Die Banken mit der höchsten digitalen Kompetenz 2022

So weit sind die Finanzinstitute der DACH-Region mit der Digitalisierung

Abonnieren Sie den kostenlosen Bank Blog Newsletter

Welche Bank hat ihre Hausaufgaben gemacht, welche ruht sich auf ihren Lorbeeren aus? Eine aktuelle Studie prüft die Digitalkompetenz von Banken aus der DACH-Region. Es zeigt sich: Deutschland, Österreich und Schweiz können international mithalten.

Aktuelle Trends, Studien und Research zur Digitalsierung im Bereich Finanzdienstleistung

Der Trend zur Digitalisierung hat unseren Alltag und die Unternehmenswelt nachhaltig verändert. Banken und Sparkassen werden später als andere Branchen erfasst, aber nicht weniger heftig. Im Bank Blog finden Sie aktuelle Studien zu diesem wichtigen Thema.

Partner des Bank Blogs

Business-DNA Solutions ist Partner des Bank Blogs

Die österreichische Unternehmensberatung Finnoconsult erstellt jedes Jahr ein Ranking, das die digitale Kompetenz von europäischen und nordamerikanischen Banken vergleicht. Für die Benchmarking-Studie untersuchte Finnoconsult rund 220 Institute – 71 davon aus der DACH-Region, 30 aus Deutschland. Wer auf welchem Listenplatz landete, entschieden 300 Kriterien in zwölf Kategorien, zum Beispiel „Website“, „Online-Banking“, „Mobile App(s)“, „Social Media“, „Preistransparenz“, „Innovation“ oder „Nachhaltigkeitsagenda“.

Welche Bank hat in Deutschland die Nase vorn?

Spitzenreiter innerhalb Deutschlands ist in diesem Jahr die Sparda-Bank BW (7,22 Punkte). Im internationalen Vergleich erreichte sie den bemerkenswerten fünften Platz. Viel dazu beigetragen habe die Attraktivität, die die Sparda-Bank auf Neukunden habe. Die Vorteile, Kunde der Sparda-Bank zu werden, seien übersichtlich dargestellt. Die Online Services seien gut beschrieben und einfach zu finden. Zudem könne die Kontoeröffnung direkt von der Startseite initiiert werden. Außerdem biete die App der Sparda-Bank BW für Mobiles Banking, TEO, mittlerweile viele hilfreiche Funktionen.

Die Sparda-Bank BW sei auch ein gutes Beispiel dafür, dass einige traditionelle Banken in den vergangenen Monaten viel Aufwand betrieben hätten, ihre digitale Performance zu steigern. Schließlich sei die Sparda-Bank BW im Vorjahresranking noch auf Platz 19 gelandet.

Auf Platz zwei folgt die Hamburger Sparkasse. Platz drei belegt die Deutsche Postbank, Platz vier die ING, Platz fünf die Deutsche Bank.

Das Ranking innerhalb der DACH-Region

Wie steht Deutschland im Vergleich zu Österreich und der Schweiz da? In der Top 10 des DACH-Raums belegen deutsche Banken sechs Plätze. Österreich ist mit drei Banken vertreten.

Eine österreichische Bank ist es auch, die das DACH-Ranking anführt: Die Erste Bank Österreich belegt mit 7,36 Punkten den Spitzenplatz (international: Platz zwei). Sie könne mit hoher Attraktivität für Neukunden sowie gutem Loyalty- und Ökosystem punkten, wie es in der Studie heißt. Zusätzlich überzeuge sie bei Innovation und Nachhaltigkeitsagenda mit dem hauseigenen „sLab“, mit dem Kunden das Angebot gemacht wird, Ideen in die Produktentwicklung einzubringen.

Digitale Kompetenz: Die Top 10 Banken in der DACH-Region

Die Top 10 Banken beim Thema Digitale Kompetenz.

Die Schweizer Banken seien in den Top 10 des DACH-Raums zwar unterrepräsentiert, hätten aber im internationalen Ländervergleich mit Platz 6 im oberen Viertel gut abgeschnitten, wie die Studienautoren schreiben.

Neo-Banken verzetteln sich – allen voran der Absteiger N26

Doch es gibt auch Negativbeispiele. Insbesondere die Neo-Banken hätten sich in ihren Bemühungen verzettelt, wie es in der Studie heißt. Die Berliner Neobank N26, die im Vorjahr noch den ersten Platz (6,88 Punkte) innehatte, ruhte sich offenbar auf ihren Lorbeeren aus und schafft es in diesem Jahr nur auf Rang 17 (-0,94 Punkte).

N26 war in den vergangenen Jahren rasch gewachsen und kämpft nun an vielen Fronten, vor allem aber mit der Profitabilität. Um am Markt bestehen zu können, hat die Bank das Produktangebot weiter ausgebaut. Dies sei jedoch, wie die Studienautoren meinen, deutlich zulasten der Übersichtlichkeit und der Preistransparent gegangen. Zudem sei die Chat-Funktion eingestellt worden, was die ohnehin begrenzten Möglichkeiten, mit der Bank Kontakt aufzunehmen, erschwere.

Deutsche Banken im internationalen Vergleich

Die deutschen Banken schnitten im internationalen Vergleich ordentlich ab: In der weltweiten Top 10 finden sich fünf Sparkassen aus Deutschland. Globaler Spitzenreiter ist – wie im Vorjahr – die polnische Bank PKO Bank Polski (7,40 Punkte). Vor allem beim Online-Marketing und der Preis-Transparenz schneide sie noch besser als die Sparda Bank BW, wie die Studienautoren schreiben.

Im Ländervergleich stehen auf dem Treppchen: Polen (Platz 1), Slowakei (Platz 2) und Tschechien (Platz 3). Unter den Bankengruppen fällt die Erste Group auf. Sie vereint drei internationale Top-5-Platzierungen auf sich.

Diese Schwerpunkte setzen deutsche Banken

Bei welchen Themen engagieren sich die Banken aus Deutschland besonders? In der Studie zeigt sich: Langfristige Kundenbeziehungen werden wichtiger. 97 Prozent aller analysierten deutschen Banken bieten Initiativen zur Kundenbindung an. Teilweise sehe man ausgeprägte Ökosystem-Angebote wie etwa bei der Sparda Bank BW, wie die Studienautoren schreiben.

Auch wichtig: Das Trend-Thema „Nachhaltigkeit“. 47 Prozent der deutschen Banken setzen auf klimafreundliche Initiativen, die Produkte oder Beiträge von Mitarbeitern einschließen – auf internationaler Ebene liegt der Schnitt bei 29 Prozent. Die deutsche Vorzeige-Bank im Bereich Nachhaltigkeit sei aktuell die ING, wie es in der Studie heißt. Sie hebe schon auf ihrer Startseite nachhaltige Produkte und Services gut erkennbar hervor und stelle ausführliche Informationen darüber bereit.

Zudem sind die Banken über ihre digitalen Kanäle immer besser zu erreichen – 67 Prozent der untersuchten Institute hätten entsprechende Initiativen auf ihren Websiten.

An einigen Stellen sollten deutsche Banken nachjustieren, so etwa beim Gewinn von potenziellen Neukunden. Zwar sei der durchschnittliche Wert von 17 Prozent im vergangenen Jahr auf 27 Prozent gestiegen – verglichen mit dem internationalen Durchschnitt von 38 Prozent hinke man aber hinterher, wie die Studienautoren schreiben.

Premium Abonnenten des Bank Blogs haben direkten kostenfreien Zugriff auf die Bezugsinformationen zu Studien und Whitepapern.

Sie sind bereits Abonnent? Hier geht es zum Login
 

Noch kein Premium-Leser?
Premium Abonnenten des Bank Blogs haben direkten Zugriff auf alle kostenpflichtigen Inhalte des Bank Blogs (Studienquellen, E-Books etc.) und viele weitere Vorteile.

>>> Hier anmelden <<<

Neu: Tagespass Studien
Sie wollen direkten Zugriff auf einzelne Studien, aber nicht gleich ein Premium-Abonnement abschließen? Dann ist der neue Tagespass Studien genau das richtige für Sie. Mit ihm erhalten Sie für 24 Stunden direkten Zugriff auf sämtliche Studienquellen.

>>> Tagespass Studien kaufen <<<


Ein Service des Bank Blogs
Der Bank Blog prüft für Sie regelmäßig eine Vielzahl von Studien/Whitepapern und stellt die relevanten hier vor. Als besonderer Service wird Ihnen die Suche nach Bezugs- und Downloadmöglichkeiten abgenommen und Sie werden direkt zur Anbieterseite weitergeleitet. Als Premium Abonnent unterstützen Sie diesen Service und die Berichterstattung im Bank Blog.

Über den Autor

Jannik Wilk

Jannik Wilk ist als freiberuflicher Redakteur für Der Bank Blog tätig. Er ist freier Journalist und Student in Heidelberg.

Vielen Dank fürs Teilen und Weiterempfehlen


Mit dem kostenlosen Bank Blog Newsletter immer informiert bleiben:

Anzeige

Kommentare sind geschlossen

Bank Blog Newsletter abonnieren

Bank Blog Newsletter abonnieren