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Geldautomaten-Software wird in Zukunft herstellerunabhängig sein

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Mehr Flexibilität für Banken und Kunden

Innovation und mehr Benutzerfreundlichkeit am Geldautomaten

Geldausgabeautomaten, kurz GAA genannt, sind Alltag im SB Bereich der Banken und Sparkassen. Interessant, wie sich selbst in einem solch bewährten Bereich innovative Verbesserungen realisieren lassen.
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Weltweit entwickeln Banken neue Strategien, um das volle Potential des Geldautomaten als Banking-Kanal auszuschöpfen. Die Wahl der richtigen Software ist hierbei von entscheidender Bedeutung, um den Kundenservice zu verbessern, Gewinne zu steigern und Kosten zu senken.

Der Bericht „ATM Software 2016″ wurde von Retail Banking Research (RBR) verfasst und analysiert die Angaben von einigen der wichtigsten internationalen Anbietern (Banken, Service-Zentren und unabhängige ATM-Bereitsteller). Im Rahmen der Studie wurden 74 Betreiber aus 40 Ländern, die zusammen weltweit 486.000 Geldautomaten verwalten, befragt. Die Analyse zeigt deutlich, dass die Wahl einer herstellerunabhängigen Software von entscheidender Bedeutung ist für:

  • Das innovative Modernisieren des Geldautomaten als Kanal zur Stärkung von Services, die einfach und schnell verfügbar gemacht werden können.
  • Die Integration mit anderen Vertriebskanälen.
  • Die Verbesserung der Kundenerfahrung.
  • Die Förderung des Vertriebs.

Weiter hilft die Anwendung von Multi Vendor Software, die Anschaffungskosten der Hardware zu reduzieren und die Entwicklung und Freischaltung von neuen Features auf dem Geldautomaten von weiteren Anbietern kostengünstiger zu gestalten.

Mit einer herstellerunabhängigen Lösung ist es für Banken zudem leichter, eine Omnichannel-Strategie zu entwickeln. Dank der Integration der Geldautomaten mit der Filiale und Selbstbedienungsterminals, die mit digitalen Kanälen ausgestattet sind, können den Kunden die gleichen Services auf allen Kanälen zur Verfügung gestellt werden – individuell und effizient.

Herstellerunabhängige Software für den Geldautomaten: Westeuropa an der Spitze und Deutschland unter dem Durchschnitt

Multi Vendor Software wird weltweit bei 40 Prozent (insgesamt 1.168.700) der Geldautomaten eingesetzt. Weltweit verzeichnet deren Anwendung ein deutliches Wachstum: Bis 2020 rechnet RBR mit einem Anteil von 52 Prozent. Dies zeigt, dass immer mehr Banken von den Chancen und Vorteilen einer solchen Wahl überzeugt sind.

Die Studie zeigt auch, wie herstellerunabhängige Software verstärkt in Westeuropa eingesetzt wird: Hier wird sie auf 67 Prozent der Geldautomaten genutzt und nach Schätzungen von RBR wird der Anteil bis 2020 auf 80 Prozent steigen. Im Vergleich liegt Deutschland ein wenig zurück. Zum Ende des Jahres 2015 liefen lediglich 62 Prozent der 58.900 Geldautomaten in Deutschland mit herstellerunabhängiger Software. Der Marktanteil wird voraussichtlich bis 2020 auf 65 Prozent steigen und weiterhin niedriger als der europäische Durchschnitt ausfallen. In Vorzeigeländern wie Italien, Portugal, Schweden und Finnland wird der Marktanteil 2020 voraussichtlich 100 Prozent erreichen.

Position und Prognose für Geldautomaten-Software in Deutschland

Die folgende zeigt die Verbreitung von herstellerunabhängiger Software in Deutschland im Jahr 2015. Hier werden die Zahl der Geldautomaten mit und ohne Multivendor-Software genannt sowie der Platz Deutschlands im globalen Ranking: 10. bei der Zahl der Automaten und 20. Bei der Zahl der Multivendor-Software.

Marktanteil Geldautomaten Software 2015

Marktanteil von herstellerunabhängiger Software in Deutschland im Jahr 2015 und Platz im globalen Ranking (Quelle: RBR)

Die zweite Grafik zeigt die Wachstumsprognose von herstellerunabhängiger Software bei Geldautomaten in Deutschland bis 202:

Wachstumsprognose Geldautomaten-Software bis 2020

Wachstumsprognose von herstellerunabhängiger Software von Geldautomaten in Deutschland bis 2020 (Quelle: RBR)

Die Zukunft gehört der Kanal-Integration

Die Erkenntnisse aus der Studie geben ein klares Zeichen für die Zukunft: Die Integration der verschiedenen Kanäle und die Verfügbarkeit einer wachsenden Zahl von Selbstbedienungsfunktionen, die zunehmend auf das Kundenprofil angepasst werden können. Das Schlüsselelement, das solche Strategien ermöglicht, ist zweifellos eine Multi Vendor Software, vorausgesetzt, sie ist stabil und wirklich herstellerunabhängig.

Auriga, ein führendes Unternehmen in Italien, zählt in Europa zu den Markführern für herstellerunabhängige Software-Anwendungen für Geldautomaten und ermöglicht Banken das Anbieten von hundert Funktionen und Informationen auf den verschiedensten Selbstbedienungsgeräten, schnell und effizient, und dank der Plattform WWS, das integrierte und nahtlose Verwalten des Kanals in der Omnichannel-Bank. In Italien, wo Auriga mit der Software WWS Client auf 67 Prozent der Geldautomaten vertreten ist, ist dieser Aspekt für die meisten Banken klar ersichtlich und die vielfältigen Omnichannel-Projekte zur Integration, an denen wir mitarbeiten, sind der Beleg.

Innovative Projekte durch den Einsatz von Multi Vendor Software: Das Verbessern der Kundenerfahrung am Geldautomaten ist ein Muss

Die von RBR befragten Banken, die bereits eine einzige Multi Vendor Software anwenden, konnten innovative Prozesse einfacher und schneller einführen. Dies gilt insbesondere für alternative Instrumente für den Zugang und die Interaktion mit Geldautomaten, wie zum Beispiel:

  • Die Authentifizierung über NFC, QR-Code oder biometrische Daten (sofern es die Datenschutzbestimmungen zulassen);
  • Die Implementierung von kontaktlosen und vorprogrammierten Transaktionen per Handy oder Internet;
  • Die Personalisierung vom Kunden der Geldautomaten-Schnittstelle und der bevorzugten Transaktionen im Rahmen der Omnichannel-Strategie (digital, mobil, Internet);
  • Begleitete Selbstbedienungsprojekte mit Einbeziehen der Schalter-Software, Videokonferenzsystemen sowie neuer Hardware wie das Tablet, das dem Berater in der Filiale zur Verfügung steht.

Aus den geführten Interviews geht hervor, was die Verbesserung der Kundenerfahrung für die Banken, die bereits eine herstellerunabhängige Software für Geldautoamten einsetzen, bedeutet: Auf das Kundenprofil abgestimmte Transaktionen, mit der Möglichkeit schnelle Abhebungen bequem vom Smartphone aus zu programmieren oder das Ausführen von komplexen Zahlungen, wo die erforderlichen Daten und Informationen direkt von der Internet-Banking-Plattform auf dem Geldautomaten abrufbar sind. Es bedeutet auch, den Kunden die Möglichkeit zu geben, die Größe der Banknoten bei der Abhebung zu wählen oder den Empfangsmodus des Belegs (Papier, digital per SMS oder E-Mail) oder standortbezogene Dienste anzubieten, von interaktiven Geldautomaten, über mobile Apps. Dies bedeutet nicht nur den Geldautomaten in der Nähe ausfindig zu machen, sondern auch den Zugriff auf eine Vielfalt von Informationen (z.B. welche Services zur Verfügung stehen oder ob das Terminal in dem Moment in Betrieb ist, etc.) zu ermöglichen.

Die Banken, die noch keine Multi Vendor Software anwenden, sind vielfach noch nicht von der Zuverlässigkeit von Geldautomatensoftwares und der Kompatibilität der Lösungen mit bereits vorhandenen Plattformen überzeugt. Das ausschlaggebende Argument für einen Wechsel zu einer herstellerunabhängigen Software ist die Möglichkeit, bessere Preise für Hardware zu erhalten, die Integration der Kanäle zu verstärken sowie die Fähigkeit, immer neue Features am Geldautomaten freizuschalten.

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Über den Autor

Vincenzo Fiore

Vincenzo Fiore ist Gründer und derzeitiger CEO von Auriga, einem Anbieter von Software und Anwendungslösungen für die Omni-Kanal-Bank. Das Angebot von Auriga umfasst Anwendungen, Dienstleistungen, die technische Beratung zur integrierten Steuerung der BA, innovativen SB-Schaltern, der Multimedia-Kioske sowie für das Internet, Mobile Banking und Mobile Payment. Das Unternehmen wurde 1992 gegründet und zählt heute über 190 Mitarbeiter und Niederlassungen in Bari, Rom, Mailand, London, Paris und Frankfurt am Main.

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