Ein Drittel aller Jobs durch Digitalisierung bedroht

Künstliche Intelligenz übernimmt immer komplexere Tätigkeiten

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Nicht immer gehen Arbeitsplätze durch Maschinen verloren. Meistens verändern sie sich die Tätigkeiten nur. Ab und an schafft die Digitalisierung sogar neue Stellen. Doch es hilft kein Schönreden: Immer mehr Berufe sind durch sie bedroht. Das zeigt eine aktuelle Studie.

Aktuelle Trends, Studien und Research zur Digitalisierung

Die Digitalisierung erfasst unseren Alltag und die gesamte Wirtschaft ist davon betroffen. Die Geschäftsmodelle ganzer Branchen werden dadurch – teilweise dramatisch – verändert. Auch Banken und Sparkassen können sich diesem Trend nicht entziehen. Studien zu den aktuellen Trends und Entwicklungen in diesem Bereich finden Sie im Bank Blog.

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Die Anforderungen an Arbeit wandeln sich. Es ist die Horrorvorstellung vieler Menschen, dass sie eines Tages durch eine Maschine ersetzt werden. Mit der Digitalisierung der Unternehmen verstärkt sich diese Angst. In Wahrheit ist es komplizierter: Berufe verschwinden eher selten, sie verändern sich viel öfter. Einige Tätigkeiten werden automatisiert, andere nicht – obwohl es möglich wäre. Die Digitalisierung schafft sogar neue Jobs. Es entstehen Berufe, die nötig werden, um die neuen Technologien zu steuern.

Dennoch, es hilft kein Schönreden, das ist spätestens seit der aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) klar: Der Anteil der Tätigkeiten, die heute schon von Computern erledigt werden könnten, steigt. 11,3 Millionen Menschen arbeiteten 2019 in einem Beruf mit einem hohen Substituierbarkeitspotenzial.

Das bedeutet, dass die dort zu erledigenden Tätigkeiten zu 70 bis 100 Prozent auch von Computern übernommen werden könnten. Damit sind gut ein Drittel aller sozialversicherungspflichtigen Jobs gefährdet. Im Jahr 2016 waren es noch 25 Prozent, im Jahr 2013 sogar nur 15 Prozent der Jobs in Deutschland.

Helfer- und Fertigungsberufe am stärksten gefährdet

Die Helfer trifft es besonders: In entsprechenden betreffenden Berufen könnten durchschnittlich fast 60 Prozent der Tätigkeiten automatisiert erledigt werden. Bei den Spezialistenberufen liegt dieser Wert bei rund 45 Prozent und bei den Expertenberufen bei etwa 26 Prozent.

In Fachkraftberufen betrug der Anstieg in den Jahren von 2016 bis 2019 etwa 4,6 Prozent. In Spezialistenberufen waren es 4,8 Prozent. In den Helferberufen ist der Anstieg mit 0,7 Prozent am geringsten.

Ein Blick auf die Berufe zeigt, dass in den Fertigungsberufen das Potenzial, Tätigkeiten zu automatisieren, am höchsten ist: Durchschnittlich könnten hier fast 84 Prozent der Tätigkeiten automatisiert werden. Das ist ein hoher Wert, der aber seit 2016 kaum gestiegen sei, wie es in der Studie heißt. Das könne man als Hinweis darauf verstehen, dass es schwieriger und aufwendiger werde, Technologien zu entwickeln, um menschliche Arbeit zu ersetzen.

In den sozialen und kulturellen Dienstleistungsberufen können mit 13 Prozent vergleichsweise wenig Tätigkeiten automatisiert werden. Die größten Zuwächse sind in den Sicherheitsberufen mit einem Plus von 22 Prozentpunkten und in den Handelsberufen mit plus 11 Prozentpunkten festzustellen.

KI übernimmt zunehmend komplexe Tätigkeiten

In den Ergebnissen der Studie zeige sich, dass durch den Einsatz von neuen digitalen Technologien zunehmend komplexe Tätigkeiten automatisiert werden können. Insgesamt seien jedoch vergleichsweise wenige Tätigkeiten ersetzlich geworden: Der Anteil der Tätigkeiten, die automatisierbar sind, stieg zwischen 2016 und 2019 an – allerdings langsamer als in den Vorjahren.

Ob die Möglichkeiten der Automatisierung tatsächlich ausgeschöpft würden, hänge von vielen Faktoren ab, schreiben die Studienautoren. Eher nicht ersetzt würden Tätigkeiten, wenn menschliche Arbeit wirtschaftlicher, flexibler oder von besserer Qualität sei. Auch rechtliche oder ethische Hürden können die Nutzung beschränken.

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Über den Autor

Jannik Wilk

Jannik Wilk ist als freiberuflicher Redakteur für Der Bank Blog tätig. Er ist freier Journalist und Student in Heidelberg.

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