Bundesbank fordert schnelle Basel-III-Verhandlungen

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Der Präsident der Deutschen Bundesbank – Jens Weidmann – hat dazu aufgerufen, die Verhandlungen über eine Reform der globalen Kapitalregeln nicht länger aufzuschieben und das Basel-III-Reformpaket zügig zu verhandeln.

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Im Bankenbrief informiert der Bundeverband Deutscher Banken jeden Tag über aktuelle News und Ereignisse aus der Finanz- und Bankenwelt.

Heute steht das folgende Thema im Blickpunkt:

Weidmann: Basel-III-Verhandlungen rasch wieder aufnehmen

Kurz vor dem G20-Finanzministertreffen in Baden-Baden hat Bundesbank-Präsident Jens Weidmann dazu aufgerufen, die Verhandlungen über eine Reform der globalen Kapitalregeln nicht noch länger aufzuschieben. Die anhaltende regulatorische Unsicherheit belaste die Banken, sagte er heute auf einer Veranstaltung des internationalen Bankenverbandes IIF in Frankfurt. „Eine schnelle Wiederaufnahme der Verhandlungen wäre in unserem gemeinsamen Interesse.“ Um die Verabschiedung des Basel-III-Reformpakets gibt es ein zähes Ringen. Im Kern geht es darum, mit wie viel Eigenkapital die Geldhäuser ihre Geschäfte absichern müssen bzw. wie sie die Eigenkapitalhöhe berechnen. Vor allem Europäer und Amerikaner streiten über diese Frage. Laut Weidmann liegen die Verhandlungen zur Zeit auf Eis, weil die Positionen der US-Chefunterhändler weiter nicht besetzt sind. Er hoffe aber, dass die bevorstehenden Treffen in Baden-Baden und in Basel zu einer Rückkehr an den Verhandlungstisch führen. „Wir für unseren Teil bleiben am Verhandlungstisch und sind zu jeder Zeit bereit, mit den USA nach Gemeinsamkeiten zu suchen“, sagte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret auf einer Tagung der Notenbank. Einen europäischen Alleingang werde es aber sicherlich nicht geben, sollten die USA Basel III nicht einführen.

Weitere Meldungen des Tages

Das war heute ebenfalls von Bedeutung:

Führende Institute erwarten mehr Wachstum in Deutschland

Führende Forschungsinstitute haben ihre Prognosen für das Wachstum der deutschen Wirtschaft angehoben. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erhöhte heute seine Vorhersage für das laufende Jahr von 1,2 auf 1,4 Prozent, das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) geht nun von 1,3 Prozent aus, nach zuvor 1,2 Prozent. Für 2018 erwartet das DIW plus 1,7 Prozent, das RWI 1,8 Prozent und das IWH in Halle 1,6 Prozent Wachstum. Alle drei Institute rechnen 2017 und 2018 mit insgesamt rund einer Million zusätzliche Arbeitsplätze.

Frankfurter TechQuartier soll sich als FinTech-Magnet etablieren

Mit dem TechQuartier (TQ) im Herzen Frankfurts sei eine zentrale Anlaufstelle für die internationale Start-up- und Fintech-Community geschaffen worden. Das sagte TQ-Chef Sebastian Schäfer zu dem neugegründeten Zentrum, das jungen Unternehmern und Gründern eine „Plattform für Innovation“ bieten soll. Jeweils 100.000 Euro stecken Commerzbank, Deutsche Bank, Deutsche Börse, DZ Bank, Helaba und ING-DiBa jährlich ins TQ. Träger sind neben der Goethe-Universität die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen sowie die TU Darmstadt.

Deutsche Kreditwirtschaft nimmt zur 4. EU-Geldwäsche-Richtlinie Stellung

Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) ist seit Einführung der Geldwäschegesetzgebung in Deutschland eine der am intensivsten einbezogenen Adressatengruppen. Insbesondere im Hinblick auf die technische Prävention von Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierung verfügen die Kreditinstitute über weit entwickelte Abwehrsysteme. Zudem gewährleisten sie im Kontakt mit ihren Kunden auf gesetzlicher Grundlage eine flächendeckende und systematische Erhebung von Identifizierungsdaten. Vor diesem Hintergrund erfolgt die Stellungnahme zum Regierungsentwurf eines Umsetzungsgesetzes zur 4. EU-Geldwäsche-Richtlinie vom 22. Februar 2017. Die DK spricht sich nachdrücklich dafür aus, an der bisherigen bewährten risikoabhängigen Behandlung inländischer politisch exponierter Personen (PEP) festzuhalten. Die weiteren Anmerkungen lesen Sie hier:

Meldungen aus einzelnen Bankinstituten

Zu einzelnen Banken und Finanzinstituten gab es heute folgende Meldungen:

  • Nick Jue wird neuer Chef der ING-DiBa
  • Bethmann-Bank-Chef Schmidt tritt zurück
  • Banken-Zusammenschluss in Österreich am Samstag
  • Spanien will gerettete Banken fusionieren

Was am Donnerstag wichtig wird

Am Donnerstag stehen u.a. folgende Themen auf der Finanz-Agenda:

  • Die Bank of England gibt ihre Zinsentscheidung bekannt und nimmt zu ihrem weiteren geldpolitischen Kurs Stellung.
  • Auch die Bank of Japan veröffentlicht ihren Zinsbeschluss.
  • Auf dem Frankfurter Börsenparkett wird der 3. „Tag der Aktie“ veranstaltet.
  • Die Deutsche Bundesbank stellt ihren neuen 50-Euro-Schein vor, der am 4. April in Umlauf kommt.
  • In München legt die BayernLB ihre Bilanz für 2016 vor.
  • In Berlin treffen sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und US-Finanzminister Steven Mnuchin vor dem G20-Finanzministertreffen (17./18. März) in Baden-Baden.
  • Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) veranstaltet eine Konferenz zur IT-Aufsicht der Banken.
  • BaFin-Präsident Felix Hufeld spricht im weiteren Verlauf des Tages zum Thema: „Finanzregulierung in Europa – Wissenschaft oder Kunst?“

Über den Autor

Bankenverband

Der Bundesverband deutscher Banken ist die Stimme der privaten Banken. in Deutschland: Als wirtschaftspolitischer Spitzenverband bündelt, gestaltet und vertritt er die Interessen des privaten Kreditgewerbes und ist Mittler zwischen den privaten Banken, Politik, Verwaltung, Verbrauchern und Wirtschaft.

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