Fünf aktuelle Themen für Finanzinstitute

Internationale Banking Trends KW 10-2021

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Banken und Sparkassen müssen Trends erkennen, sortieren und die wichtigen aufgreifen und in der eigenen Geschäftspolitik umsetzen. Fünf aktuelle Themen zeigen, wohin sich die Branche bewegt und welche Maßnahmen Aussicht auf Erfolg haben.

Internationale Banking Top News und Trends

Internationale Top News und Trends rund ums Banking und Finanzdienstleistungen.

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Die Corona-Pandemie verschärft viele Herausforderungen, vor denen die Finanzbranche bereits vorher stand und sorgt für eine Beschleunigung des Wandels. Die Aufgabe eines Finanzinstituts muss es sein, Menschen dabei zu helfen, ihr Geld besser zu verwalten, besser zu sparen und ihre finanziellen Ziele mit ihren finanziellen Möglichkeiten und geeigneten Maßnahmen in Einklang zu bringen. Auch die Technologie einer Bank muss darauf ausgerichtet sein, das tägliche Finanzleben der Verbraucher wirkungsvoll zu unterstützen.

Wenn dies richtig gemacht wird, sind die Verbraucher bereit, ihren Anbietern zu vertrauen, und im Gegenzug können die Anbieter Loyalität erwarten. Damit dies gelingt, sind die Weichen (strategisch, wie operativ) richtig zu stellen.

Fünf wichtige Themen für Finanzinstitute

Im heutigen Rückblick auf spannende Beiträge aus der internationalen Finanzszene stehen fünf strategische Themen im Fokus:

  • Open Banking,
  • Embedded Finance,
  • Vier Technologie-Trends,
  • Daten für Mehrwerte und
  • Die Bankfiliale der Zukunft.

Für Erfolg bei Open Banking müssen Kunden überzeugt werden

Open Banking ist für Banken und Verbraucher von beiderseitigem Vorteil. Es bietet Banken die Möglichkeit, ihren Kundenstamm zu halten und zu vergrößern, indem den Verbrauchern Zugang zu besserer und gezielterer Finanzberatung, Dienstleistungen und Produkten geboten wird. Open Banking hat das Potenzial, ein zugängliches und personalisiertes, reibungsloses digitales Bankerlebnis zu generieren. Dazu müssen allerdings vorhandene Barrieren beseitigt werden.

Mehr dazu hier: Open banking will only succeed if consumers are ‚onboard‘

Wie Embedded Finance das Bankgeschäft verändert

Embedded Finance steht erst am Anfang. Nichtfinanzielle Marken integrieren bereits Finanzprodukte und -dienstleistungen in ihre Apps und Ökosysteme. In den nächsten Jahren werden die Embedded Finance-Anwendungen explodieren – und dies wird mit einer Verschiebung der Wahrnehmung von FinTech, Innovation und der Zukunft des Finanzwesens einhergehen.

Mehr dazu hier: Does the rise of Embedded Finance mean the end of the fintech sector as we know it?

Vier Tech-Trends, die das Banking verändern

Die Bankbranche befindet sich in einer kritischen Phase. Legacy-Technologien werden durch eine Kombination aus Cloud Computing und KI abgelöst, wodurch Banken und Sparkassen näher an FinTechs rücken. Ohne das Auslaufen der traditionellen Produktsilo / Back-Office-Umgebung wird diese Änderung jedoch nicht stattfinden.

Mehr dazu hier: 4 Tech Trends That Will Massively Transform Banking in 2021

Aus Daten Kundenwerte schaffen

Da die Abhängigkeit von Daten dringender denn je ist, investieren viele Unternehmen in moderne Datenarchitektur – sowohl in der öffentlichen Cloud als auch on-premise -, um Echtzeit-Analysefunktionen zu entwickeln, die Erkenntnisse aus großen Datenmengen ermöglichen. Dies wird wiederum die rasche Schaffung neuer Wertversprechen unterstützen.

Mehr dazu hier: Converting data into customer value

Die Bankfiliale der Zukunft

Was unterscheidet die Filiale der Zukunft? Sie wird vor allem ein Vertriebsstützpunkt statt ein Service-Center sein das Ertragswachstum generiert und die Kundenbeziehungen stärkt. Zudem wird sie zur Vertrauensbildung beitragen.

Mehr dazu hier: Redefine the Branch to Build Sustainability in the Future of Banking

Weitere interessante Themen der Finanzwoche

Es gab aber noch weitere interessante Beiträge:

Bitcoin bald wichtiger als Gold?

Laut einem Bericht von Bloomberg Intelligence ist Bitcoin dabei, Gold als digitales Reservevermögen zu ersetzen. Der Kurs könnte in diesem Jahr noch auf 100.000 US$ steigen. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die vor einem Zusammenbruch warnen.

Mehr dazu hier: Bitcoin set to overtake gold as a digital reserve asset – Bloomberg Intelligence

Fünf Schritte zur digitalen Kultur

Die Bereitstellung der personalisierten finanziellen Erfahrungen, die die Verbraucher verlangen, erfordert weit mehr als die schrittweise Digitalisierung. Durch die Einbeziehung von Backoffice-, Frontline- und Vertriebsmitarbeitern in eine Digital-First-Denkweise wird CX erheblich verbessert. Fünf Schritte führen zu einer erfolgreichen Transformation.

Mehr dazu hier: Digital Culture: The Missing Piece in Digital Banking Strategies

Mit kleinen Schritten zum großen Transformationserfolg

Viele Finanzinstitute glauben, dass massive Veränderungen erforderlich sind, um die digitalen Erwartungen der Verbraucher zu erfüllen. Dabei können bereits kleine inkrementelle Änderungen im Laufe der Zeit viel bewirken. So wie sich Geld durch Zinseszinsen vervielfacht, vervielfachen sich die Auswirkungen kleiner Änderungen, wenn sie konsequent umgesetzt werden.

Mehr dazu hier: To Achieve Big Transformation Changes in Banking, Think Small

Supermarktfilialen nutzen Ressourcen ineffizient aus

Es ist erwiesen, dass ein größeres Filialnetz in einem bestimmten Markt die Chancen eines Finanzinstituts verbessert, Marktanteile zu dominieren. Aber nicht alle Filialen sind dafür gleich geeignet.

Mehr dazu hier: Will Supermarket Branches Hobble Your Quest For Market Share?

Neues über Banken, FinTechs und andere Finanzunternehmen

Auch in der vergangenen Woche gab es einige Berichte über neue Aktivitäten von Banken, FinTechs und andere Finanzunternehmen, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

PayPal investiert in Krypto-Wallet

PayPal erwirbt Curv, eine in Tel Aviv ansässige Cloud-basierte Wallet für digitale Vermögenswerte, um die neu gebildete Blockchain-Geschäftseinheit zu erweitern und damit Kryptowährungen und digitale Assets zu fördern.

Mehr dazu hier: PayPal buys Israeli crypto wallet Curv for its new blockchain unit

Belgische Digitalbank kauft britisches FinTech

Die Aion Bank, eine digitale Full-Service-Bank mit Sitz in Brüssel, hat ETFmatic, einen in London ansässigen Robo-Advisor übernommen. ETFmatic wird jedoch seine bestehende Marke in allen Märkten, in denen das Unternehmen derzeit tätig ist, beibehalten, und die Investitionen bestehender Kunden werden wie gewohnt weitergeführt. Aion plant außerdem, die Lösung von ETFmatic europaweit weiter auszubauen und die Plattform als White-Label-Service anzubieten.

Mehr dazu hier: Aion Bank acquires robo-advisor ETFmatic

Caixa setzt auf recycelte Bankkarten

Die spanische CaixaBank will zukünftig Karten aus recyceltem Kunststoff und biologisch abbaubaren Komponenten herausgeben und damit sukzessive ihre 18,8 Millionen Karten ersetzen. Außerdem wird zum Drucken des Kundennamens und der Kartendetails Tinte durch Lasertechnologie ersetzt, was nicht nur weniger Abfall erzeugen, sondern auch die Lebensdauer der Karte verlängern soll.

Mehr dazu hier: CaixaBank to replace cards with recycled material

ING investiert in KI-FinTech

ING investiert weitere 3 Millionen US-Dollar in Flowcast, ein FinTech-Startup, das Künstliche Intelligenz auf den Kredit- und Inkassoprozess für notleidende Kredite anwendet.

Mehr dazu hier: ING invests in credit scoring startup Flowcast

Amazon eröffnet kassenlosen Shop in London

Amazon hat in London ein Geschäft ohne Kassen eröffnet, in dem Kunden „einfach rausgehen“ können, sobald sie ihre Einkäufe gesammelt haben. Die Zahlung wird automatisch von ihrem Konto abgebucht.

Die „Just Walk Out“ -Technologie ist bereits in mehreren Amazon Go-Filialen in den USA verfügbar und nutzt Sensoren, Kameras und KI, um zu verfolgen, welche Artikel Kunden aus den Regalen nehmen und den Bezahlvorgang dann automatisch über eine App anzustoßen.

Mehr dazu hier: Amazon opens cashierless store in London

Weitere Neobank wird Einhorn

Im Zuge einer neuen Investitionsrunde von 272 Mio. GDP wird die 2014 gegründete Starling Bank zum neuen FinTech-Einhorn. Während andere verlustreiche Neobanken Banken mit rückläufigen Bewertungen konfrontiert waren, buchte Starling den ersten profitablen Monat im November letzten Jahres und hat ehrgeizige Pläne, in ganz Europa zu expandieren.

Mehr dazu hier: Starling reaches Unicorn status on £272 million funding round

Marks & Spencer schließt seine Bank

Der Bankableger des britischen Einzelhändlers Marks & Spencer wird alle Girokonten kündigen und seine 29 Instore-Filialen schließen, um sich stattdessen auf belohnungsbasierte Kreditkarten und digitale Zahlungsdienste zu konzentrieren. Die 2012 gegründete M & S Bank ist ein Joint Venture zwischen HSBC und Marks & Spencer. Derzeit werden rund drei Millionen Kunden geführt.

Mehr dazu hier: M&S Bank to close all current accounts and instore branches

TelCo sucht Partner für verlustreiches FinTech

Das französische Telekommunikationsunternehmen Orange sucht nach neuen Investoren für sein verlustbringendes Bank-Startup. Insgesamt hat die Orange Bank in drei Jahren Verluste in Höhe von 643 Mio. € angehäuft. Oranges CEO glaubt dennoch weiterhin an „signifikante Synergien“.

Mehr dazu hier: Orange seeks banking partner for mobile financial service startup

Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring ist Herausgeber des Bank Blogs und der Finanzbranche seit über 30 Jahren beruflich verbunden. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Als Experte für Strategien in den Bereichen Digitalisierung, Innovation und Vertrieb ist er gefragter Referent und Moderator bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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