Drei Optionen zur Verbesserung der Cybersicherheit

Cyberkriminalität bringt hohe Kosten für Unternehmen

Durch einen Anstieg der Cyberkriminalität drohen Unternehmen weltweit erhebliche Mehrkosten und Umsatzverluste. Es gilt das Thema Cybersicherheit nachhaltig in der Unternehmensführung zu verankern. Drei Elemente sollten dabei berücksichtigt werden.

Aktuelle Trends, Studien und Research zur Digitalisierung

Die Digitalisierung erfasst unseren Alltag und die gesamte Wirtschaft ist davon betroffen. Die Geschäftsmodelle ganzer Branchen werden dadurch – teilweise dramatisch – verändert. Auch Banken und Sparkassen können sich diesem Trend nicht entziehen. Studien zu den aktuellen Trends und Entwicklungen in diesem Bereich finden Sie im Bank Blog.

Abonnieren Sie den kostenlosen Bank Blog Newsletter

Partner des Bank Blogs

Crealogix ist Partner des Bank Blogs

Die zunehmende Cyberkriminalität könnte Unternehmen rund um den Globus in den nächsten fünf Jahren rund 5,2 Bio. US-Dollar kosten. Bei einem weltweiten Bruttoinlandsprodukt von 87,5 Bio. US-Dollar entspräche dies jährlich rund einem Prozent. Wichtigster Grund dafür ist, dass die Abhängigkeit von komplexen internetfähigen Geschäftsmodellen die Fähigkeit zur Einführung wichtiger Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz kritischer Vermögenswerte übertrifft.

Dies ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Studie von Accenture für die über 1.700 Führungskräfte von Unternehmen in 13 Ländern befragt wurden. Zudem wurden ergänzende Interviews mit CEOs, Chief Operating Officers, Chief Innovation Officers und Chief Strategy Officers geführt.

Für die Analyse wurden die durchschnittlichen Kosten der Cyberkriminalität prozentual zum Umsatz jeder Branche berechnet, einschließlich der Kosten für die Bekämpfung eines massiven Cyberangriffs, auf der Grundlage einer Analyse von 460 schwerwiegenden Zwischenfällen. Diese Kosten umfassen sowohl die Unternehmenskosten, die bei der Bekämpfung von Cyberkriminalität anfallen, als auch die, die durch Einkommensverluste entstehen. Mithilfe der Branchenprozentsätze wurde ein fünf-Jahres-Modell des Value-at-Risk für die jeweilige Branche erstellt.

Cybersecurity wird zur zentralen Herausforderung

Das Internet wird in puncto Cybersecurity immer instabiler, sagten 59 Prozent der in der Studie Befragten. Das kann für Unternehmen verheerende Folgen haben. Cyberattacken können die betrieblichen Abläufe, die Innovationsfähigkeit und das Wachstum einer Firma erheblich gefährden und Kosten in erheblicher Höhe verursachen.

Die Studienergebnisse zeigen, dass im weltweiten Branchenvergleich die Hightech-Industrie mit mehr als 753 Mrd. US-Dollar möglicher Verluste am gefährdetsten ist, gefolgt von der Life-Science-Industrie mit 642 Mrd. US-Dollar und der Automobilindustrie bzw. 505 Mrd. US-Dollar. Die Bankbranche liegt der Analyse zufolge auf Rang 5 mit 347 Mrd. US-Dollar.

Weltweite Kosten für Cyberkriminalität im Branchenvergleich

Banken gehören zu den Top 5 bei den Zielen von Cyberkriminellen.

Cyberkriminalität behindert Entwicklung der digitalen Wirtschaft

91 Prozent der deutschen Unternehmen sind der Meinung, dass eine vertrauenswürdige digitale Wirtschaft entscheidend für das zukünftige Wachstum ihres Unternehmens sei. Rund 81 Prozent der deutschen Befragten sagen, dass das wirtschaftliche Potenzial des Internets und des Internet of Things (IoT) durch den Aufbau einer vertrauenswürdigeren Digitalwirtschaft mobilisiert werden könne.

79 Prozent der weltweiten Teilnehmer glauben andererseits, dass sich die Entwicklung der digitalen Wirtschaft deutlich verlangsamen könnte, wenn es keine Verbesserung der Cybersicherheit gibt. 75 Prozent aller Studienteilnehmer sind der Meinung, dass die Problemstellungen rund um Cybersicherheit zur Lösung eine unternehmensübergreifende Zusammenarbeit erfordern. Angesichts der zunehmenden Bedrohung durch Cyberkriminalität befürworten 56 Prozent der Führungskräfte schärfere Richtlinien, die von einer übergeordneten Instanz oder einer Aufsichtsbehörde erlassen werden.

Um eine Zukunft zu gestalten, die von einer starken und vertrauenswürdigen digitalen Wirtschaft lebt, müssen Führungskräfte in einem Ökosystem zusammenarbeiten, um ihre gesamten Wertschöpfungsketten erfolgreich abzusichern – über jeden Partner, Lieferanten und Kunden hinweg. Wichtig ist hierbei auch ein Chief Information Security Officer (CISO), der sich im Spagat zwischen geschäftsstrategischen Fragestellungen und einem hochdynamischen, technologischen Umfeld wie der Cybersecurity wohlfühlt, um als wertschöpfender Sparringpartner auf C-Level wahrgenommen zu werden.

Technologie schneller als Sicherheit

Das schnelle Wachstum neuer Technologien ist aufgrund der stärkeren Vernetzung eine zusätzliche Herausforderung. 78 Prozent der deutschen Manager räumen ein, dass ihr Unternehmen neue Technologien schneller einsetzt, als Sicherheitskonzepte angepasst werden können. Weltweit stellen 76 Prozent fest, dass ihnen aufgrund neuer Technologien wie dem Internet der Dinge (IoT) oder dem industriellen Internet der Dinge (IIoT) die Kontrolle über die Cybersicherheit entgleitet.

Die überwiegende Mehrheit der befragten Manager aus Deutschland (77 Prozent) gab an, dass es immer schwieriger sei, ihre Systeme vor den Schwachstellen Dritter zu schützen. Auch der Verbraucherschutz ist für viele Führungskräfte ein wesentliches Thema. So glauben 76 Prozent der global Befragten, dass die Online-Identitäten von Verbrauchern nicht sicher sind, wenn zu viele ihrer persönlichen Daten bereits uneingeschränkt verfügbar sind.

Drei Optionen für mehr Cybersicherheit

Um sich wirksam gegen Cyberangriffe zu schützen, müssen Unternehmen das Fachwissen des CISOs in den Vorstand tragen und dafür sorgen, dass Sicherheit ein integraler Bestandteil aller neuen Projekte wird. Wenn es um Internetsicherheit und Datenschutz geht, sollten alle Führungskräfte in die Verantwortung genommen werden. Hier ist eine entschlossene Führung durch Chief Executive Officers (CEO) nötig, nicht nur durch CISOs. Es gilt, den erfolgssichernden Beitrag einer stabilen Cybersecurity in seiner Geschäftsrelevanz zu erkennen und ihn entsprechend zu positionieren.

Die Autoren schlagen drei Handlungsoptionen zur Verbesserung der Internetsicherheit vor:

  1. Governance - (Globale) Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen: Unternehmen müssen die Zusammenarbeit mit Führungskräften, Regierungsvertretern und Aufsichtsbehörden stärken, um besser zu verstehen, wie man Cyberangriffe verhindert.
  2. Geschäftsarchitektur - Schutz und Sicherheit mit einem Modell, das auf digitalem Vertrauen beruht: Unternehmen müssen sich intensiv mit den Grundprinzipien der Cybersicherheit beschäftigen und ihre Geschäftsmodelle über das gesamte Ökosystem von Partnern und Lieferketten hinweg schützen.
  3. Technologie - Die Geschäftsentwicklung fördern und die Sicherheit verbessern: Es gilt, neue Technologien anzuwenden, IoT-Security zu beherrschen und sich auf die Quantum-Herausforderung vorzubereiten. Gleichzeitig müssen Software-Sicherheit und Update-Funktionen auf mobilen und IoT-Geräten von Beginn an integriert sein.

Zum Downloadlink zur Studie (engl.) gelangen Sie über Laterpay.

Sind Sie schon Premium-Leser?

Premium Abonnenten des Bank Blogs haben direkten kostenfreien Zugriff auf die Bezugsinformationen zur Studie. Noch kein Premium-Leser?

>>> Hier klicken <<<

Ein Service des Bank Blogs

Der Bank Blog prüft für Sie jede Woche eine Vielzahl von Studien und stellt die für Sie relevanten hier vor. Als besonderer Service wird Ihnen die Suche nach Bezugs- und Downloadmöglichkeiten abgenommen und Sie werden direkt zur Anbieterseite weitergeleitet. Mit der Unterstützung dieses Serviceangebots unterstützen Sie auch die Berichterstattung im Bank Blog.

Jetzt kaufen für 1,95EUR

Bitte bewerten Sie den Artikel mit Hilfe der Sternchen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne Bewertung: 5,00 Stern(e) - 5 Bewertung(en)

Vielen Dank fürs Teilen und Weiterempfehlen


Mit dem kostenlosen Bank Blog Newsletter immer informiert bleiben:

Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring ist Herausgeber des Bank Blogs und ist der Finanzbranche seit über 30 Jahren beruflich verbunden. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Als Experte für Strategien in den Bereichen Digitalisierung, Innovation und Vertrieb ist er gefragter Referent und Moderator bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

Anzeige

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Der Bank Blog Premium

Noch kein Premium-Leser?

>>> Hier klicken <<<

Der Bank Blog Premium

Noch kein Premium-Leser?

>>> Hier klicken <<<

Bank Blog Newsletter abonnieren

Bank Blog Newsletter abonnieren