Wie die Evangelische Bank mit virtuellen Konten Kundenprobleme löst

Warum Kunden in Zukunft nur noch ein einziges Bankkonto benötigen

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Unternehmen führen traditionell viele Bankkonten mit einem hohen Verwaltungsaufwand für Cash Management und Account Management. Virtuelle Konten versprechen hier deutliche Effizienzgewinne.

Virtuelle Bankkonten bringen Effizienzvorteile für Kunde und Bank

Vielfältige Vorteile von virtuellen Bankkonten.

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Virtuelle Konten sind nicht wirklich neu. Nichtsdestotrotz führten Sie in der Vergangenheit einen Dornröschenschlaf. Dies wird sich in Zukunft ändern, denn mit dem Aufkommen neuer Anbieter und Techniken für die Verarbeitung von Zahlungen, ergeben sich deutlich interessantere Nutzungsmöglichkeiten.

Zuallererst, wie funktioniert ein virtuelles Konto? Kunden besitzen ein Kontokorrentkonto bei ihrem Kreditinstitut. Im genossenschaftlichen Sektor sind Kreditinstitute in der Lage, diesen „physischen“ Konten, virtuelle Konten „vIBAN“ zuzuordnen. Diese virtuelle IBAN können Kunden nun an externe Stakeholder, wie Lieferanten aber auch Lastschriftgläubiger vergeben, welche auf diese Konten aktive Zahlungen (Lastschrifteinzüge/Überweisungen) erzeugen können. Ein prominentes Beispiel sind Spendenkonten, welche große Spendenorganisationen für Ihre Weihnachtsspenden oder Anlassbezogen verwenden. Diese Konten sind in der Regel sehr einfach gehalten (Bsp. 500500500)

Welchen Vorteil bieten virtuelle Konten?

Virtuelle Konten bieten insbesondere vier Vorteile:

  1. Kunden benötigen keine erneute Kontoeröffnung, sondern können sich hunderte IBANS auf einmal erzeugen lassen und auf Ihre Zwecke verteilen. Warum nicht jeweils eine IBAN auf eine Kostenstelle verteilen?
  2. Kunden können die Kontonummer in gewissen Grenzen selbst bestimmen.
  3. Vollmachten müssen nur auf dem einen „physischen Konto“ geregelt werden.
  4. Kunden erhalten ein Echtzeit-Cashpooling, da alle Zahlungen auf einem Konto konzentriert werden. So können Einkaufs- sowie Zinsvorteile gehoben werden.

Warum also hat die Branche diese Vorteile nicht schon früher genutzt? Weil die Endverarbeitung in ein Frontend in der Buchhaltung fehlte. Hier bedienen wir uns heute unseres Partners, welcher schon vor zwanzig Jahren erkannt hat, welches Potenzial die Virtualisierung der Kontoführung bietet. FIO Systems AG bietet eine webbasierte Lösung zur Verwaltung von virtuellen Konten, welche selbst im sensiblen Treuhandkontenbereich, aufgrund seiner zertifizierten Revisionskonformität adressatengerecht und dezentral genutzt werden kann. In Zusammenspiel mit den virtuellen Konten der Kreditinstitute und der Verwaltungsplattform, ergeben sich innovative Nutzungsmöglichkeiten im Cash Management.

So kann eine einhundertprozentige Zuordnung von Zahlungen erreicht werden, da die virtuelle IBAN der jeweiligen Kostenstelle oder dem einzig zugeordneten Empfänger entspricht. Kunden müssen keine manuellen Tätigkeiten mehr bei der Zuordnung von offenen Posten im Bankabgleich durchführen und können ihre Arbeitszeit effektiver einsetzen.

Eine andere interessante Option wäre die Verwendung in der Warenwirtschaft oder auch der Spesenabrechnung in Verbindung mit einer Kreditkarte.

Virtuelle Konten in der Praxis der Evangelischen Bank

Bei der Evangelischen Bank setzen wir uns für eine nachhaltig lebenswerte Gesellschaft ein und möchten all unseren Kunden den Zugang zu solch innovativen Lösungen bieten. Deshalb bieten wir für das Liquiditätsmanagement unseren Kunden eine hoch professionelle und absolut adressatengerechte Beratung an, in welcher wir den Mehrwert solcher Lösungen aufzeigen.

Ein Beispiel hierfür sind die virtuellen Mietkautionskonten mit angeschlossener Verwaltung. Eine Mietkaution eröffnen unsere Kunden nun binnen zwei Minuten und rechnen diese Fallabschließend binnen einer Minute ab. Damit lösen wir das Problem, dass Mietkautionen manuell mit der Bank eröffnet werden müssen, Schließungen und Umbuchungen manuellen Aufwand und Schriftverkehr zwischen den handelnden Personen erzeugen und damit ein hoher Zeitverzug und Arbeits- bzw. Kontrollaufwand einhergeht.

Aber auch Treuhandkonten wie z.B. Schulgirokonten sind eine sehr sinnvolle Lösung, wenn es heißt, Treugebern ein eigenes Konto zur Verfügung zu stellen. Lehrer müssen in diesem Fall kein Bargeld mehr sammeln und nicht Ihre eigenen Konten für die Klassenkasse zur Verfügung stellen. Die Konten werden von der Klasse in allen Klassenebenen mitgenommen und bedürfen keines besonderen Managements. Sobald Auszahlungen oder Überweisungen für Aktivitäten anstehen, werden diese nachvollziehbar über die Verwaltungsplattform, auch für Dritte wie z.B. Eltern, dargestellt.

Einrichtungen der Eingliederungshilfe (Menschen mit Behinderung) können Ihren Mandanten Taschengeldkonten zur Verfügung stellen, welche auch von den gesetzlichen Betreuern überwacht werden können.

Vereine können ihre Mitgliederkonten hierüber verwalten und jedem Mitglied eine eigene IBAN oder aber auch einen bestimmten Zweck zuweisen.

Innovationskraft setzt Vernetzung voraus

Weitere Anwendungsfälle, wie beispielsweise eine virtuelle Rücklagenverwaltung im Vermögensmanagement, sind vorstellbar und werden ganz nach den individuellen Bedürfnissen unserer Kunden entstehen und damit Mehrwerte schaffen. Hier gilt es für uns als Bank immer die richtigen Fragen zu stellen und die Themen mit viel Leidenschaft gemeinsam mit unseren Partnern umzusetzen.

Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Wir glauben fest an die Innovationskraft von Banken und FinTechs, wenn sie sich miteinander vernetzen und sich gegenseitig als Partner auf Augenhöhe verstehen. So gestalten wir gemeinsam eine nachhaltig lebenswerte Zukunft, können unsere Stellung im Markt behaupten und ausbauen. Wir freuen uns auf viele neue Entwicklungen und werden diese weiterhin mit viel Elan vorantreiben.

Über den Autor

Peter Schwarz

Peter Schwarz ist Leiter Kundenbetreuung Liquiditätsmanagement bei der Evangelische Bank e.G.. Der Bankfachwirt und Financial Advisor HealthCare (Frankfurt School) blickt auf langjährige Erfahrung im Bankgeschäft und Cash Management zurück und war zuvor bei der Deutschen Bank Senior Spezialberater Zahlungsverkehr.

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