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3 Missverständnisse im Umgang mit Veränderungen

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Führung, Innovation und Change

Führung Innovation und Change in Banken und Sparkassen

Pixelio.de / Gerd Altmann

Auch für Banken ist Innovationskraft eine der wichtigsten strategischen Herausforderungen unserer Zeit. Führungskräften sind oft unterschiedlicher Auffassung darüber, wie sie entwickelt werden kann und welche Herausforderungen dabei zu bewältigen sind.

In diesen Tagen wird fast in jedem Unternehmen über die Notwendigkeit von Innovationen diskutiert. Es gibt keinen CEO, der im Gespräch mit mir über die strategischen Erfolgsfaktoren seines Unternehmens nicht auch das Thema „Steigerung der Innovationskraft“ erwähnt. Jede Regierung behauptet, Innovation sei einer der wichtigsten wirtschaftlichen Einflussfaktoren. Das Thema „Innovation“ ist „in“. Und natürlich macht dies auch Sinn! In einem meiner Artikel beschrieb ich den Unterschied zwischen der Fokussierung auf nachhaltige Wertschaffung im Vergleich zu kurzfristigem finanziellem Wachstum und wie letzteres den zukünftigen Erfolg eines Unternehmens gefährden kann. Es ist klar, dass Innovationen unerlässlich für die Wertschöpfung geworden sind. Mehr als je zuvor wird die Innovationskraft zu einem bedeutenden Unterscheidungsmerkmal zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen Unternehmen.

Der Punkt ist, es wird so viel über Innovation gesprochen und diskutiert, dass ich mich manchmal frage, ob wir wirklich alle über die gleiche Sache reden? Was meinen wir eigentlich, wenn wir von Innovation sprechen? Bringen wir die Dinge vielleicht manchmal durcheinander? Und welche Unternehmen sind wirklich innovativ? Was unterscheidet erfolgreiche Innovatoren von anderen? Diese Gedanken veranlassten mich, diesen Artikel zu schreiben. Ich glaube, es gibt eine Reihe von falschen Vorstellungen über das, was Innovation wirklich ist und was von Führungskräften verlangt wird, um tatsächlich ein Unternehmen zu Innovationen anzutreiben.

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Drei grundlegende Missverständnisse ragen dabei heraus:

1. Innovation ist ein Synonym für Wandel

Es gibt viele Definitionen von Innovation. Hier eine kleine Auswahl:

  • „Der Akt etwas Neues einzuführen“ (The American Heritage Dictionary)
  • „Eine neue Idee, Methode oder Gerät“ (Webster online)
  • „Veränderung, die neue Dimension des Erfolgs schafft“ (Peter Drucker)

Innovation zu schaffen bedeutet, etwas Neues auf den Markt zu bringen. Innovationen können Produkte, Prozesse, Methoden oder Dienstleistungen betreffen. Jede Innovation ist per Definition auch eine Veränderung. Aber der Umkehrschluss ist nicht zwingend zulässig. Nicht jede Veränderung in oder an einem Produkt, Verfahren oder einer Dienstleistungen ist innovativ. Innovation findet sich fast immer außerhalb dessen, was wir kennen, außerhalb unserer Komfortzone! Und das macht es anders. Allzu oft werden Innovations- und Veränderungsinitiativen durcheinander geworfen. Viele Veränderungsprozesse sind tatsächlich auf Verbesserungen ausgerichtet und basieren auf Wissen und Beispielen, die bereits auf dem Markt vorhanden sind (Best Practices, Benchmarks, Piloten) und sind daher nicht innovativ. Echte Innovation erfordert von einer Firma, voran zu gehen, dorthin zu gehen, wo niemand zuvor gewesen ist; ein Führer zu sein und kein Mitläufer oder Verfolger.

2. Innovation ist ein Geschäftsziel wie jeder andere

Innovation steht nicht auf der jährlichen Liste der Unternehmensziele für die kommenden 12 Monate. Studien zeigen, dass erfolgreiche Innovation vom Grad der strategischen Ausrichtung und Harmonisierung in einer Organisation abhängig ist: Harmonisierung der Unternehmensstrategie mit der Innovationsstrategie und der Unternehmenskultur (siehe dazu eine aktuelle Studie). Innovationskraft ist daher mehr als nur ein Unternehmensziel. Sie ist von grundlegender Bedeutung. Sie erfordert eine spezifische Innovationsstrategie und –kultur und basiert auf einem vertieften Verständnis für externe Entwicklungen und die Art und Weise wie wir unsere Strategie daraufhin anpassen, welche Teile des Geschäfts innovativ sein müssen (Produkte, Dienstleistungen, Prozesse, Systeme), wie wir unsere Qualitäten und Kompetenzen für Innovationen nutzen können, welche Kompetenzen fehlen und welche wir entwickeln müssen, wie wir mit Trial & Error und Misserfolg umgehen, wie wir die Art und Weise, in Teams zu arbeiten verändern und wie wir Ressourcen neu allokieren und fokussieren. Und sie ist enorm abhängig von der Leistung der Unternehmensführung die Vergangenheit hinter sich zu lassen (siehe dazu auch meinen früheren Beitrag „Die Kraft des Loslassens„).

3. Eine Innovationskultur ist etwas, was Sie von erfolgreichen innovativen Unternehmen kopieren können

Lassen Sie uns einen genauen Blick darauf werfen, wie erfolgreiche Unternehmen Innovation gemeistert haben und das gleiche tun. Falsch! Das zu tun, was andere tun, ist nicht innovativ! Sie können Lektionen von anderen lernen, aber Sie müssen diese in Ihre eigene Realität umzusetzen. Unternehmen sind einzigartig, weil die Menschen darin einzigartig sind. Erfolgreiche Innovationen zu schaffen erfordert eine Unternehmenskultur, die auf Ihre spezifische Innovationsstrategie ausgerichtet ist und auf transparenten Werten, Regeln und Richtlinien beruht und die innovationsorientiertes Verhalten in Einklang mit dieser Strategie fördert. Aufbauend auf Menschen, die eine innovative Grundeinstellung haben, die spezifisch die Realitäten und Herausforderungen Ihres Unternehmen ist. Unnötig zu sagen, dass die Führungskräfte (ab C-Level), ihr Führungsstil und ihr Führungsverhalten wichtig wenn nicht entscheidend sind für die Schaffung und Förderung einer solchen Kultur.

Bitte bringen Sie Ihre Ideen und Erfahrungen in die Diskussion ein. Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

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Über den Autor

Aad Boot

Aad Boot ist Gründer und Managing Partner von HRS - Business Transformation Services. Er ist davon fasziniert, Führungskräfte zu erleben, die Erfolge durch die richtige Ausrichtung von Menschen schaffen. Er ist international tätiger Unternehmensberater, Moderator, Coach und Keynote-Speaker. Er berät, unterstützt und coacht Führungskräfte und Führungsteams internationaler Organisationen, bevorzugt in komplexen multikulturellen Umgebungen, wie man erfolgreich Veränderungen managt und damit den Geschäftserfolg ausweiten kann.

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3 Kommentare

  1. Schöner kurzer Überblick zu den Mißverständnissen. Punkt 3 gilt übrigens nicht nur bei der Innovationskultur. Auch im Marketing funktionieren die Dinge, die mal überraschend und treffischer waren, natürlich nicht mehr, wenn es alle nachmachen wollen. Das ist die Crux aller (Marketing)Autoren. Sie beschreiben häufig etwas, das historisch relevant war, aber aktuell einfach nicht mehr wirklich funktioniert.

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