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Bessere Entscheidungen in Zeiten der Unsicherheit

Corona-Pandemie verunsichert Führungskräfte

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Manager in Deutschland treffen unternehmerische Entscheidungen mit weniger Überzeugung als noch vor der Corona-Pandemie. Das zeigt eine aktuelle Studie. Die unsichere Lage erschwere die Arbeit. Doch es gibt Möglichkeiten für eine bessere Entscheidungsfindung. 

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Führungskräfte in Deutschland treffen ihre unternehmerischen Entscheidungen mit weniger Sicherheit als noch vor der Corona-Pandemie. Das zeigt eine Umfrage der Customer-Data-Plattform Treasure Data, für die 500 Manager aus Deutschland befragt wurden.

Demnach träfen eigener Aussage nach nur noch 52 Prozent aller befragten Führungskräfte aus Deutschland ihre unternehmerischen Entscheidungen sicher. Während sie durchschnittlich 47 Prozent ihrer Arbeitszeit mit „geschäftskritischen“ Entscheidungen verbringen, nehme die Entscheidungsfindung nach Meinung von 45 Prozent der Befragten mehr Zeit in Anspruch als vor der Corona-Pandemie.

Die Angst vor dem Fehler

Zudem ist die Angst vor Fehlern groß: 45 Prozent der befragten deutschen Manager machen sich Sorgen, die falschen Entscheidungen zu treffen. Erschwerend kommt hinzu, dass 51 Prozent aller Befragten die Entscheidungsfindung komplizierter finden als noch vor der Corona-Krise. 48 Prozent gaben zu, dass der Druck zugenommen habe, die richtige Entscheidung zu treffen. Und 34 Prozent beklagten, dass sie Entscheidungen schneller treffen müssten, ohne ausreichend Zeit zum Überlegen zu haben.

Ein weiterer Grund für das gesunkene Selbstvertrauen ist, dass nicht genügend Daten als Entscheidungsgrundlage zur Verfügung stünden (25 Prozent). Oder der Gegenwind von Mitarbeitern: 27 Prozent der Befragten gaben an, verunsichert zu sein, wenn Kollegen andere Ansichten verträten. All diese Faktoren führten dazu, so die Studienautoren, dass 38 Prozent der Befragten häufig die falschen Entscheidungen träfen.

Je größer der Betrieb, desto gestresster die Manager

Die Studie impliziert zudem einen Zusammenhang zwischen Druck und Unternehmensgröße. Demnach stehen Führungskräfte großer Unternehmen besonders unter Druck: 65 Prozent der befragten Führungskräfte mittlerer und großer Unternehmen gaben an, dass sie seit Beginn der Pandemie mehr Druck verspüren, schnell die richtigen Entscheidungen zu treffen. Bei Klein- und Kleinstunternehmen sind es 55 Prozent.

53 Prozent der Manager von mittleren und großen Unternehmen fanden die Entscheidungsfindung komplizierter ist als je zuvor. Bei Klein- und Kleinstunternehmen waren dies 46 Prozent. Zudem gaben 42 Prozent der Manager von großen Unternehmen an, häufig falsche Entscheidungen zu treffen. Bei kleineren Unternehmen waren dies nur 30 Prozent.

Ist es wirklich so schlimm?

Sollte man den Teufel an die Wand malen? Mitnichten. Immerhin beteuerten 93 Prozent der befragten Führungskräfte, dass sie „geschäftskritische Entscheidungen“ selbstbewusst oder sehr selbstbewusst treffen. – und 37 Prozent der befragten Führungskräfte aus Deutschland gaben sogar an, dass ihre Entscheidungen nun effektiver seien als vor der Pandemie. 57 Prozent von ihnen bemerkte keinen Unterschied. 6 Prozent glaubten, dass ihre Entscheidungen jetzt weniger effektiv seien.

Die Macht der Daten

Die wichtigste Stütze beim Treffen einer unternehmerischen Entscheidung sind Daten. 65 Prozent der befragten Führungskräfte waren der Meinung, dass qualitativ hochwertige Daten ihnen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen würden. Für 65 Prozent hat die Corona-Pandemie die Bedeutung von Daten hervorgehoben. Besonders interne Daten (85 Prozent), Kundendaten (84 Prozent) sowie Risiko- und Sicherheitsdaten sind für die Manager wichtig.

Das Problem: Nur etwa die Hälfte der Befragten erhebe hochwertige Daten in diesen Bereichen und verfügt zudem über die Fähigkeit, diese effektiv zu nutzen. Jeder Fünfte erfasst keine Kundendaten (18 Prozent) oder Risiko- und Sicherheitsdaten (20 Prozent). Somit fühlten sich 46 Prozent bei der Interpretation und Nutzung von Daten nicht sicher, wenn es darum geht, eine unternehmerische Entscheidung zu treffen. 53 Prozent meinten, dass sie nicht über die richtigen Instrumente verfügen würden, um Daten zu interpretieren und damit fundierte Entscheidungen zu treffen.

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Über den Autor

Jannik Wilk

Jannik Wilk ist als freiberuflicher Redakteur für Der Bank Blog tätig. Er ist freier Journalist und Student in Heidelberg.

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