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Deutsche Bank: Schnelle Abspaltung des Asset Management?

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Bankenverband aktuell

Berichten zufolge könnte sich die Deutschen Bank im Zuge ihrer Umstrukturierungen früher als erwartet von ihrer Vermögensverwaltung Deutsche Asset Management trennen.

Bankenverband aktuell

Aktuelle Informationen des Bankenverbandes

Im Bankenbrief informiert der Bundeverband Deutscher Banken jeden Tag über aktuelle News und Ereignisse aus der Finanz- und Bankenwelt.

Heute steht das folgende Thema im Blickpunkt:

Insider: Börsengang der Deutsche Asset Management 2017 möglich

Die Deutsche Bank könnte sich schneller als erwartet von einem Teil ihrer Vermögensverwaltung Deutsche Asset Management (DAM) trennen. Das haben heute mehrere Medien unter Berufung auf Insider berichtet. Der Vorstandsvorsitzende John Cryan hatte Anfang des Monats noch von einem Zeitraum von zwei Jahren gesprochen. DAM-Chef Nicolas Moreau soll hingegen bei einem internen Treffen auf einen schnellen Börsengang gedrängt haben. Vor einem Gang aufs Parkett müssten jedoch erst zentrale Funktionen wie Recht, Buchhaltung oder Controlling aus dem Mutter-Konzern herausgelöst werden, hieß es. Die Bank kommentierte die Berichte nicht. Geplant ist, zwischen 20 und 30 Prozent der DAM zu platzieren. Als Erlös erwarten Experten bis zu 2,4 Milliarden Euro. Die Deutsche Bank will durch den Teil-Verkauf ihre Kapitalausstattung erhöhen. Zudem startete diese Woche eine Kapitalerhöhung mit einem Volumen von 8 Milliarden Euro. Bei einem Großaktionär kommen die Pläne der Deutschen Bank gut an: Das chinesische Unternehmen HNA stockte noch vor der Kapitalerhöhung seinen Anteil von gut 3 auf fast 5 Prozent auf und hat sich damit weitere Bezugsrechte für junge Aktien gesichert.

Weitere Meldungen des Tages

Das war heute ebenfalls von Bedeutung:

Banken müssen für Brexit zahlen

Die Bank of England (BoE) fordert von den von ihr kontrollierten Geldhäusern mehr Geld. Zur Begründung wurden höhere Kosten aufgrund des Brexit genannt. Das geht aus einem heute veröffentlichten Konsultationspapier der Notenbank hervor. Insgesamt fordert die BoE für das im April beginnende Geschäftsjahr 266,5 Millionen Pfund (309,4 Millionen Euro) von den Instituten. Das ist ein Plus von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Einkaufsmanagerindex in der Eurozone überraschend gestiegen

Die Stimmung der Wirtschaft im Euroraum hat den höchsten Wert seit 2011 erreicht. So stieg der Einkaufsmanagerindex um 0,7 auf 56,7 Punkte. Das teilten heute die Meinungsforscher von IHS Markit mit. Für die Erhebung wurden 5.000 Unternehmen befragt. Experten hatten einen leichten Rückgang erwartet. „Die beschleunigten Zuwächse bei Wachstum, Auftragseingang und Beschäftigung deuten darauf hin, dass die hohe Dynamik auch im zweiten Quartal anhalten wird“, sagte Chris Williamson, Chefvolkswirt von IHS Markit.

Nowotny: EZB könnte erst Zinsen erhöhen, dann Anleihekäufe stoppen

Anders als die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) könnte die Europäische Zentralbank (EZB) beim Umsteuern in der Geldpolitik zunächst Zinsen erhöhen und dann ihre Anleihekäufe beenden. Das sagte heute Ewald Nowotny, EZB-Ratsmitglied, in einem Interview.  „Die EZB könnte auch den Einlagenzins früher erhöhen als den Leitzins“, betone er. Als Nachfolger für EZB-Präsident Mario Draghi kann sich der Gouverneur der Oesterreichischen Notenbank (OeNB) sowohl Bundesbank-Präsident Jens Weidmann als auch dessen französischen Kollegen François Villeroy de Galhau vorstellen.

Praet: Ausstieg aus lockerer Geldpolitik wäre jetzt zu früh

Der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Peter Praet, hat sich gegen eine sofortige Änderung der Geldpolitik ausgesprochen. Die Wirtschaftsaussichten im Währungsraum seien immer noch abhängig davon, dass ein erhebliches Ausmaß an geldpolitischer Lockerung beibehalten werde, sagte er in einem heute veröffentlichten Interview. „Von einem Ausstieg zu reden ist verfrüht.“

Welche FinTech-Segmente gute Berufschancen bieten

Der Markt für FinTech-Unternehmen boomt. Ende vergangenen Jahres gab es laut einer Studie der Professoren Gregor Dorfleitner und Lars Hornuf in Deutschland 433 dieser Start-ups. Zwar ging die Zahl inzwischen auf 346 aktive Firmen zurück, die Berufschancen gelten in der Branche dennoch als gut. Allerdings gibt es klare Unterschiede zwischen einzelnen Segmenten. Laut der genannten Studie soll das Marktvolumen im Finanzierungs- und Vermögensmanagement bis 2035 auf 845 Milliarden Euro (Best-Case) wachsen, im Social Trading und Robo-Advisory auf 600 Milliarden Euro. Welche Segmente schlechter abschneiden, lesen Sie hier:

Meldungen aus einzelnen Bankinstituten

Zu einzelnen Banken und Finanzinstituten gab es heute folgende Meldungen:

  • Deutsche Bank sucht neues Hauptquartier in London
  • Credit Suisse korrigiert Jahresverlust

Was in den nächsten Tagen wichtig wird

In den kommenden Tagen stehen u.a. folgende Themen auf der Finanz-Agenda:

  • Am Samstag kommen die Staats- und Regierungschef der Europäischen Union (EU) zu einem Gipfeltreffen in Rom zusammen. Anlass ist das 60. Jubiläum der Unterzeichnung der Römischen Verträge. Am 25. März 1957 gründeten Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Belgien und die Niederlande die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG). Die EWG war Vorläufer der Europäischen Gemeinschaft (EG), aus der sich die heutige EU entwickelte.
  • Auftakt zum Superwahljahr: Die Saarländer wählen am Sonntag einen neuen Landtag. Im Mai folgen die Schleswig-Holsteiner (7. Mai) und die Nordrhein-Westfalen (14. Mai).
  • Am Montag ziehen die Spitzen der Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB), Danièle Nouy und Vize-Chefin Sabine Lautenschläger, eine Bilanz der Arbeit des vergangenen Jahres.

Bankenbrief

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Über den Autor

Bankenverband

Der Bundesverband deutscher Banken ist die Stimme der privaten Banken. in Deutschland: Als wirtschaftspolitischer Spitzenverband bündelt, gestaltet und vertritt er die Interessen des privaten Kreditgewerbes und ist Mittler zwischen den privaten Banken, Politik, Verwaltung, Verbrauchern und Wirtschaft.

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