Es kommt auf den Markt an!

Die fünf wichtigsten Chancen und Gefahren für das Direct Brokerage in 2019

Die Entwicklung des Direct-Brokerage-Marktes wird in 2019 wie immer auch vom Verlauf der Börsen beeinflusst sein. Aber nicht nur: Es gibt auch Themen, die wir aktiv steuern können – anders als die Entwicklung von Dax und Dow.

Banken und Sparkassen 2019

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Die folgenden fünf Themenfelder stellen für das Direct Brokerage in 2019 die wichtigsten Chancen, zugleich aber auch die wichtigsten Gefahren dar:

  1. Niedrigzinsen und Aktienkultur
  2. (Fehlende) Volatilität
  3. Ein Crash in 2019?
  4. Verbesserung der User Experience
  5. Trend zur nachhaltigen Geldanlage

1. Niedrigzinsen und Aktienkultur

Höhere Sparzinsen wird es wohl auch in 2019 nicht geben. So besteht weiter die Chance, dass die Deutschen Wertpapiere als Alternative zu Sparbuch und Tagesgeld für sich entdecken. Doch die Aktienkultur hat sich hierzulande in den letzten Jahren kaum weiterentwickelt. Das zeigen auch die weitgehend negativen Reaktionen auf den kürzlichen Vorstoß, Aktien bei der Altersvorsorge steuerlich besser zu stellen.

Von daher ist es noch ein weiter Weg, bis mehr Menschen die Vorteile von Wertpapieranlagen für sich entdecken – zum Beispiel auch schon mit kleinen Beträgen in Sparplänen.

2. (Fehlende) Volatilität

Im vierten Quartal des vergangenen Jahres ist mit deutlichen Kursrückgängen Bewegung in die weltweiten Aktienmärkte und auch in den DAX gekommen. Das hat dann auch gleich zu einem Anstieg der Wertpapiertransaktionen geführt. In den zwei Jahren davor gab es dagegen wenig Bewegung an den Märkten. Das hatte negative Auswirkungen auf die Aktivität der Anleger und damit auch auf die Erlöse der Broker.

Kein Marktteilnehmer hat die berühmte Glaskugel in Händen, doch gegen eine etwas höhere Volatilität an den Märkten bei einer insgesamt positiven Marktentwicklung hätten wir sicher nichts einzuwenden.

3. Ein Crash in 2019?

Apropos Glaskugel: Wann erleben die Märkte den nächsten großen Crash nach 2008? Manche (Unheils-)Propheten wollen uns glauben machen, dass es 2019 so weit ist. Die politische Gesamtsituation, der weiter drohende Handelskrieg, die ungeklärte Situation in Italien oder ein ungeordneter Brexit – es gibt viele potenzielle Gründe für einen kräftigen Absturz der Börsen weltweit im kommenden Jahr.

So gut eine moderate Volatilität ist (siehe Punkt 2), so brenzlig ist ein Crash für die Direktbroker. Man denke nur an die Verdrossenheit und Zurückhaltung der Anleger nach dem Zusammenbruch des neuen Markts nach der Jahrtausendwende. Für die Aktienkultur in Deutschland (siehe Punkt 1) wäre dies ein weiterer herber Schlag.

4. Verbesserung der User Experience

Schon der römische Architekt und Ingenieur Vitruv sprach bereits im 1. Jahrhundert v.Chr. von der „Utilitas“, also der Nutzerfreundlichkeit von Gebrauchsgegenständen. Mit dem Aufkommen der Digitalisierung, hat die „Usability“ einen noch größeren Stellenwert erhalten.

Die Kunden erwarten heute, dass Anwendungen intuitiv bedienbar sind. Sie wollen am PC, Tablet oder Smartphone im Handumdrehen Zugang zu relevanten und aktuellen Informationen bekommen. Und sie wollen ihre Aufträge und ihre Transaktionen ohne Brüche ausführen können. Das ist eine Chance für diejenigen Anbieter, die permanent ihre mobilen Anwendungen und anderen Kanäle im Sinne der „User Experience“ optimieren.

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5. Trend zur nachhaltigen Geldanlage

BNP Paribas und andere Banken ziehen sich immer mehr aus Projekten in umstrittenen Branchen wie Kohlekraftwerke, Palmöl oder Tabak zurück. Und auch die Privatanleger fragen immer mehr nach, welche Industrien sie mit dem Kauf eines Fonds unterstützen.

Über den Aktionsplan der EU für „nachhaltiges Finanzwesen“ und den damit verbundenen Druck auf die Fondsgesellschaften, mehr nachhaltige Finanzprodukte zu entwickeln, kann man sich trefflich streiten. Ein breites Angebot an nachhaltigen Finanzprodukten und eine höhere Transparenz über deren Zusammensetzung ist aber 2019 zweifelsohne eine Chance für die Direktbroker.


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Über den Autor

Sven Deglow

Dr. Sven Deglow ist Co-CEO der Consorsbankbei u.a. verantwortlich für Kundenservice, Kundenberatung, Marketing und Vertrieb sowie die Produktentwicklung. Außerdem ist er Co-CEO von BNP Paribas Personal Investors Germany, dem Geschäftsbereich, zu dem neben der Consorsbank auch DAB BNP Paribas gehört. Nach einem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität in Potsdam und anschließender Promotion war Deglow in unterschiedlichen Funktionen u.a. für die LBS, Arcor, McKinsey und zuletzt als Vorstand der comdirect bank AG tätig.

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