Eklatante Lücken in der Finanzbildung Jugendlicher

Finanzen als Unterrichtsfach?

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Eine aktuelle Studie offenbart große Defizite beim Finanzwissen junger Menschen in Deutschland. Die Jugend weiß um ihre Versäumnisse und fordert ein neues Unterrichtsfach. Allein das Vertrauen in die Politik fehlt.

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Bei der wirtschaftlichen und finanziellen Bildung junger Leute in Deutschland bestehen teils erhebliche Lücken. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Bankenverbandes unter 14- bis 24-Jährigen.

So könnten 44 Prozent der Befragten mit dem Begriff „Inflationsrate“ nichts anfangen. 86 Prozent wüssten nicht annährend, wie hoch die derzeitige Inflationsrate in Deutschland ist.  68 Prozent hätten keine oder eine falsche Vorstellung davon, wofür die Europäische Zentralbank zuständig ist. 83 Prozent seien nicht in der Lage, die Aufgabe der Europäischen Zentralbank (EZB) zu benennen. 31 Prozent könnten nicht erklären, was eine Aktie ist.

Diese Ergebnisse seien laut Studienautoren eine deutliche Verschlechterung gegenüber der letzten Befragung im Jahr 2018. Damals konnte mehr als die Hälfte der jungen Leute die Funktion der EZB benennen.

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind sich ihrer Wissensdefizite jedoch offenbar bewusst: 77 Prozent fordern die Einführung eines entsprechenden Unterrichtsfachs, um diese zu füllen.

Junge Menschen in Deutschland: Kein Vertrauen, gehört zu werden

Jugendliche haben stark unter den Kontaktbeschränkungen, dem ausbleibenden Präsenzunterricht an Schulen und Universitäten und den geschlossenen Sportvereinen gelitten.

Von der Politik erwarten sie offenbar wenig. 85 Prozent der Befragten hätten in der Umfrage angegeben, dass die Politik während der Corona-Pandemie wenig bis sehr wenig für sie getan habe. 82 Prozent fühlten sich im Vergleich mit älteren Menschen benachteiligt. Deshalb gelte es laut Studienautoren nun umso mehr, die Wünsche und Bedürfnisse der Jugendlichen zu berücksichtigen.

Trotz aller Probleme: Junge Menschen sind optimistisch

Dennoch würden die Befragten eher positiv in die Zukunft schauen: j83 Prozent seien zuversichtlich. 87 Prozent hätten angegeben, mit ihrem Leben eher zufrieden zu sein. Es kam aber auch Sorge zum Ausdruck: 44 Prozent äußerten, dass sie ihre Zukunftschancen durch die Pandemie etwas (36 Prozent) bis stark (acht Prozent) beeinträchtigt sehen.

Alarmierende Bildungslücken

Die Ergebnisse legen laut Studienautoren alarmierende Bildungslücken offen und zeigten deutlich, dass Wirtschafts- und Finanzthemen einen höheren Stellenwert in den Lehrplänen erhalten müssten. Die nächste Bundesregierung habe an dieser Stelle einen Auftrag zu erfüllen.

Ohne ausreichende Wirtschafts- und Finanzbildung fehle den Jugendlichen das Rüstzeug, um Welt und Alltag zu verstehen. Es solle Aufgabe der Schule und dort nicht zuletzt der ökonomischen Bildung sein, dieses Wissen zu vermitteln. Nur so könnten junge Menschen die bestmöglichen Chancen für einen erfolgreichen Berufsstart erhalten.

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Über den Autor

Jannik Wilk

Jannik Wilk ist als freiberuflicher Redakteur für Der Bank Blog tätig. Er ist freier Journalist und Student in Heidelberg.

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1 Kommentar

  1. Avatar
    Eberhard Liermann am

    Den Schülern fehlt es an Basiswissen. Da rede ich noch nicht mal über Inflation. Girokonto/ Dispo / Bausparen usw. Die Wissenslücken können auch oftmals nicht von den Eltern gefüllt werden, weil die sich auch nur bedingt auskennen. 4-6 Schulstunden in der Oberstufe würden reichen, um eine Sensibilität für dieses Thema zu erreichen.

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