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Gefährdet Arbeit 4.0 die Gesundheit?

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Digitalisierung im Beruf belastet das Privatleben

Aktuelle Trends, Studien und Research zur Digitalisierung

Die Digitalisierung erfasst unseren Alltag und die gesamte Wirtschaft ist davon betroffen. Die Geschäftsmodelle ganzer Branchen werden dadurch – teilweise dramatisch – verändert. Auch Banken und Sparkassen können sich diesem Trend nicht entziehen. Studien zu den aktuellen Trends und Entwicklungen in diesem Bereich finden Sie im Bank Blog.
© Shutterstock

Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Digitalisierung in der Arbeitswelt sowie die ständige Erreichbarkeit im Beruf das Privatleben belasten und sich negativ auf die Gesundheit auswirken können.

Auch wenn es Unterschiede zwischen einzelnen Berufen und Branchen gibt, so kann man feststellen, dass die Digitalisierung Bestandteil unseres Alltags geworden ist. Die Universität St. Gallen hat im Auftrag der Barmer GEK über 8.000 deutsche Arbeitnehmer zu den Folgen der Digitalisierung befragt. Demnach bietet die Digitalisierung des Arbeitslebens nicht nur Chancen, sondern führt, wenn sie falsch betrieben wird, auch zu gesundheitlichen Risiken.

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Die Digitalisierung der Arbeitswelt gehe mit einer Reihe von gesundheitlichen Herausforderungen einher, darunter Einschlafschwierigkeiten, Kopf- und Rückenschmerzen sowie emotionale Erschöpfung. 18 Prozent aller Konflikte zwischen Arbeit und Familie würden, so die Studie, mit der Digitalisierung zusammen hängen.

Positive Grundstimmung gegenüber Arbeit 4.0

Die Mehrheit der Befragten steht der zunehmenden Digitalisierung optimistisch gegenüber. Zwischen 51 Prozent in der Gruppe der über 60-Jährigen und 65 Prozent bei den 18- bis 29-Jährigen äußerten sich positiv über den digitalen Wandel. Insgesamt 23 Prozent der Befragten gaben allerdings an, dass sie sich durch ihre Arbeit ausgebrannt fühlten.

Vor allem Führungskräfte und jüngere Berufstätige verspüren laut Studie einen überdurchschnittlichen Digitalisierungsdruck. Die Angst vor Arbeitsplatzverlust durch Technik nimmt mit zunehmendem Alter ab.

Die Autoren empfehlen Verhaltensweisen und Rahmenbedingungen, um die unerwünschten Begleiterscheinungen der Digitalisierung im Griff zu behalten. Dazu gehören flexible Arbeitszeiten und Arbeitsorte, Sport, Verzicht auf Diensthandy und Dienstcomputer in der Freizeit und eine gute Beziehung zur Führungskraft.

10 Thesen zur Digitalisierung der Arbeit

Die Studie liefert zehn zur Digitalisierung der Arbeit und deren Folgen:

  1. Die Digitalisierung ist längst betriebliche Realität.
  2. Erwerbstätige spüren Veränderungsdruck.
  3. Erwerbstätige sehen die Veränderung realistisch aber unterschiedlich.
  4. Die Digitalisierung erhöht den Krankenstand kaum.
  5. Digitalisierung kann das Privatleben gefährden.
  6. Erwerbstätige haben es selbst in der Hand.
  7. Die Führungskräfte sind in der Verantwortung.
  8. Flexible Arbeitszeiten und Home Office reduzieren Konflikte.
  9. Flexibilisierung von Arbeit hat ihre Grenzen.
  10. Firmen können mehr tun.

Die Studie „Auswirkungen der Digitalisierung der Arbeit auf die Gesundheit von Beschäftigten“ können Sie hier direkt herunterladen.

 

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers.Als Experte für Digitalisierung, Innovation und Vertrieb hält er Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland und bietet Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen im Bereich (Interims)Management sowie Beratung/Consulting an.

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