Kundennähe als Wettbewerbsvorteil für Banken und Sparkassen

Digitales Bezahlen verdrängt Bargeld

Zahlungssysteme stehen vor neuen Innovationen

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Bargeldlose Transaktionen werden in den kommenden zehn Jahren massiv zunehmen. Zudem stehen die Infrastruktur der Zahlungssysteme vor großen Innovationen. Das ergab eine aktuelle Studie. Vor allem die Corona-Pandemie beschleunigt den Wandel.

Aktuelle Trends, Studien und Research zu Mobile Payment

Mobile Payment, das Bezahlen via Smartphone steckt hierzulande noch in den Kinderschuhen. Die Anforderungen sind vielfältig. Im Bank Blog finden Sie aktuelle Studien zu dieser neuen Entwicklung, die insbesondere für Banken und Sparkassen eine Bedrohung darstellt.

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Bis 2025 wird das bargeldlose Transaktionsvolumen weltweit um mehr als 80 Prozent zulegen. Das ist das Ergebnis einer Erhebung der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC). Lag das Volumen im vergangenen Jahr bei einer Billion, erwarten die Studienautoren einen Anstieg auf 1,9 Billionen US-Dollar. Bis 2030 prognostizieren sie eine Verdreifachung der digitalen Zahlung pro Kopf.

Die Corona-Pandemie habe den Wechsel von Bargeld auf digitale Zahlungen um drei bis fünf Jahre beschleunigt, wie es in der Studie heißt. Neue Zahlungswege und innovative Geschäftsmodelle würden das Szenario einer bargeldlosen Gesellschaft in Sichtweite rücken.

Asien und Afrika mit stärkstem Wachstum

Das stärkste Wachstum wird für die asiatisch-pazifischen Märkte erwartet: Laut der Untersuchung dürften die bargeldlosen Transaktionsvolumen dort bis 2025 um 109 Prozent zulegen. Von 2025 bis 2030 erwarten die Experten weitere 76 Prozent an Zuwachs.

Der Kontinent Afrika darf bis 2025 mit einem Anstieg um 78 Prozent, bis 2030 um 64 Prozent rechnen. In Europa sind bis zu 64 Prozent beziehungsweise 39 Prozent mehr digitale Transaktionen möglich. Für die USA und Kanada werden niedrigere Zuwachsraten prognostiziert.

In Asien gib es bereits viele neue Geschäftsmodelle und Innovationen wie multifunktionale „Super-Apps“ großer E-Commerce-Konzerne oder QR-Codes für den Supermarkteinkauf. In Europa sowie in Nord- und Südamerika gewöhnt man sich etwas langsamer um.

Auch in Europa steigt die Akzeptanz für Karten und mobile Zahlungen. Doch in einigen der größeren europäischen Volkswirtschaften – vor allem in Deutschland – ist Bargeld weiterhin sehr beliebt.

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Die Infrastruktur und ihr Quantensprung

Der Wandel im Zahlungsverkehr betrifft nicht nur traditionelle Zahlungsmittel für Waren und Dienstleistungen wie Bargeld oder analoge Rechnungen, schreiben die Studienautoren. Die gesamte, weltweite Infrastruktur der Zahlungsverkehrssysteme und Geschäftsmodelle stehe vor einem Quantensprung.

Die Studienautoren raten den Akteuren im internationalen Zahlungsverkehr, in wettbewerbsfähige Zahlungslösungen investieren. Die beschleunigte Umstellung auf digitale Zahlungen biete neue Ertragschancen für die gesamte Branche, insbesondere für Banken und Alternative Payment Provider.

Sechs übergeordnete Payment-Trends

In der Untersuchung werden zudem sechs übergeordnete Trends genannt und beschrieben, die den Zahlungsverkehr in den kommenden fünf Jahren beeinflussen könnten:

  1. Inklusion und Vertrauen
  2. Digitale Währungen
  3. Digitale Geldbörsen
  4. Wettstreit der Infrastrukturen
  5. Grenzüberschreitende Zahlungen
  6. Finanzkriminalität.

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Über den Autor

Jannik Wilk

Jannik Wilk ist als freiberuflicher Redakteur für Der Bank Blog tätig. Er ist freier Journalist und Student in Heidelberg.

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