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Wirtschaftskriminalität durch Wettbewerbsdruck

Banken und andere Finanzdienstleister

Wirtschaftskriminalität durch Wettbewerbsdruck bei Banken, Sparkassen und anderen Finanzdienstleistern

Wirtschaftskriminalität Banken

Wie keine andere Branche in Deutschland ist die Finanzbranche betroffen von Geldwäsche-, Vermögens- und anderen Delikten. Am häufigsten mangelt es schlicht an Kontrollen.

Drei von vier Unternehmen der Finanzbranche hatten zwischen 2009 und 2011 mit mindestens einem Fall von Wirtschaftskriminalität zu kämpfen, zeigt die PwC-Auswertung „Wirtschaftskriminalität – Banken und andere Finanzdienstleister“. Alarmierend findet Lars-Heiko Kruse, PwC-Experte für Wirtschaftskriminalität, wie die Branche erklärt, dass es zu kriminellen Handlungen kommen konnte: Am häufigsten mangelt es den Angaben zufolge schlicht an Kontrollen nach dem Mehraugenprinzip.

Um fast zehn Prozentpunkte hat sich der Anteil der Opfer wirtschaftskrimineller Handlungen unter den Banken und Finanzdienstleistern erhöht, seit PwC im Jahr 2007 zuletzt die Verbreitung von Wirtschaftskriminalität in der Branche untersuchte. Zwei Ursachen nennt PwC-Experte Lars-Heiko Kruse für den Anstieg: Zum einen prägten als Folge der Finanzmarktkrise hoher Arbeitsdruck, Unsicherheit und wenig erfreuliche Prognosen die Stimmung in den Instituten – es herrsche, sagt Kruse, „eine sehr angespannte Situation, die besonders reichen Nährboden für unlauteres Handeln bietet.“ Zum anderen trage die wachsende Aufmerksamkeit für die Finanzbranche zum Eindruck größerer Betroffenheit von Wirtschaftskriminalität bei.

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Vom so genannten Kontrollparadoxon sprechen die Kriminalitätsforscher um Prof. Dr. Kai Bussmann von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, mit dem PwC für die Branchenauswertung zusammenarbeitete: Je genauer man kontrolliert, desto eher spürt man kriminelle Machenschaften auf. „Die Finanzbranche muss schon aufgrund regulatorischer Vorgaben – unter anderem durch die Neufassung von Paragraph 25c des Kreditwesengesetzes – deutlich strenger kontrollieren“, erläutert Burkhard Eckes, Leiter des Bereichs Banking & Capital Markets bei PwC, schränkt allerdings ein: „Der Anstieg der Wirtschaftskriminalität in der Finanzbranche lässt sich durch das Kontrollparadoxon allein nur zum Teil erklären.“

„Durch die Vielzahl ausgefeilter Kontrollinstrumente in der Finanzbranche kommen offenbar die einfachen Präventionsmaßnahmen gegen Wirtschaftskriminalität zu kurz“, berichtet Burkhard Eckes aus den Ergebnissen der PwC-Branchenauswertung „Wirtschaftskriminalität – Banken und andere Finanzdienstleister“.

Quelle: PWC

Die Studie „Wirtschaftskriminalität – Banken und andere Finanzdienstleister“  kann hier bestellt werden.

2 Kommentare

  1. Die PwC-Auswertung “Wirtschaftskriminalität – Banken und andere Finanzdienstleister” ist sehr zu empfehlen. Präventive Maßnahmen tragen über kurz oder lang Früchte. Dennoch ist es wichtig, bei Verdacht auf wirtschaftskriminelle Handlungen, schnell und richtig zu reagieren. Eine Überreaktion kann im Ernstfall erst den tatsächlichen Schaden verursachen.

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