Das Girokonto wird deutlich teurer

Banken und Sparkassen erhöhen die Preise

Bankleistungen sind in den vergangenen Jahren für Kunden deutlich teurer geworden, nachdem immer mehr Banken und Sparkassen ihre Preise für Leistungen rund ums Girokonto deutlich erhöht haben.

Preiserhöhungen der Banken und Sparkassen beim Girokonto

Preiserhöhungen der Banken und Sparkassen machen Finanzdienstleistungen teurer.

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Angesichts anhaltend niedriger Zinserträge und um mögliche Kritik an Negativzinsen gar nicht erst aufkommen zu lassen, haben immer mehr Kreditinstitute ihre Preise rund ums Girokonto mehr oder weniger deutlich erhöht. Laut einer Umfrage des Vergleichsportals Biallo haben alleine im laufenden Jahr rund 400 Banken, Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie Sparda-, PSD- und sogar einige Direktbanken die Preise für private Girokonten angehoben.

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Neue Preise für alte Leistungen

Im Schnitt erhöhten die Institute die Monatspreise für Online-, Basis- und klassische Filialkonten um rund 30 Prozent. Die Preise von Premiumkonten wurden um rund 20 Prozent angehoben. Vor allem jene Institute, die eine differenzierte Angebotsstrategie fahren, tun sich leichter mit Preisanpassungen.

Viele Institute erhöhten zudem die Einzelpreise für Giro- und Kreditkarten oder führten neue Gebühren ein für Dienste, die 2018 noch kostenlos waren. Dies betrifft zum Beispiel die Ein- und Auszahlung von Bargeld. Details zur erstaunlichen Kreativität und Innovationsfreude beim Thema Preisgestaltung finden Sie im Beitrag „Lösen Preiserhöhungen die Ertragsprobleme der Banken?

Umfrgae Kreditprozesse der Zukunft

Deutlicher Preisanstieg für Bankleistungen

Preisen für Bankleistungen in Deutschland standen bislang stets im Ruf, im Vergleich zu anderen Ländern, zu günstig zu sein. Zumindest bei der Betrachtung der Preisentwicklung der letzten Jahre scheint es, dass die Finanzbranche sich dies zu Herzen genommen hat. Demnach sind die vom Statistischen Bundesamt erhobenen Bank- und Sparkassengebühren seit 2016 deutlich stärker gestiegen als die allgemeinen Lebenshaltungskosten.

Vergleich der Preisentwicklung Bankgebühren – Verbraucherpreise (2015 – 2019)

In den letzten Jahren sind die Preise von Banken und Sparkassen deutlich angestiegen.

Noch gibt es kostenlose Girokonten

Allerdings gibt es noch immer Institute, die sich den Luxus eines Angebots kostenloser Girokonten leisten, darunter mehrheitlich Filialinstitute. Biallo zählt aktuell bundesweit 40 kostenlose Girokonten, bei denen Girocard und Überweisungen nichts kosten und auch keine monatliche Grundgebühr in Rechnung gestellt wird, ohne dafür eine Bedingung zu stellen. Zudem würden 79 Banken und Sparkassen auf die monatliche Kontoführungsgebühr verzichten, wenn ein monatlicher Geldeingang von 800 Euro und mehr eingeht. Einige Institute verlangen allerdings einen Preis für die Girocard.

Letztlich haben Kunden jedoch noch immer eine Ausweichmöglichkeit, sollte ihnen das Konto bei der bisherigen Bank oder Sparkasse zu teuer werden. Der Preis bleibt damit weiterhin ein wichtiger Differenzierung-Faktor im Wettbewerb.

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring ist Herausgeber des Bank Blogs und der Finanzbranche seit über 30 Jahren beruflich verbunden. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Als Experte für Strategien in den Bereichen Digitalisierung, Innovation und Vertrieb ist er gefragter Referent und Moderator bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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