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Deutsche Banken zurückhaltend beim Thema Blockchain

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Neue Technologie noch kein Strategie-Bestandteil

Die deutschen Kreditinstitute scheinen zwar Bedeutung und Potenzial der Blockchain-Technologie zu erkennen, betrachten sie jedoch aktuell noch nicht  als Teil ihrer strategischen Ausrichtung.

Studien und Research zu Trends und Entwicklungen zum Einsatz von Technologie in der Finanzdienstleistung

Technologie ist nicht erst seit der Digitalisierung ein wichtiger Faktor für Finanzdienstleister. Im Bank Blog finden Sie Studien zu den wichtigsten Trends und Entwicklungen.
© Shutterstock

Blockchain-Technologien gelten als potenziell disruptiv für den Finanzsektor. Sie ermöglichen den dezentralen Austausch von Werten ohne Intermediäre, wie z. B. Banken oder Sparkassen. Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hat rund 150 Führungskräfte deutscher Kreditinstitute zum Stand der Etablierung von Blockchain-Technologie in ihren befragt.

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Infografik Blockchain im Überblick

Die folgende Infografik  die Grundlagen der Blockchain-Technologie vor und stellt – neben einer Definition – die Vorteile und Herausforderungen sowie Anwendungsbeispiele vor.

Infografik: Blockchain-Technologie im Überblick

Ein Kurzüberblick zur Blockchain-Technologie

Blockchain Potential weitgehend erkannt

Die deutsche Kreditwirtschaft hat erkannt, dass Blockchain-Technologien ihre Wertschöpfungsprozesse nachhaltig verändern können. Rund die Hälfte der Befragten bestätigt die Relevanz von Blockchain für ihr Institut und deren Geschäftsfeld. Im 10-Jahres-Ausblick sehen 63 Prozent der Befragten (54 Prozent sogar bereits im 5-Jahres-Ausblick) eine mittlere bis extreme Beeinflussung des Geschäftsmodells ihrer Bank durch Blockchain-Technologie.

Allerdings ist das Verständnis der neuen Technologie noch nicht überall vorhanden. 68 Prozent der Befragten sind nur wenig oder gar nicht mit ihr vertraut. In vielen Instituten gibt es zudem noch keine dezidierten Ansprechpartner für das Thema. Der Großteil der Institute setzt sich auch noch nicht konkret mit der Anwendung auseinander. 39 Prozent der Befragten werden sich im Jahr 2017 nicht mit dem Thema Blockchain beschäftigen. 76 Prozent werden die Technologie erst dann produktiv einsetzen, wenn andere Marktteilnehmer es ebenfalls tun; 25 Prozent sogar explizit erst dann, wenn der Großteil der Wettbewerber bereits für einige Zeit die Technologie einsetzt.

Blockchain noch nicht Teil der Geschäftsstrategie

Trotz der vorhandenen Erkenntnisse setzen sich bislang die wenigsten Banken strategisch mit Blockchain-Technologie auseinander. Bei 75 Prozent bildet Blockchain-Technologie keinen Teil der strategischen Ausrichtung. 58 Prozent beschäftigen keine Mitarbeiter, die sich regelmäßig mit dem Thema befassen. 72 Prozent weisen der Erforschung der Technologie kein Budget zu, nur 2 Prozent der Unternehmen investieren signifikant.

Interessanterweise beschäftigen sich kleinere Banken mit einer Bilanzsumme von unter 1 Mrd. € im Schnitt bereits länger mit der Technologie. 20 Prozent der kleineren Häuser stellen zudem ein eigenes Budget für Blockchain-Projekte bereit, während es bei großen Banken nur 5 Prozent sind.

Schlüsselfragen zum Thema Blockchain

Die folgende Grafik verdeutlicht die wichtigsten Fragen rund um den Einsatz von Blockchain-Technologien in Banken und Sparkassen:

Schlüsselfragen Blockchain-Technologie Banking

Die wesentlichen Fragen zu einem Einsatz von Blockchain-Technologie im Banking

Die Studie „Blockchain in Financial Services“ können Sie hier direkt herunterladen.


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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers.Aktuell bietet er Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen im Bereich (Interims)Management und Beratung/Consulting an und vertritt die Firma Meniga, einen innovativen Anbieter von White-Label-Lösungen für Persönliches Finanz Management (PFM) im deutschsprachigen Teil Europas.Darüber hinaus hält er Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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