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Enterprise Architecture Management – Die große Konstante in einer veränderten IT-Welt

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Grundpfeiler für Innovationen und Produkte

Enterprise Architecture Management

Enterprise Architecture Management kann Banken und Sparkassen wirksam unterstützen
© Shutterstock

Die Banken ächzen unter der Last der regulatorischen Anforderungen. Gleichzeitig müssen Kosten gesenkt und innovative Finanzprodukte auf den Markt gebracht werden. Enterprise Architecture Management kann in diesem Spannungsfeld wirksam unterstützen.

Digitalisierung, End2End-Prozesse, Flexibilität, Agilität, Time-to-Market sind die Schlagwörter, die täglich in verschiedenen Foren kontrovers diskutiert, wo zahlreiche Artikel geschrieben und auf diversen Business- und IT-Veranstaltungen präsentiert werden. Diese Themen stehen seit ein paar Jahren im Fokus der Unternehmen und insbesondere der Banken, denn diese Themen sind die Grundpfeiler für Innovationen und neue Produkte, sollen einen Wettbewerbsvorsprung gegenüber der Konkurrenz ermöglichen und damit letztendlich den Erfolg sichern.

Banken ächzen unter der Last der schnellen Umsetzung

Die Banken die neben ihrem Business noch zusätzlich zahlreiche regulatorische Maßnahmen erfüllen müssen ächzen unter der Last der schnellen Umsetzung von neuen fachlichen Anforderungen, der Steigerung der Kosteneffizienz und der wachsenden Zahl der innovativen (digitalen) Produkte, die auf dem Markt zu bringen sind. Es existiert ein ständiger Wettbewerb zwischen den Banken und den FinTechs, Newcomern und diversifizierten Großunternehmen wie beispielsweise Facebook, eBay, Allianz, BMW oder Deutsche Telekom. Diese greifen in verschiedene traditionelle Geschäftsfelder, wie z.B. das Investmentgeschäft, den Zahlungsverkehr und das Aktiv- und Passiv-Geschäft einer Bank ein und werben somit traditionelle Bankkunden ab. Der Markt ist in den vergangenen Jahren gleichgeblieben, jedoch ist die Konkurrenz enorm gewachsen.

Hier gilt es für eine Bank, mit interessanten neuen Produkten, Services und Technologien seine Bestandskunden und neue und insbesondere junge Kunden zu gewinnen, mit dem Ziel einer längerfristigen Bindung der Kunden an das Unternehmen.

Herausforderung Multikanal-Management

Um das gesamte Spektrum der Kundengruppen anzusprechen, müssen Produkte und Dienstleistungen auf diversen Vertriebskanälen angeboten werden. Der technikaffine Kunde ist eher dazu geneigt, die Dienstleistungen Mobil und Online auszuführen und zu konsumieren. Ein anderer Teil der Kunden favorisiert dagegen den Bezug zum Schalter (wenn es den noch gibt) und sucht das individuelle Gespräch bzw. führt den Service mit Hilfe eines Bankberaters oder eines Filialmitarbeiters aus. Andere Kunden wiederum nutzen bevorzugt den Self-Service-Bereich einer Bank (Selbstbedienung), um ihre Transaktionen, Überweisungen, Kontostände und –ausdrucke etc. auszuführen. Diese drei Vertriebskanäle haben eines gemeinsam: Sie nutzen die gleichen funktionalen Backend-Services, bieten aber dem Benutzer (Kunde, Bank und Filialmitarbeiter) unterschiedliche Applikationen und Front-Ends an, die in unterschiedlichen Technologien entwickelt wurden. So existieren neben den Web-Applikationen z.B. für das Online-Banking auch Mobile-Applikationen, Client/Server-Applikationen auf den Bank-Automaten und ggf. Host-Anwendungen am Schalter in den Filialen. Darüber hinaus, müssen für alle Vertriebskanäle ähnliche nichtfunktionale Anforderungen umgesetzt werden, wie z.B. die IT-Security-Anforderungen des Unternehmens.

Aus diesem Beispiel wird ersichtlich, dass nicht jede Applikation in sich als Silo-Applikation entwickelt werden darf, sondern als Bestandteil einer unternehmensweiten Target-Landscape innerhalb einer einheitlichen Gesamtarchitektur des Unternehmens entwickelt werden muss.

Enterpise Architecture Management übernimmt wichtige Rolle

Das Enterpise Architecture Management übernimmt bei der Umsetzung einer einheitlichen Unternehmensarchitektur eine wichtige Rolle in der IT und versucht, die unternehmerischen Ziele in IT-Modelle und Architekturen so zu überführen, dass ein größtmöglicher Nutzen für das Unternehmen entsteht. Nicht alle gewünschten unternehmerischen Anforderungen wie z.B. das schnelle Time-to-Market und die Agilität lassen sich in einem Gesamtarchitekturansatz so einfach umsetzen. Man spricht hierbei von der Architektur der zwei Geschwindigkeiten, denn in einer großen Gesamtarchitektur wird ein strikter Release-Plan eingehalten, der von den Backendsystemen vorgeben wird und an den sich alle Projekte und Applikationen sich zu richten haben. Doch auch hier versucht das EAM Lösungen mit Hilfe von neuen Architekturmustern und Technologien zu schaffen, um dieses „Problem“ in den Griff zu bekommen. Ein Ansatz ist beispielsweise die Schaffung einer Microservice Infrastruktur, mit mehr redundantem Code und weniger Wiederverwendbarkeit. Auch die Flexibilisierung und Versionierung von Schnittstellen könnte eine Abhilfe in dieser Problemstellung schaffen. Um diese Ansätze zu verfolgen bedarf es, eine entsprechende Governance aufzusetzen, die nicht den zentralisierten Ansatz sondern den dezentralen Ansatz verfolgt. Diese dezentrale Governance übernimmt die Kontrolle und Steuerung des neuen Architekturansatzes. Oft bringt dieser neue Architekturansatz auch organisatorische Veränderungen mit sich – wenn zum Beispiel Vorgehensmodelle, die sich am Wasserfallmodell orientieren, angepasst werden und dabei Teamstrukturen verändert (vertikalisiert) werden.

Fazit

In Zeiten immer größerer Einsparungen im IT-Umfeld, der steigenden Kosten in der Wartung und Pflege von bestehenden Systemen und Infrastruktur (Lifecycle Maßnahmen) und den wachsenden und immer schnelllebigeren Businessanforderungen, ist es umso wichtiger, dass Unternehmen wie Banken auf ein Enterprise Architecture Management setzen. Das EAM hilft dabei, die Brücke zwischen der Businesswelt und der IT-Welt zu schlagen und leitet aus der Unternehmensstrategie die IT-Strategie ab. Vorstände, das Top-Management und Enterprise Architekten entwickeln die notwendigen IT-Leitlinien und stellen die Weichen für den Erfolgskurs in einem immer schwierigen Marktumfeld.

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Über den Autor

Stavros Kamarianakis

Stavros Kamarianakis ist Senior Consultant im Competence Center Architekturen im Bereich Banking der adesso AG. Er studierte Informationstechnik an der Fachhochschule Athen und Elektrotechnik an der FH Bochum. Er verfügt über mehr als 18 Jahre Erfahrung in der Informationstechnologie. Seine Schwerpunkte sind Enterprise Architekturmanagement und Architektur von Java/JEE-basierender Bankensoftware.

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