Die 10 Institute mit der besten Reputation in der Corona-Krise

Welche Kreditinstitute die Pandemie am besten genutzt haben

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Die Corona-Pandemie ist nicht nur Krise, sondern auch Chance. Gerade für Kreditinstitute. Denn sie sind es, die den Menschen und der Wirtschaft durch die Krise helfen. Ein Ranking zeigt die zehn Institute, welche die Pandemie für ihre Reputation am besten nutzen konnten.

Einige Banken sind Gewinner in der Corona-Krise

Während der Corona-Krise konnten einige Institute ihre Reputation verbessern.

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Wenn es darum geht, wie schlimm die Corona-Pandemie für die Menschen ausgeht, kommt den Banken und Sparkassen eine zentrale Rolle zu. Sie sind es, die Brücken bauen, damit Ratenkredite und Hausfinanzierungen nicht platzen. Sie sorgen für Liquidität, die die Unternehmen über Wasser halten. Und sie haben dafür gesorgt, dass die Geldversorgung nicht gefährdet war – was eine Panikstimmung in der Bevölkerung deutlich verstärkt hätte.

Aus Reputationsgesichtspunkten ist die Corona-Krise eine Sternstunde für die Kreditwirtschaft, denn sie kann – positiv – unter Beweis stellen, dass sie systemrelevant ist und diese Herausforderung meistert. Vor der Pandemie schwang noch ein bitterer Beigeschmack mit, wenn Kreditinstitute ihre Systemrelevanz herausgestellt haben, in Erinnerung an Billionen schwere Rettungspakete in der Finanzkrise, die bis heute zahlreiche Staatshaushalte belasten.

Gewinner der Corona-Krise

Doch welchen Instituten ist es gelungen, diesen Steilpass in der Reputation tatsächlich zu verwandeln? Um das zu ermitteln, hat das IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung die Kommunikation über 20 Kreditinstitute (6 Sparkassen, 4 Volksbanken, 3 Sparda-Banken und 7 klassische Kreditinstitute) in mehreren Millionen Internetquellen im deutschsprachigen Web in der Zeit von April bis Juni 2020 untersucht – also in der Hochzeit des ersten Lockdowns. Analysiert wurden 91.000 Aussagen zu den 20 Banken und Sparkassen.

Top 10 – die höchsten Anteile der Corona-Berichte an der gesamten Medienresonanz

Dabei fällt auf, dass die Hamburger Sparkasse den höchsten Anteil Corona-bezogener Beiträge hat, gefolgt von Postbank und Deutscher Bank. Die Hanseaten haben damit am stärksten darauf gesetzt, ihr Engagement für die Hamburger und für die Hamburger Wirtschaft herauszustellen.

Die Top 10, gemessen an de Medienresonanz sind:

  1. Hamburger Sparkasse (19 Prozent)
  2. Postbank (15 Prozent)
  3. Deutsche Bank (10 Prozent)
  4. Commerzbank (9 Prozent)
  5. Hypo Vereinsbank (8 Prozent)
  6. Santander Consumer Bank (7 Prozent)
  7. Stadtsparkasse München (7 Prozent)
  8. Dortmunder Volksbank (6 Prozent)
  9. Sparkasse Köln Bonn (5 Prozent)
  10. Berliner Volksbank (5 Prozent)

Top 10-Ranking der Institute mit der besten Reputation in der Corona-Krise

Aus der Werbewirkungsforschung ist bekannt, dass im Durchschnitt eine Botschaft sieben Mal von einem Menschen wahrgenommen werden muss, damit sie erinnert wird. Nur Botschaften, an die wir uns erinnern, wirken nachhaltig auf die Reputationswahrnehmung ein. Wer diese Erkenntnis vor Augen hat, versteht unmittelbar die große Wirkung der Corona-Kommunikation der Hamburger Sparkasse auf ihre Reputation im Untersuchungszeitraum. Den Hamburgern ist es tatsächlich durch den sehr starken Fokus auf ihr Engagement in der Pandemie gelungen, sich an die Spitze des Reputationsrankings zu setzen.

Die Top 10 mit der  besten Reputation in der Corona-Krise (auf einer Skala von 0 bis 100) sind:

  1. Hamburger Sparkasse (53 Punkte)
  2. Nassauische Sparkasse (48 Punkte)
  3. Postbank (48 Punkte)
  4. Deutsche Bank (44 Punkte)
  5. Dortmunder Volksbank (43 Punkte)
  6. Targobank (42 Punkte)
  7. Sparda-Bank West (41 Punkte)
  8. Sparkasse Hannover (41 Punkte)
  9. Stadt- und Kreissparkasse Leipzig (40 Punkte)
  10. HSBC Trinkaus & Burkhardt

Krisen sind Chancen für die Reputation

Bei dieser Reputationsanalyse liegt der Fokus auf einem kurzen Zeitraum, in dem besondere Umstände geherrscht haben. Über längere Zeiträume hinweg wird sich das Reputationsniveau wieder nivellieren. Die Analyse zeigt aber auch, dass Kreditinstitute durchaus Chancen haben, aktiv ihre Reputation aufzubauen. Dabei sollte dieses Thema nicht unterschätzt werden, denn die Reputation steht für die „Licence to operate“, also für die gesellschaftliche Akzeptanz des Geschäftsmodells von Banken und Sparkassen. Einbrüche in der Reputation hat die Branche mit einschneidenden Regulierungen in den letzten Jahren bezahlt.

Das IMWF ermittelt täglich die aktuelle Reputation für die wichtigsten Kreditinstitute in Deutschland. Wer dies kennenlernen möchte, kann sich für ein persönliches Webinar unter Info@IMWF.de melden.

Über den Autor

Jörg Forthmann

Jörg Forthmann ist Geschäftsführender Gesellschafter der Kommunikationsberatung Faktenkontor. Das Faktenkontor hat sich auf die Unternehmens- und Vertriebskommunikation spezialisiert und betreut eine Reihe namhafter Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister. Auf Basis von fundierten Analysen entwickelt die Beratungsgesellschaft Handlungsempfehlungen für ihre Mandanten. Forthmann hat Wirtschaftsingenieurwesen studiert und das journalistische Handwerk im Axel-Springer-Verlag erlernt. Bei der Nestlé Deutschland AG arbeitete er in der Unternehmenskommunikation. Nach einem Wechsel als Pressesprecher zur Unternehmensberatung Mummert Consulting gründete er die Pressestelle des Hauses als PR-Beratung aus. Aus dieser Ausgründung ist das heutige Faktenkontor mit 30 Mitarbeitern in Hamburg, Frankfurt und Berlin entstanden.

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