Asset Servicing bei der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank AG

Bausparkassen als Ermöglicher von mehr Nachhaltigkeit

innovative Potenziale für Privatkunden

Privathaushalte sind gerade im Immobilienbereich für die Erreichung von Nachhaltigkeitszielen von der Politik und Recht immer mehr gefordert. Bausparkassen können hierzu wichtige und innovative Beiträge leisten, die weit über den Immobilienbereich hinaus reichen.

Bausparen als zentrales Element für mehr Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit und Bausparen passen gut zusammen.

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Bausparkassen und das gesamte Bausparwesen stehen wir viele andere Finanzinstitute seit 2018 durch den Aktionsplan nachhaltiges Wachstum der EU-Kommission vor großen Herausforderungen. Sie haben aber auch immer mehr Chancen zur Umsetzung von Strategien und Maßnahmen zur Erzielung positiver Wirkungen (sog. Impacts) in Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft. Heutzutage dürften im Betriebsbereich von nahezu jeder Bausparkasse Nachhaltigkeitsgebote wie energieeffiziente Bürogebäude, CO2-reduzierte Dienstreisen etc.  eine Selbstverständlichkeit sein. Bausparkassen dürften jedoch in deren Vertrieb und hier bei Finanzierungsobjekten und -anlässen rund um die (Wohn-)Immobilie von Privathaushalten das vorhandene Nachhaltigkeitspotenzial noch nicht ausgeschöpft haben. Und auch ihre (Privat)Kunden haben noch etliche Defizite in ihrer Nachhaltigkeit – gerade beim Wohnen und im Gebäudebereich.

Haushalte müssen und können ihre Private Sustainability entfalten

Für Privathaushalte ist in den vergangenen Jahren der Umgang mit ihren eigenen Finanzen in Anbetracht stark schwankender Lebensläufe, gestiegenen Unsicherheiten etwa im Beruf und der Partnerschaft sowie immer komplexer werdenden Banken- und Versicherungsprodukten immer herausfordernder geworden

Daher ist es nicht verwunderlich, wenn davon gesprochen werden kann, dass Haushalte heute mehr denn je ihre eigene Nachhaltigkeit vor allem in Bezug auf Finanzen und Versicherungen im Griff behalten müssen.

Privathaushalte im Spannungsfeld eigener ökonomischer Nachhaltigkeit

Bedarfs- und Produktkomplexität und Nachhaltigkeit.

Die richtige Balance in den eigenen Finanzen und Versicherungen zu finden, um nicht in soziale Schieflagen zu geraten, ist der Kern einer sogenannten Private Sustainability. Eine andere Seite der privaten Nachhaltigkeit sind die von außen an Haushalte durch Politik und Gesetzgeber herangetragenen Anforderungen zu umwelt-, vor allem klimafreundlichem sowie sozial-gerechtem Verhalten. Haushalten wird daher sowohl von innen heraus, also bei ihren privaten Finanzen, als auch in Bezug auf Umwelt und Gesellschaft Nachhaltigkeit abverlangt.

In einem aktuellen Strategiekonzept werden die Nachhaltigkeitsbeiträge fokussiert, die Privathaushalte mittels Immobilien für sich selbst (Mikroperspektive) und für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt (Makroperspektive) schaffen können.

Bausparkassen als Enabler für mehr Nachhaltigkeit

Bausparkassen als Ermöglicher (Enabler) für mehr Nachhaltigkeit von Privathaushalten und Gesellschaft.

Dabei zeigt sich, dass Bausparkassen in diesem Konzept die Rolle eines Ermöglichers von Nachhaltigkeit (Nachhaltigkeits-Enabler) spielen können.  Eine auf die private Nachhaltigkeit gerichtete Beziehung von Bausparkassen zu ihren Kunden werden dabei als zentrale Hebel gesehen, um Nachhaltigkeit nicht nur auf der Mikro-Ebene des Haushalts, sondern dadurch und darüber hinaus auch auf der Makro-Ebene von Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft zu erzeugen.

Bausparkassen als kompetente Ermöglicher von Private Sustainability

Bausparen sollte in diesem Konzept nicht mehr das alleinige Kernmerkmal der geschäftspolitischen Ausrichtung einer Bausparkasse sein. Ergänzend sollten Bausparkassen mittel- bis langfristige Immobilien-Partner ein, die Privathaushalte auf deren oftmals schwierigen Wegen zum Erwerb und zur Unterhaltung eigener Immobilien mit Fachexpertise und Empathie begleiten.

Weiterhin können sie als Management-Partner entlang anspruchsvoller Lebensabschnitte von Privathaushalten und Einzelpersonen, u.a. Unterstützung im Management von Risiken, Erbfolgen etc., in denen Immobilien häufig eine zentrale Rolle spielen.

Gefragt sein dürfte auch ihre Unterstützung als Kompetenz-Partner im immer weiterwachsenden Dickicht von Verordnungen, Subventionen Ge- und Verboten im Immobilienbereich, die für eine wachsende Anzahl von Privatpersonen eine immer größere Herausforderung darstellen (z.B. bezüglich Energieeffizienz und -autarkie bei Gebäuden). Und gerade in Anbetracht der stark gewachsenen Umweltkrisen können Bausparkassen Resilienz-Partner sein, die Privathaushalten aufzeigen und sie darin unterstützen, wie sie für sich und ihre Immobilien Schutz vor den schädlichen Auswirkungen mangelnder Nachhaltigkeit (z.B. Extremwetterereignisse) leisten können.

Bausparvertrag als Ankerpunkt für mehr Nachhaltigkeit

Dabei wird der Bausparvertrag ein Ankerpunkt in der auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Kundenbeziehung von Bausparkassen sein – allerdings nicht, indem er einfach nur „grün angestrichen wird“. Eine damit einher gehende reine Produktorientierung, wie sie beispielsweise gerade für nachhaltige Investmentfonds derzeit durch die EU-Offenlegungsverordnung im Anlagenbereich demonstriert wird, wäre eher der Gefahr einer Grünfärberei ausgesetzt, als dass es einen greifbaren Nährwert für Bausparkassen und Kunden erbringt. Im Gegensatz dazu wirbt die Studie für ein nachhaltiges Relationship Banking, in dem zusätzliche Leistungen zur Begleitung von Kunden auf deren „Mission nachhaltige Immobilie“ zentrale Bausteine sind.


Die Studie „Verkannte Nachhaltigkeitspotenziale im Bausparwesen – Bausparkassen als Ermöglicher der Nachhaltigkeit von Privathaushalten“ können Sie direkt kostenlos herunterladen.

Über den Autor

Prof. Dr. Henry Schäfer

Prof. Dr. Henry Schäfer ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von EccoWorks GmbH, einer Beratungsgesellschaft für Sustainable Finance. Zuvor war er bis 2019 Ordinarius der Universität Stuttgart und Inhaber des Lehrstuhls „Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Finanzwirtschaft“. Eine besondere Bedeutung hat bis heute der Forschungsbereich „Sustainability & Finance“.

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