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Test der Beratungsqualität in den Filialen von Banken und Sparkassen

Industrie 4.0 verspricht Vorteile bei Kosten, Effizienz und Gewinnen

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Digitale Transformation schreitet voran

Aktuelle Trends, Studien und Research zur Digitalisierung

Die Digitalisierung erfasst unseren Alltag und die gesamte Wirtschaft ist davon betroffen. Die Geschäftsmodelle ganzer Branchen werden dadurch – teilweise dramatisch – verändert. Auch Banken und Sparkassen können sich diesem Trend nicht entziehen. Studien zu den aktuellen Trends und Entwicklungen in diesem Bereich finden Sie im Bank Blog.
© Shutterstock

Auf dem Weg zur Industrie 4.0 investieren Unternehmen bis 2020 weltweit über 900 Milliarden US-Dollar pro Jahr in die Digitalisierung. Sie versprechen sich signifikante und kurzfristige Vorteile bei Kosten, Effizienz und Gewinnen.

Das Projekt Industrie ist weltweit in vollem Gange. Rund ein Drittel der Unternehmen stufen ihren Digitalisierungsgrad bereits heute als hoch ein, durchschnittlich soll dieser Wert innerhalb der nächsten fünf Jahre von 33 Prozent auf 72 Prozent steigen.

Dies zeigt eine globale Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC, für die über 2.000 Unternehmen aus neun Industriebereichen in 26 Ländern befragt wurden, davon über 500 in Deutschland.

Digitale Transformation ist umfassend

Die Unternehmen digitalisieren nicht nur wesentliche Funktionen innerhalb ihrer vertikalen Wertschöpfungskette, sondern auch horizontal mit ihren Partnern entlang der Lieferkette. Zusätzlich stärken sie ihr Produktportfolio mit digitalen Funktionen und bieten innovative datenbasierte Dienstleistungen an.

Rahmen und Technologien für Digitalisierung

Weites Feld für die Digitalisierung von Unternehmen

Die Unternehmen wollen dazu weltweit jährlich etwa fünf Prozent ihres digitalen Umsatzes investieren. Dies entspricht einem Investitionsvolumen von rund 907 Milliarden US-Dollar. Ein Hauptanteil dieser Investitionen wird in digitale Technologien wie Sensoren oder Geräte für Konnektivität sowie in Software und Anwendungen wie Produktionsleitsysteme fließen. Außerdem investieren Unternehmen in Trainings für ihre Mitarbeiter sowie in die notwendigen organisatorischen Veränderungen.

Unternehmen erhoffen sich einen schnellen Return on Investment

Mehr als die Hälfte der Unternehmen geht davon aus, dass sich diese Aufwendungen bereits innerhalb von zwei Jahren amortisieren. Sie rechnen mit einer Reduzierung der Kosten von durchschnittlich 3,6 Prozent pro Jahr und einem jährlichen Umsatzplus von durchschnittlich 2,9 Prozent.

In absoluten Zahlen entspricht das 421 Milliarden US-Dollar an Kosteneinsparungen und einer gleichzeitigen Umsatzsteigerung von 493 Milliarden US-Dollar. Selbst wenn sich nur die Hälfte der mit der Digitalisierung verbundenen Erwartungen erfüllt, wird Industrie 4.0 die Wettbewerbslandschaft in den kommenden fünf Jahren grundlegend verändern.

Am Ende der digitalen Transformation werden erfolgreiche Industrieunternehmen voll digitalisierten Geschäftsmodellen entwickeln, in denen physische Produkte den Kern bilden, die durch digitale Schnittstellen sowie datenbasierten und innovative Dienstleistungen erweitert werden. Diese digitalen Unternehmen werden mit Kunden und Lieferanten in einem industriellen digitalen Ökosystem zusammenarbeiten.

Data Analytics ist der Treiber für Industrie 4.0

Über 80 Prozent der Unternehmen erwarten, das Data Analytics in fünf Jahren einen signifikanten Einfluss auf ihre Entscheidungsprozesse haben wird. Die professionelle Aufbereitung von Daten ermöglicht einen wertvollen Einblick in den Gebrauch von Produkten und macht eine langfristige Kundenbindung möglich. Big Data und Data Analytics erlauben es, Produkte weiter zu entwickeln und um Services und Angebote zu ergänzen, die sich besser an den individuellen Bedürfnissen der Kunden orientieren.

Mitarbeiterkompetenz und Datensicherheit als größte Herausforderungen

Probleme bei der Verwirklichung von Industrie 4.0 sehen die befragten Unternehmen weniger in der Anschaffung der benötigten Technologie als in Ermangelung der nötigen internen digitalen Kultur, Vision und Trainings sowie in fehlenden Spezialisten.

So verlassen sich beispielsweise knapp 40 Prozent der befragten Unternehmen auf die Analytics-Kompetenz einzelner Mitarbeiter, haben aber keine Abteilung, die sich der reinen Datenanalyse widmet.

Eine weitere Voraussetzung für eine erfolgreiche Digitalisierung wird in der Gewährleistung von Datensicherheit gesehen. Digitale Ökosysteme können nur funktionieren, wenn sich alle Beteiligten darauf verlassen können, dass ihre Daten nicht in falsche Hände geraten. Das verlangt von Unternehmen erhebliche Anstrengungen, hohe Investitionen in die Sicherheit ihrer Systeme und klare Standards zum Schutz ihrer Daten.

Deutsche Firmen erwarten hohen Grad an Digitalisierung in fünf Jahren

Bei den 513 befragten Unternehmen aus Deutschland stufen rund ein Drittel ihren Digitalisierungsgrad als hoch ein. Innerhalb der kommenden fünf Jahre soll dieser Wert von 33 Prozent auf 82 Prozent steigen, wodurch sich zeigt, dass Industrie 4.0 im operationalen Kern der Industrieunternehmen angekommen ist und die weitere digitale Transformation auch in anderen Branchen beschleunigen wird.

Noch vor zwei Jahren lag der Anteil der Unternehmen mit einem hohen Digitalisierungsgrad in der Wertschöpfungskette lediglich bei einem Viertel. Deutsche Industrieunternehmen fokussieren sich bei der Anwendung von Industrie 4.0-Lösungen hauptsächlich darauf, die operativen Kosten zu senken und die Prozesseffizienz zu erhöhen.

Auch was die Bereitschaft zu Investitionen anbelangt, nimmt die Entwicklung an Fahrt auf: 2014 planten die befragten Unternehmen in Deutschland, 3,3 Prozent ihres Jahresumsatzes für Industrie 4.0-Projekte aufzuwenden, laut den Ergebnissen der aktuellen Studie sind inzwischen 4,6 Prozent vorgesehen.

Beim Reifegrad von Data Analytics herrscht in Deutschland noch Handlungsbedarf: Nur 23 Prozent halten ihr Unternehmen in diesem Punkt für fortgeschritten, 56 Prozent gehen von einem mittleren Entwicklungsgrad aus, 18 Prozent sehen deutliche Defizite. Drei Prozent vergeben diese Aufgaben an Spezialisten außerhalb.

Die Studie „Industry 4.0: Building the digital enterprise“ können Sie hier direkt herunterladen.

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers.Aktuell bietet er Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen im Bereich (Interims)Management und Beratung/Consulting an und vertritt die Firma Meniga, einen innovativen Anbieter von White-Label-Lösungen für Persönliches Finanz Management (PFM) im deutschsprachigen Teil Europas.Darüber hinaus hält er Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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