Brexit-Verhandlungen am Scheideweg

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Die Verhandlungen über den Brexit befinden sich an einem kritischen Punkt. Die Europäische Union hat die britische Regierung davor gewarnt, die bisherigen Ergebnisse wieder in Frage zu stellen.

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Im Bankenbrief informiert der Bundeverband Deutscher Banken jeden Tag über aktuelle News und Ereignisse aus der Finanz- und Bankenwelt.

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Heute steht das folgende Thema im Blickpunkt:

Barnier: Großbritannien muss zu ersten Brexit-Ergebnissen stehen

Die Europäische Union (EU) hat die britische Regierung davor gewarnt, die bisherigen Ergebnisse der Brexit-Verhandlungen in Abrede zu stellen. „Wir werden keine Infragestellung dieses Berichts dulden“, sagte heute Michel Barnier, Chefunterhändler der EU, vor dem Europäischen Parlament. Er bezog sich dabei auf ein am vergangenen Freitag von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Premierministerin Theresa May ausgehandeltes Papier. „Diese Fortschritte sind jetzt registriert. Sie müssen dann Niederschlag finden in einem rechtlich verbindlichen Austrittsabkommen“, betonte er. Seine Äußerung war eine Replik auf Aussagen des britischen Brexit-Ministers David Davis, der die getroffenen Vereinbarungen als bloße Absichtserklärung bezeichnet hatte. Beide Seiten hatten sich bei den strittigen Themen wie der Schlusszahlung Großbritanniens, der Frage der Grenze zwischen Irland und Nordirland sowie den künftigen Rechten der EU-Bürger in Großbritannien geeinigt. Diese Vereinbarung ist Voraussetzung dafür, dass die EU und das Vereinigte Königreich über ihre künftigen Handelsbeziehungen verhandeln können. Die Staats- und Regierungschefs sollen auf ihrem morgen in Brüssel beginnenden Gipfel grünes Licht dafür geben. Das Europäische Parlament stimmte heute den erzielten Ergebnissen zu. Im britischen Parlament droht May heute hingegen eine Niederlage. Im Laufe des Nachmittags wird das Unterhaus über das Austrittsgesetz abstimmen. Zahlreiche Abgeordnete der Konservativen drohten, mit Nein zu stimmen, sollte das Parlament nicht das Recht bekommen, letztendlich über einen Brexit-Vertrag mit der EU entscheiden zu können.

Weitere Meldungen des Tages

Das war heute ebenfalls von Bedeutung:

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Krypto-Währungen mehr als eine halbe Billion Dollar wert

Der Gesamtwert aller etwa 1.300 existierenden Cyber-Währungen ist auf mehr als 500 Milliarden Dollar (425 Milliarden Euro) angewachsen. Das gab das Internetportal Coinmarketcap.com bekannt. Auf Bitcoin entfiel dabei ein Anteil von mehr als 50 Prozent, die zweitgrößte Währung ist Ethereum mit einem Marktanteil von 12 Prozent.

Lowe: Bitcoin ist vor allem für Kriminelle attraktiv

Der Chef der australischen Notenbank, Philip Lowe, hat die Krypto-Währung Bitcoin und deren Nutzer kritisiert. Als Zahlungsinstrument sei der Bitcoin vor allem für diejenigen attraktiv, die Transaktionen im illegalen Bereich tätigen wollten, sagte er heute in Sydney. „Die derzeitige Faszination für diese Währungen fühlt sich eher an wie ein spekulativer Wahn, als dass es mit ihrer Verwendung als effiziente und bequeme Form des elektronischen Zahlens zu tun hätte“, betonte Lowe auf einer Konferenz.

Deutsche Inflation bei 1,8 Prozent

Die Teuerungsrate in Deutschland lag im November bei 1,8 Prozent. Das teilte heute das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Höhere Energiepreise waren dafür hauptsächlich verantwortlich. So verteuerte sich leichtes Heizöl um 15,1 Prozent, Kraftstoffe um 5,9 Prozent. Im Oktober lag die Inflation noch bei 1,6 Prozent.

Meldungen aus einzelnen Bankinstituten

Zu einzelnen Banken und Finanzinstituten gab es heute folgende Meldungen:

  • VW Financial Services trotzt Diesel-Skandal.
  • Wirecard will weiter wachsen.
  • Goldman Sachs startet neue Handelsplattform.

Was am Donnerstag wichtig wird

Am Donnerstag stehen u.a. folgende Themen auf der Finanz-Agenda:

  • Der Bankenverband lädt zum „Gespräch in der Burgstraße“. Das Thema: „Wie geht es mit der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion weiter?“ Christian Ossig, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bankenverbandes, diskutiert mit Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), und Nicolaus Heinen, Leiter Global Intelligence Services der Linde AG.
  • Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) gibt seinen Zinsentscheid bekannt.
  • Das Statistische Bundesamt veröffentlicht den Bildungsfinanzbericht für 2017.
  • Die Deutsche Börse informiert zum Thema „MiFID II und die Verfügbarkeit von Research“.
  • In Brüssel beginnt das zweitägige Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs. Sie wollen dabei entscheiden, ob mit Großbritannien über die Handelsbeziehungen nach dem Brexit verhandelt werden kann.

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Bankenverband

Der Bundesverband deutscher Banken ist die Stimme der privaten Banken. in Deutschland: Als wirtschaftspolitischer Spitzenverband bündelt, gestaltet und vertritt er die Interessen des privaten Kreditgewerbes und ist Mittler zwischen den privaten Banken, Politik, Verwaltung, Verbrauchern und Wirtschaft.

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