Alternativen zu Bargeld im Einzelhandel

Digitale Zahlungsformen gewinnen an Beliebtheit

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Um Kunden zufrieden zu stellen, wagen immer mehr Einzelhändler den Schritt in die Digitalisierung. Digitale Zahlungsmöglichkeiten spielen dabei eine essenzielle Rolle. Doch es gibt noch weitere Trends, wie beispielsweise Kryptowährungen, um sich vom Wettbewerb abzuheben.

Digitales Bezahlen im Einzelhandel

Digitale Zahlungsformen gewinnen im Einzelhandel an Beliebtheit.

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Die Digitalisierung schreitet in allen Branchen voran. Auch der Einzelhandel muss sich auf veränderte Kundenbedürfnisse beim Bezahlen einstellen.

Soll Bargeld abgeschafft werden?

Die Abschaffung von Barzahlung wird größtenteils abgelehnt. Nicht zuletzt weil vor allem kleine Summen bis zu fünf Euro fast ausschließlich in bar bezahlt werden. Es hängt auch vom Zahlungsort ab, ob eher in bar oder mit Karte bezahlt wird. Vorwiegend wird bei Essen in Restaurants oder beim Lieferdienst bar bezahlt, genauso wie bei Automaten und bei Zahlungen zwischen Freunden und Bekannten. Durchschnittlich tragen Privatpersonen 107 Euro an Bargeld bei sich, davon meist über sechs Euro in Münzen. Auch die Praktikabilität ist vielen Personen besonders wichtig, welche bei großen Scheinen und kleinen Münzen kaum gegeben ist. So könnte einer Studie zufolge fast gänzlich auf 500-Euro Scheine und Ein- und Zwei-Cent-Stücke verzichtet werden.

Infografik: Verwendung von Zahlungsmethoden nach Ort/Zweck

Vor allem im Einzelhandel für längerfristige Anschaffungen und bei Tankstellen wird auf die Debitkarte gesetzt, aber auch bei kurzfristigen Anschaffungen wird sie von mehr als einem Drittel genutzt.

Der Bargeldanteil am Umsatz ist zum ersten Mal unter 50 Prozent gefallen, jedoch nimmt die Nutzung an Kartenzahlung, vor allem an Girokonten mit Pin bzw. Unterschrift zu. Auch Kreditkarten werden häufiger verwendet. Die Kartenzahlung bietet auch für den Einzelhandel diverse Vorteile, welche die Investitionskosten von Kartenterminals rechtfertigen. Die Möglichkeit der Kartenzahlung kann als eine Art Gütesiegel aufgefasst werden, da jeder Händler, egal ob online oder im Store, wichtige Datensicherheitsvorschriften und Qualitätsanforderungen erfüllen muss. So gibt es für die Kreditkartenzahlung ein strenges Verfahren, bei welchem getestet wird ob alle Sicherheitsanforderungen gewährleistet werden. Außerdem ist die Zahlung mit Kredit- oder Debitkarte sowohl für den Käufer als auch für den Händler besonders komfortabel und unkompliziert.

Der Wunsch, bargeldlos zu bezahlen steigt vor allem bei jungen Kunden. Jedoch auch ältere Generationen zahlen vermehrt ohne Bargeld.  Da viele Kunden eine bargeldlose Bezahlung wünschen, gibt es mittlerweile in nahezu jeder Branche die Möglichkeit mittels Kredit- bzw. Debitkarte zu zahlen. Das Vertrauen in die Kartenzahlung wurde vor allem nach der Einführung von Debit-Zahlungen bei Lebensmittel-Discountern erhöht.

Digitalisierung im Einzelhandel – Mobile Kassen und Services

Die Digitalisierung steht beim Einzelhandel noch in den Kinderschuhen, die Möglichkeiten sind allerdings vielfältig. Vielen Einzelhändlern ist dieses Problem bewusst und sie möchten mit dem digitalen Wandel gehen und den Kundenservice verbessern, indem beispielsweise mehr Zahlungsmöglichkeiten angeboten werden. Veraltete Registrierkassen werden dabei als Hindernis gesehen, deshalb planen viele Einzelhändler den Umstieg zu digitalen Kassensystemen. Digitale Kassen bieten für ziemlich alle Branchen Vorteile. Sie können mobil oder stationär sein, sich mit einem Onlineshop verbinden, Umsatzstatistiken zeigen und unterstützen eine digitale Warenwirtschaft.

Auch für die Umwelt sind digitale Kassensysteme von Vorteil, da Papier gespart wird. Wenn man eine Kartenzahlung tätigt, wird lediglich eine Zahlungsbestätigung auf einem kleinen Bon gedruckt, wohingegen vor allem in der Gastronomie ein herkömmlicher Block dazu benutzt wird die Bestellungen aufzunehmen, danach die Bestellungen einzeln zu addieren um am Schluss eine Rechnung an die Gäste ausgegeben werden. Die ersten beiden Schritte werden damit vereinfacht und eingespart.

Auch bei den Services im Einzelhandel steigen die Erwartungen in neue Technologien. So wächst gemäß der bereits zitierten Studie bei vielen Kunden die Zufriedenheit, wenn im Lebensmittelhandel ein Self-Checkout vorhanden ist. Das sind jene Kassen, an denen man selbst ohne Kassierer den Kaufpreis ermitteln und mit Karte oder bar bezahlen kann. Auch Mobile Payment, also die Bezahlung mit einem Smartphone oder einer Smartwatch, steigt an Beliebtheit.

Vor allem im Lebensmitteleinzelhandel gibt es noch Nachholbedarf was die Digitalisierung an Serviceangeboten betrifft. So sind die Online-Bestellungen von Lebensmitteln im Vergleich mit Baumarktbestellungen oder Online-Bestellungen im Elektromarkt gering. Doch auch hier steigt die Erwartungshaltung der Konsumenten und Online-Shopping soll zukünftig auch in der Lebensmittelbranche gefragt sein.

Moderne Zahlungsmöglichkeiten im Einzelhandel

Es gibt mittlerweile die unterschiedlichsten bargeldlosen Zahlungsmöglichkeiten:

  • Kryptowährungen sind digitales Geld, welches durch verschlüsselte Codes dezentral gespeichert werden. Dadurch wird eine Entschlüsselung fast unmöglich und die Währung ist kaum manipulierbar. Die bekannteste Kryptowährung sind Bitcoins.
  • Unter Mobile Payment versteht man die bargeldlose Bezahlung mit einem Smartphone oder einer Smartwatch.
  • Gutscheine sind altbewährte Zahlungsmittel und erfreuen sich nach wie vor an Beliebtheit. Dabei werden Gutscheine gegen Geld erworben, danach wird der Gutschein gegen Ware eingetauscht. Dies erfolgt meist von einer anderen Person und nicht dem Verkäufer.
  • Kartenzahlungen sind zum größten Teil Kreditkartenzahlungen und Debitkartenzahlungen. Bei Kreditkarten werden i.d.R. alle Ausgaben gesammelt und zum Monatsende belastet. Bei Debitkarten-Zahlungen erfolgt die Belastung sofort und es ist keine Kreditfunktion enthalten.

Kassensystem als Herzstück digitaler Zahlungsmethoden

Ein Online-Kassensystem ist die Basis für die Umsetzung von Trends in der Digitalisierung. Im Schnitt sind die eingesetzten Registrierkassen im Handel zirka fünf Jahre alt und etwa 86 Prozent der Händler möchten in den nächsten zwei Jahren in eine neue Software investieren. Dabei werden die Anforderungen immer höher und die Kassen sollen laut einer Befragung neue Änderungen schnell umsetzen können. Dies ist vor allem bei Cloud-basierten Registrierkassen möglich, da hier die Software im Vordergrund steht und Änderungen stets implementiert werden können. Ohne eine finanz- und GOBD-konforme Registrierkasse sind de facto alle weiteren Trends unmöglich umzusetzen:

  • Omni-Channel bedeutet, dass man sowohl ein stationäres Ladengeschäft sowie einen eigenen Online-Shop besitzt. Kunden wollen heutzutage sowohl von Zuhause aus einkaufen, als auch schnell etwas in der Einkaufsstraße mitnehmen. Dabei informieren sich immer mehr Personen Online über die Produkte und kaufen Sie dann im jeweiligen Laden oder umgekehrt.
  • Bei Click & Collect ist die zuvor beschriebene Verbindung zwischen online und stationären Handel essenziell. Dabei wird das Produkt online reserviert bzw. bestellt und kann daraufhin im Laden anprobiert, abgeholt und bezahlt werden. Laut einer Ebay-Studie soll jeder vierte Kunde diesen Service bereits einmal in Anspruch genommen haben.
  • Self-Checkout bzw. Self-Scanning wurde bereits erklärt. Dabei sind jene Kassen gemeint, die ohne Kassier auskommen und wo die Kunden die Tätigkeiten des Verkäufers übernehmen.

Ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Einzelhandels ist mit der Anschaffung einer digitalen Registrierkasse getan. Nach und nach können dann einzelne digitale Trends aufgenommen, um Wettbewerbsvorteile zu schaffen.

Über den Autor

Kristin Köck

Kristin Köck ist als Content Marketing Managerin bei dem österreichischen StartUp ready2order tätig, der cloud-basierte Kassensoftware für alle Endgeräte und Branchen erstellt. Zuvor hat sie als Journalistin und Sportfotografin bei einer österreichischen Zeitung gearbeitet und einen Masterabschluss in Media Management gemacht.

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