Corona-Pandemie beschleunigt die digitale Transformation – Infografik

Erfolgsrezepte für die Digitalisierung

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Einer Studie zufolge zeigen sich Manager in puncto digitaler Transformation optimistischer als vor zwei Jahren. Das liegt auch an der Corona-Pandemie, die Firmen zur Innovation zwingt. Doch Nachhaltigkeit und Purpose brauchen noch mehr Aufmerksamkeit.

Aktuelle Trends, Studien und Research zur Digitalisierung

Die Digitalisierung erfasst unseren Alltag und die gesamte Wirtschaft ist davon betroffen. Die Geschäftsmodelle ganzer Branchen werden dadurch – teilweise dramatisch – verändert. Auch Banken und Sparkassen können sich diesem Trend nicht entziehen. Studien zu den aktuellen Trends und Entwicklungen in diesem Bereich finden Sie im Bank Blog.

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Die Digitalisierung macht in dem meisten Unternehmen gute Fortschritte. Dies legt eine neue Studie von Capgemini Research nahe, die Aussagen von 1.000 Managern aus aller Welt sammelte. Demnach verfügen heute 60 Prozent der Unternehmen über die notwendigen digitalen Fähigkeiten und 62 Prozent über die Führungskompetenzen, die für eine Umsetzung der digitalen Transformation erforderlich sind.

Im Jahr 2018 lag der Anteil nach Ergebnissen derselben Studie in beiden Bereichen noch bei jeweils 36 Prozent. Alle befragten Branchen verzeichnen demnach Fortschritte. Am besten aber schnitten der Einzelhandel (73 Prozent), die Telekommunikations- (71 Prozent) und Automobilindustrie (69 Prozent) ab.

Digitale Kompetenz schafft Vorteile im Wettbewerb

Um zu verstehen, wie Unternehmen ihre digitalen Fähigkeiten in den vergangenen zwei Jahren weiterentwickelt haben, warfen die Studienautoren einen genaueren Blick auf vier Kategorien:

  • Talent und Organisation
  • Operations
  • Innovation von Geschäftsmodellen
  • Customer Experience

Die Unternehmen, welche bei den digitalen Kompetenzen und Führungsfähigkeiten führend sind, konnten den Abstand zu ihren Wettbewerbern demnach weiter vergrößern. Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung beschleunigt.

Pandemie bessert digitales Know-How

Die Corona-Pandemie hat das digitale Know-how in den Unternehmen gefestigt. Die Manager antworteten enthusiastischer und optimistischer, was den Reifegrad ihrer digitalen Fähigkeiten angeht. Sie haben mehr in die Digitalisierung investiert, neue Technologien eingeführt, sich Zeit genommen, Herausforderungen und Probleme auf dem Weg ins Digitale zu erkennen. Die Fortschritte, die beim Aufbau der notwendigen digitalen Kompetenzen und Führungsfähigkeiten in den letzten zwei Jahren gemacht wurden, seien bemerkenswert.

Besonders geübt in „digitalen Fähigkeiten” und auch in puncto Führungskraft zeigten sich in der Umfrage große Unternehmen mit einem Umsatz von über 10 Milliarden US-Dollar. Etwa 68 Prozent dieser Unternehmen gaben an, dass sie über die erforderlichen digitalen Fähigkeiten verfügen, bei Unternehmen mit weniger als 10 Milliarden US-Dollar Umsatz ist der Anteil mit 55 Prozent deutlich niedriger. 57 Prozent der kleineren Unternehmen sagen, dass sie die erforderlichen Führungskompetenzen haben – was unter dem Gesamtdurchschnitt von 62 Prozent und deutlich dem Anteil von 70 Prozent bei den großen Unternehmen liegt.

Diese Branchen schnitten besonders gut ab

Der Einzelhandel übertrifft im Vergleich mit der Untersuchung des Jahres 2018 alle anderen Branchen: 73 Prozent der befragten Einzelhandelsunternehmen gaben an, über die für die Transformation erforderlichen digitalen Fähigkeiten zu verfügen. Vor zwei Jahren waren dies noch 37 Prozent.

Händler, die die steigende Nachfrage der Verbraucher nach umfassenden Online-Angeboten erkannt und sich stärker auf den E-Commerce ausgerichtet haben, fühlen sich besonders selbstbewusst. An zweiter Stelle folgt die Telekommunikationsbranche mit 71 Prozent (2018: 38 Prozent). Ihr sei es gelungen, angenehme digitale Erlebnisse zu schaffen.

Den größten Zuwachs bei den digitalen Fähigkeiten verzeichnet der Automobilsektor. Er konnte seinen Anteil von 32 Prozent im Jahr 2018 auf nun 69 Prozent steigern. Erhöhte Investitionen in Bereichen wie autonomes Fahren, Mobilität, Elektrifizierung und Konnektivität haben besonders die Innovation der Geschäftsmodelle beschleunigt.

Hindernisse auf dem Weg zur Digitalisierung

Die Studie aus dem Jahr 2018 hatte ergeben, dass der unzureichende Einbezug von Mitarbeitern ein wesentliches Hindernis für die digitale Transformation darstelle. Inzwischen aber haben die Manager gelernt: 2020 waren es 63 Prozent die ihre Mitarbeiter in digitale Projekte einbinden, im Vergleich zu 36 Prozent im Jahr 2018.

Dennoch investieren bislang nur 48 Prozent der Unternehmen in den Aufbau von Soft Skills wie emotionale Intelligenz, Anpassungsfähigkeit und Zusammenarbeit. Das größte Hindernis für eine erfolgreiche digitale Transformation stelle die Unternehmenskultur dar. In einigen Firmen etwa gelten Ideen und Experimente wenig.

Themen der Zukunft: Purpose und Nachhaltigkeit

Die Untersuchung zeigt auch, dass Unternehmen Faktoren wie die Customer Experience, ihre Operations und die Unternehmenstechnologie im Auge behalten müssen. Besonderen Fokus aber sollten sie auf Nachhaltigkeit und den Unternehmenszweck (Purpose) legen. Diese beiden Aspekte als Kernelemente im Unternehmen fest zu verankern, könnte ein wichtiger Schritt für viele Firmen sein.

Besonders Nachhaltigkeit ist für Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen wichtig geworden: Die Menschen interessieren sich für den ökologischen Fußabdruck von Unternehmen, sie beschäftigen sich mit den Auswirkungen des Klimawandels und wollen mit ihrem Handeln etwas bewirken.

Derzeit treiben nur 45 Prozent der Unternehmen Investitionen, Projekte und Engagement im Bereich Nachhaltigkeit voran, wie die aktuelle Umfrage offenlegt. Telekommunikationsunternehmen (59 Prozent) führen den Branchenvergleich an, gefolgt von der Automobilindustrie (55 Prozent), dem Handel (52 Prozent) und dem Bankenwesen (48 Prozent). Versicherungen (35 Prozent) sowie Energie- (33 Prozent) und Konsumgüterunternehmen (31 Prozent) liegen zurück.

Thema der Zukunft: Soziales

Zudem ist Kunden der soziale Aspekt, das gesellschaftliche Engagement eines Unternehmens zunehmend wichtig: 78 Prozent der Verbraucher sind der Meinung, dass Unternehmen über ihre Eigeninteressen hinaus eine größere Rolle in der Gesellschaft spielen müssen.

Um die digitale Transformation weiter voranzutreiben, sollten Unternehmen, so nennen es die Studienautoren, das „Mitarbeiter-Erlebnis neu erfinden”. Eine flexible Belegschaft („Fluid Workforce“) ist ein Punkt, außerdem sei es wichtig, dass die Sozialleistungen an die Herausforderungen des digitalen Zeitalters angepasst sind. Robuste Daten- und Plattformkapazitäten können ebenso helfen wie neue Geschäfts- und Engagement-Modelle. Dann klappt es auch mit digitaler Reife und der nötigen Resilienz, um Krisen sicher zu durchschiffen.

Infografik: Erfolgsrezepte von Unternehmen bei der digitalen Transformation

Die folgende Infografik stellt wichtige Ergebnisse der Studie dar und zeigt, wie Unternehmen ihre digitale Transformation in den letzten zwei Jahren erfolgreich vorangetrieben haben.

Infografik: Erfolgsrezepte von Unternehmen bei der digitalen Transformation.

Wie Unternehmen ihre digitale Transformation erfolgreich vorangetrieben haben.

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Über den Autor

Jannik Wilk

Jannik Wilk ist als freiberuflicher Redakteur für Der Bank Blog tätig. Er ist freier Journalist und Student in Heidelberg.

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