Asset Servicing bei der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank AG

Dezentralisierung von Daten und was das für Ihre Bank bedeutet

Verbesserung des Datenmanagements in der deutschen Finanzwirtschaft

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Wie würden Daten im Finanzwesen aussehen, wenn die Banken die Fesseln gängiger Konventionen über Bord werfen würden? Dezentralisiert, produktisiert und sicher – dies verspricht die Umsetzung einer Data-Mesh-Architektur in der Finanzdienstleistung.

Dezentrale Datenarchitektur für Banken und Sparkassen

Vorteile einer dezentralen Datenarchitektur für Banken.

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Stellen Sie sich eine Welt vor, in der das Wort „Daten“ Ihnen keine kalten Schauer über den Rücken laufen lässt! In der der Gedanke an die Verwaltung von Daten nicht gleichbedeutend ist mit dem Umgang einer monolithischen, zentralisierten Plattform, die selten die richtigen Daten zur richtigen Zeit liefert.  Folglich werden Ihnen nie die richtigen Erkenntnisse für Ihr Finanzinstitut geliefert.

Hier kommt Data Mesh ins Spiel: ein dezentraler Ansatz für den Umgang mit Daten. In einem Land, in dem 239 Millionen Euro in die Einrichtung von Dateninfrastruktur zur Nutzung durch die Bundesregierung investiert wurden, gibt es kaum eine Entschuldigung dafür, dass der Finanzsektor nicht nachzieht.

Dezentralisierung und Erkenntnisse aus Daten

Die Optimierung des Umgangs mit Daten ist für die digitale Transformation von Banken und Unternehmen entscheidend. Laut einer im April 2022 durchgeführten Capgemini-Umfrage gaben mehr als 70  Prozent der Führungskräfte von Banken an, dass die etablierten Banken die Vorteile der Datenanalyse zur Verbesserung ihres Kundenangebots noch nicht erkannt haben.

Im deutschen Finanzwesen kann die dezentrale Datenplattform, die Data Mesh bereitstellt, zu mehr Dateneinblicken führen. Dadurch können etablierte Banken ihre Kundenerlebnisse verbessern, ihren Kundenstamm halten oder sogar erweitern.

Dies kann eine Möglichkeit für etablierte Banken sein, ihr Geschäft, welches sie an europäische und globale Banken oder andere Mitbewerber verloren haben, zurückzugewinnen.  Allein zwischen 2010 und 2019 ist der Ertragsanteil der deutschen Inlandsbanken von 70  Prozent auf 60  Prozent gesunken.

Ein sicherer Weg, Daten zu verarbeiten

Die etablierten deutschen Banken haben in den letzten Jahren eine digitale Transformation durchlaufen. Dateninnovationen davon auszunehmen, käme dem Versuch gleich, ein Fahrrad ohne Räder zu fahren. Der beispiellose Zugang zu rohen und verarbeiteten Daten ermöglicht die Datenvernetzung.  Dies bringt nicht nur interne Vorteile mit sich, sondern kann auch den Datenaustausch zwischen etablierten Banken und Drittanbietern (TPPs) revolutionieren. Ein Bericht von Mastercard vom März 2021 ergab, dass 82  Prozent der deutschen Bankkunden Vorbehalte gegenüber der Nutzung ihrer Daten durch TPPs haben.

Aber wie können Banken mit diesen Bedenken ihrer Kunden bezüglich Datensicherheit umgehen? Privacy by Design bietet ein Konzept, welches in das Datengeflecht eingebettet ist: die Sicherheit und Vertraulichkeit von Daten sind in die Architektur selbst eingebaut und nicht nachträglich hinzugefügt. Das Konzept der dezentralisierten, föderierten Daten bedeutet, dass so wenige Personen wie möglich auf bestimmte Datensätze zugreifen können, was die Sicherheit erhöht.

Aufbau von FinTech-Partnerschaften

Bei der Datenvernetzung geht es darum, Abläufe zu rationalisieren und effizienter zu gestalten. Durch die Einführung einer Data-Mesh-Architektur können sich effektivere Möglichkeiten zur Organisation von Teams ergeben. Die Produktisierung von Daten bedeutet, dass die Teams mehr Verantwortung für die Daten und die daraus gewonnenen Erkenntnisse übernehmen. Das Potenzial eines Daten-Ökosystem innerhalb der Organisation könnte dazu beitragen, die oft separierten und isolierten Teams zusammenzubringen. Dank eines besseren und strategischeren Verständnisses des Datenbedarfs der Bank kann eine höhere Investitionsrendite erzielt werden.

Ein besseres Verständnis der Anforderungen an Daten und der möglichen Auswirkungen auf die Organisation einer Bank wird auch beim Aufbau von Partnerschaften hilfreich sein. Rund 200 Partnerschaften wurden zwischen etablierten deutschen Banken und FinTechs geschlossen.  Dies ist wichtig in einer Wirtschaft mit einer FinTech-Einführungsrate von 65 Prozent, verglichen mit 86 Prozent im Vereinigten Königreich.  Die Einigung und Weiterentwicklung der Nutzung von Daten zwischen etablierten Banken und FinTechs ist eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche Partnerschaften. Diese eröffnen wiederum die Möglichkeit einer größeren Innovation im Finanzsektor.

Daten Mesh und die Zukunft des deutschen Finanzwesens

Data Mesh hat das Potenzial, den traditionell konservativen, etablierten Bankensektor in Deutschland zu erneuern. Wenn die etablierten Banken einen besseren Überblick über ihre Daten haben und diese leichter verwalten können, wird sich das Datenmanagement folglich verbessern, ohne dass die Datensicherheit beeinträchtigt wird.

Schlussendlich kann die Verknüpfung und Vernetzung von Daten einen transformativen Einfluss auf die internen Prozesse der etablierten Unternehmen haben.  Dies beeinflusst sowohl ihre Beziehungen zu FinTechs und anderen Innovatoren, und schließlich auch das Kundenerlebnis.


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Über den Autor

Christian Schultz

Christian Schultz ist Business Development Director bei Critical Software in Deutschland und für die Banken- und Versicherungsbranche verantwortlich. Er verfügt über mehr als 15 Jahre branchenübergreifende Erfahrung im IT- und Technologie-Umfeld, insbesondere in Bezug auf Outsourcing und Digitale Transformation.

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