Corona-Pandemie könnte Konsumverhalten dauerhaft verändern

Einkaufs- und Bezahlverhalten der Deutschen im Wandel

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Durch die Corona-Pandemie hat sich das Einkaufs- und Bezahlverhalten der Konsumenten stark verändert. Eine aktuelle Studie nährt die Vermutung, dass diese Veränderungen nachhaltig sein werden.

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Das Einkaufs- und Bezahlverhalten von deutschen Verbrauchern hat sich bedingt durch die Corona-Pandemie deutlich verändert. Eine neue internationale Studie von Paysafe zeigt, dass diese Auswirkungen wohl langfristig Bestand haben könnten.

Das zeigt sich an der Erkenntnis, dass nur fast die Hälfte der Deutschen nach dem Ende der Pandemie wieder genauso oft in Geschäften einkaufen geht wie vor der Pandemie. Gleichzeitig nutzen Kunden zunehmend alternative Bezahlmöglichkeiten, wie beispielweise Digital Wallets und eCash. Für die Studie wurden mehr als 8.000 Verbraucher in Deutschland, Österreich, Großbritannien, Italien, den USA, Kanada und Bulgarien zu ihrem aktuellen Einkaufs- und Bezahlverhalten befragt.

Mehrheit der Deutschen hält an Einkaufsgewohnheiten fest

Obwohl sich das Einkaufsverhalten durch Corona und mehrere Lockdowns im Wandel befindet, halten beinahe alle Deutschen noch immer an ihren ursprünglichen Einkaufsgewohnheiten fest. So kaufen insgesamt 92 Prozent der befragten Verbraucher nach wie vor in Geschäften ein oder holen dort bestellte Ware ab. Hinzu kommt aber, dass sich 64 Prozent der Deutschen bei ihren Einkäufen vor Ort so weit wie möglich einschränken, bis sie geimpft sind.

Aber auch in Deutschland wird sich – insbesondere auf lange Sicht – das Einkaufsverhalten stark verändern. Die Studie zeigt, dass viele Kunden gar nicht mehr in die Läden zurückkehren werden. Nur 48 Prozent – also nicht mal die Hälfte – der deutschen Verbraucher wollen nach dem Ende der Pandemie genauso häufig in Geschäften einkaufen wie vor der Krise.

Eine Vermutung für diese Entwicklung hat auch mit aktuellen Erfahrungen zu tun: 30 Prozent der Deutschen wollen nicht in Geschäften einkaufen, sofern diese den Bezahlvorgang an der Kasse nicht an die Krise angepasst haben und die Kunden dementsprechend gut geschützt sind. Blickt man auf den internationalen Vergleich wird besonders in den USA eine Ablehnung sichtbar: Hier denkt das sogar fast die Hälfte der Befragten mit 47 Prozent.

Alternative Zahlungsmittel werden immer beliebter

Nicht nur das Einkaufsverhalten ändert sich langfristig, sondern auch das Bezahlverhalten: Blickt man auf die Vergleichsergebnisse von vor einem Jahr, zu Beginn des Lockdowns, so zeigt sich, dass alternative Bezahlmittel wie beispielweise eCash noch beliebter geworden sind. 37 Prozent der deutschen Verbraucher geben an, dass sie jetzt vertrauter mit alternativen Online-Bezahlmethoden sind als sie es vor der Corona-Pandemie waren.

Konkrete Erwartungen der Kunden sind auch beim Online-Handel sichtbar: Über die Hälfte mit 58 Prozent gibt an, nur in Online-Shops einzukaufen, wenn dort die bevorzugte Bezahlmethode der Kunden akzeptiert wird. Gerade eCash liegt im Fokus: Insgesamt 28 Prozent der Befragten würden auch online bevorzugt bar zahlen.

Dieses Verhalten spiegelt sich auch bei den Ergebnissen im Hinblick auf eCash und Prepaid-Lösungen im letzten Jahr wider: 14 Prozent der deutschen Kunden haben im Februar des Jahres 2021 online mit einer Prepaidkarte bezahlt, und 13 Prozent mit eCash – in nur einem Monat. Vergleicht man diese Ergebnisse mit denen vom Vorjahr, waren dies deutlich weniger. Ebenfalls beliebt bei deutschen Verbrauchern sind Digital Wallets: 44 Prozent von ihnen nutzten diese Variante.

Gründe für neue Bezahlvorlieben

Möchte man die Gründe für das neue Bezahlverhalten finden, stechen insbesondere zwei Faktoren heraus. Zunächst fühlen sich 54 Prozent der deutschen Verbraucher sicherer, bei einem Kauf im Online-Handel eine Bezahlmethode zu verwenden ohne Konto- oder Kreditkartendetails teilen zu müssen. Noch mehr sind es in den USA – hier geben das sogar 65 Prozent an.

Ein weiterer Grund ist die Sorge vor Betrug. Diese war allerdings vor einem Jahr, zu Anfang der Pandemie, noch stärker ausgeprägt: Im Jahr 2020 waren noch 54 Prozent bereit, jede notwendige Sicherheitsmaßnahme bei Online-Käufen zu akzeptieren, um Betrug zu verhindern. In der diesjährigen Studie sind nur 42 Prozent der Befragten bereit für hohe Sicherheitsmaßnahmen gegebenenfalls den Bezahlkomfort zu opfern.

Zuletzt spielt neben dem Komfort jedoch auch eine bessere Ausgabenkontrolle eine wichtige Rolle bei der Wahl des Bezahlmittels: 28 Prozent der Deutschen geben an Zahlungsmittel zu verwenden, mit denen die eigenen Ausgaben besser kontrolliert werden können.

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Über den Autor

Sophie Conrad

Sophie Conrad ist freie Mitarbeiterin des Bank Blogs. Als Studentin der Medienwissenschaft und Politik, Wirtschaft, Gesellschaft war sie bei dem Westdeutschen Rundfunk in Dortmund tätig und schreibt nun als freiberufliche Autorin, unter anderem für die Dortmunder und Castroper Ruhr Nachrichten.

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