Das sind die größten Herausforderungen der Wirtschaft

Unternehmen müssen die richtigen Prioritäten setzen

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Theoretisch ist es eine Binsenweisheit: Manager müssen die Prioritäten richtig setzen. Praktisch ist es aber nicht so einfach. Eine aktuelle Studie zeigt, was auf kurz und lang die wichtigsten Aufgaben der Wirtschaft sind.

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Welche Prioritäten setzen Unternehmen derzeit? Was sehen sie als kurzfristige Aufgaben – und was hat vermeintlich noch ein bisschen Zeit? Die Unternehmensberatung Roland Berger hat nachgefragt. 100 mehrheitlich börsennotierte Betriebe aus Deutschland, Österreich und Schweiz haben ihr geantwortet.

Kurzfristige vs. langfristige Herausforderungen

Auf der einen Seite steht das, was die Firmen derzeit als kurzfristige Aufgabe und Probleme sehen: Hier nannten 66 Prozent der befragten Führungskräfte Risiken in der Lieferkette. 58 Prozent gaben eine erhöhte Volatilität in den Absatzmärkten an. 33 Prozent achten kurzfristig auf die Forcierung bereits eingeleiteter Maßnahmen. 19 Prozent erwähnten die Sicherung der Liquidität.

Und was haben die Firmen auf dem Schirm, meinen aber, dass es noch Zeit hat? Langfristig wollen 65 Prozent der Betriebe auf die Anforderungen nachhaltiger Konzepte achten. 63 Prozent sehen Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung. 61 Prozent wollen auf die unternehmenseigene Flexibilität und Agilität achten. 60 Prozent möchten die Anforderungen an das Personalmanagement überdenken. Und 37 Prozent wollen auf lange Sicht die Wettbewerbsstruktur umgestalten.

Kurz- und langfristige Herausforderungen von Unternehmen

Kurz- und langfristige Herausforderungen von Unternehmen.

 Nicht jedes Unternehmen stürzt sich in die Arbeit

Die Bereitschaft für Umbauarbeiten falle in den Chefetagen der Wirtschaft jedoch recht unterschiedlich aus, wie die Autoren der Untersuchung betonen. Die eine Hälfte der befragten Unternehmen habe sich in den vergangenen Monaten strategisch neu aufgestellt: Am erfolgreichsten waren sie eigener Aussage nach bei der Neuausrichtung des Geschäftsmodells, in der Reorganisation der Unternehmensstruktur, bei Nachverhandlungen mit Kunden und Lieferanten sowie bei der Optimierung des Supply-Chain-Modells und Transaktionen.

Diese Umfrage-Teilnehmer sind es wohl auch, die angaben, aktuell deutlich besser dastehen als noch vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie: Sie meinen, strategisch (66 Prozent), finanziell (80 Prozent) und in ihrer operativen Leistungsfähigkeit (91 Prozent) einen besseren Stand zu haben.

Der Rest der befragten Betriebe sei im Umkehrschluss entweder untätig geblieben, habe die falschen Maßnahmen ergriffen oder diese unzureichend eingeleitet. Für die kommenden Jahre verheiße das nichts Gutes, wie die Studienautoren kommentieren: Im Falle einer neuerlichen Krise dürfe diese „Gruppe der Zögerlichen“ rasch in die Bredouille geraten.

Die Automobilindustrie könnte vielen Unternehmen ein Vorbild sein

Um zu verdeutlichen, wie sehr sich die Umfrage-Teilnehmer unterscheiden, ziehen die Studienautoren die Automobilindustrie heran: Obwohl sie nur 15 Prozent der Befragten stellte, habe sie deutlich mehr Bereitschaft zu Performance-Verbesserungen gezeigt als im Gesamtdurchschnitt aller Branchen. Beispielsweise arbeiten Automobilunternehmen im Schnitt energischer am Umbau ihres Lieferketten-Modells oder der Reorganisation der Unternehmensstruktur – Bereiche, die nach Angaben der Umfrageteilnehmer auch in nächster Zeit zu den gewichtigsten Aufgaben zählen.

Die Vorreiterrolle der Automobilkonzerne sei zum Teil dem starken Wettbewerbsdruck und dem hohen Bedarf an Transformation der Branche, wie es in der Studie heißt. Sie zeige aber auch, dass über kurz oder lang kein Weg an umfassenden Verbesserungsmaßnahmen vorbeiführe.

Fünf Maßnahmen zur betrieblichen Leistungsmaximierung

Die Studienautoren meinen: Unternehmen, die sich bisher zurücklehnten, sollten rasch Maßnahmen ergreifen – ansonsten drohten sie, den Anschluss an die Spitze zu verlieren. Man empfehle den Betrieben deshalb fünf Maßnahmen:

  • Anpassung der Geschäftsstrategie
  • Reduktion der Komplexität der Organisationsstruktur
  • Ausschöpfen des Potenzials neuer digitaler Technologien
  • Berücksichtigung transaktionaler Lösungen
  • Professionalisierung des Implementierungs- und Personalmanagements

Verfolgen die Betriebe diese Schritte, sollten sie weiterhin im Rennen sein – selbst angesichts eines schwierigen Marktumfelds und einer verschärften Wettbewerbssituation.

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Über den Autor

Jannik Wilk

Jannik Wilk ist als freiberuflicher Redakteur für Der Bank Blog tätig. Er ist freier Journalist und Student in Heidelberg.

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