung zu entfalten (46 Prozent) sowie eine Familie zu gründen und Kinder zu kriegen (39 Prozent). Im Allgemeinen halten die befragten Millennials ihre Ambitionen für realisierbar, aber für viele ist die Erreichung ihre Ziele durch finanzielle oder andere Zwänge aufgeschoben worden.

Die Ambitionen bleiben in Deutschland deutlich hinter dem internationalen Durchschnitt zurück, egal ob es um Vermögensaufbau, ein eigenes Haus oder Reisen geht. Auch sind die deutschen Befragten weniger ambitioniert, selbst die Gesellschaft zu verbessern – ob im Kleinen in der eigenen Gemeinde oder im großen Maßstab. Einzig bei dem Wunsch nach einer Familie liegt Deutschland mit 51 Prozent bei der Generation Z vorne.

Auch die Treue zum Arbeitgeber ist hierzulande ausgeprägt: Der Anteil der wechselwilligen Millennials liegt mit 42 Prozent unter dem weltweiten Durchschnitt. 37 Prozent der Millennials sehen sich sogar länger als die kommenden fünf Jahr bei ihrem jetzigen Arbeitgeber. Doch auch alternative Arbeitsformen etablieren sich. Gerade bei der Generation Z steht die Gig-Economy hoch im Kurs: 81 Prozent können sich eine rein auftragsgebundene Anstellung vorstellen.

Gut gerüstet für die digitale Zukunft?

Die Arbeitswelt der Zukunft erfordert neue Kompetenzen. 76 Prozent der Millennials in fester Anstellung hierzulande würden von sich sagen, die nötigen Skills mitzubringen. Im internationalen Vergleich sind die deutschen Millennials weniger besorgt, dass es im Zuge der digitalen Transformation schwieriger wird, einen Job zu finden. Die jüngere Generation Z ist diesbezüglich skeptischer.

Große Bedenken bestehen beim Thema Cybersicherheit. Nur 14 Prozent der Millennials sind sich einig, dass die Vorteile der Technologie die Risiken überwiegen, die mit der Weitergabe personenbezogener Daten verbunden sind. 79 Prozent sind besorgt, dass sie Opfer von Online-Betrug werden. Und ein Viertel der Millennials haben als Konsumenten die Beziehungen zu Unternehmen eingeschränkt, weil diese unfähig sind, Daten effektiv zu schützen.

Ambivalentes Verhältnis zu Social Media

Mehr als die Hälfte der Millennials und der Generation Z hierzulande glaubt, dass sie eine Reduktion ihres Social-Media-Konsums gesünder und glücklicher machen würde. Dennoch wären je rund 40 Prozent besorgt, wenn sie für ein oder zwei Tage keinen Zugang zu ihren Profilen hätten. Wiederum 54 Prozent der Millennials und 44 Prozent der Generation Z könnten sich aber vorstellen, komplett darauf zu verzichten.

Politik und Unternehmen müssen handeln

Die hohe Besorgnis der jüngeren Generationen über den Zustand der Welt und über ihren Platz darin erscheint besorgniserregend, vor allem vor dem Hintergrund wirtschaftlichen Wachstums und vielfältiger Chancen dank Digitalisierung. Wirtschaft und Politik sollten dies als deutliches Warnsignal begreifen und sich stärker auf die veränderten Bedürfnisse einzustellen. Schließlich müssen diese Generationen unsere Zukunft in den nächsten Jahrzehnten sicherstellen.

Infografik: Zukunftserwartungen von Millennials und Generation Z

Die folgende Infografik zeigt wichtige Ergebnisse der Studie im Hinblick auf die Zukunftserwartungen von Millennials und Generation Z zu ihren Karrieren, ihrem Leben und ihrer Gesellschaft.

Infografik: Zukunftserwartungen von Millennials und Generation Z

Millennials und Generation Z sind beunruhigt über ihre Karrieren, ihr Leben und ihre Gesellschaft.

Zu den Downloadlinks zur Studie mit den globalen Ergebnissen sowie den Ergebnissen für Deutschland gelangen Sie über Laterpay.

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring ist Herausgeber des Bank Blogs und der Finanzbranche seit über 30 Jahren beruflich verbunden. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Als Experte für Strategien in den Bereichen Digitalisierung, Innovation und Vertrieb ist er gefragter Referent und Moderator bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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