Ideen entfalten, Innovationen schaffen.

Datensilos einreißen, Transparenz und Dynamik schaffen

Smart Data Fabric ermöglicht innovatives Datenmanagement in Echtzeit

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Tagtäglich rollt in der Finanzbranche eine regelrechte Datenflut über Menschen und Organisationen hinweg. Die Herausforderung: Diese Daten richtig einsetzen, um Nutzen aus Ihnen zu generieren. Das Konzept der Smart Data Fabric liefert dafür die optimale Grundlage.

Effiziente Datenanalyse in Banken und Sparkassen

Effiziente Datenanalyse ist eine Herausforderung für Banken und Sparkassen.

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Der aktuelle Stand zahlreicher Digitalisierungsbestrebungen in der Finanzbranche lässt wenig Raum für Zweifel: Datenqualität und -verfügbarkeit sind entscheidende Kriterien für die digitale Transformation der Branche. Besonders gefragt sind daher geeignete Strategien und Konzepte, um mit der enormen Menge von Daten effizient umzugehen und so den Informationsschatz zu bergen, den sie bieten. Laut einer Studie der International Data Corporation (IDC) wird die Menge der Daten in Unternehmen am Ende dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um weitere 42,2 Prozent gewachsen sein. Gleichzeitig zwingen immer neue gesetzliche Vorgaben Unternehmen dazu, ihr Datenmanagement zu optimieren. Doch ob die gesetzeskonforme Umsetzung der Compliance Richtlinien überhaupt möglich ist, hängt entscheidend davon ob, ob es eine klar nachvollziehbare Datenherkunft gibt und die Unternehmensdaten sauber, genau und aktuell sind.

Ein nahezu unüberwindliches Hindernis für dynamisches Datenmanagement bilden unverbundene Anwendungen und Speicherorte, sogenannte Anwendungs- beziehungsweise Datensilos. Sie entstehen, wenn Unternehmen ihre Eingangsdaten nur in bestimmten Datenbanken, Applikationen oder Services speichern, oder aber die entsprechende Unternehmenssituation historisch bedingt ist, etwa durch Merger oder Unternehmensübernahmen. Die Krux: Datensilos verhindern die Verknüpfung aller verfügbaren Daten und damit eine realitätskonforme Echtzeitansicht sämtlicher relevanten Informationen. Damit fehlte der überwiegenden Mehrzahl von Finanzunternehmen bislang die Grundlage, datengetriebene Geschäftsmodelle oder bestimmte Innovationen erfolgreich umzusetzen.

Vom starren Silo zur interoperablen Datendrehscheibe

Als eine Lösung des Datendilemmas haben IT-Experten das Architekturkonzept der (Enterprise) Data Fabric entwickelt – mit beachtlicher Resonanz: 2019 bezeichneten die Marktforscher von Gartner den Ansatz als wichtigen Technologietrend und Zukunft des Datenmanagements. Eine Data Fabric lässt sich beschreiben als Struktur von Verbindungen zwischen diversen Datenquellen, die übergreifende Interoperabilität gewährleistet. Dadurch erleichtert und beschleunigt sie den Zugriff auf Informationen und führt unverzüglich Daten aus allen relevanten internen sowie externen Quellen zusammen. Zusätzlich bereinigt und harmonisiert sie die Daten. Da die Data Fabric auf der vorhandenen IT-Infrastruktur aufbaut, können bestehende Technologien, Anwendungen und Dienste weiterhin genutzt werden. Ganz ohne kostspieligen Rip and Replace-Ansatz gehören Datensilos gehören somit der Vergangenheit an.

Datenauswertung in Echtzeit

Um Daten unmittelbar auszuwerten, reicht die Data Fabric allein jedoch nicht aus. Um etwa automatisierte Betrugserkennung vornehmen oder Wertpapiere KI-gesteuert innerhalb von Sekundenbruchteilen transferieren zu können, bedarf es einer Erweiterung des Ansatzes – die Smart Data Fabric. Sie liefert das Fundament für Datenauswertungen in Echtzeit, indem sie eingebettete Funktionen für Big Data Analytics, künstliche Intelligenz und Machine Learning in ihre Architektur integriert.

Um schnell und unkompliziert neue Erkenntnisse zu gewinnen, fundierte Entscheidungen zu treffen und Ereignisse besser zu prognostizieren, lassen sich historische und aktuelle Daten unmittelbar miteinander kombinieren. Als Basis dafür dient Hybrid Transactional/Analytical Processing (HTAP), das auch bei parallelen Workloads hohe Leistung und Effizienz garantiert – entscheidend für viele Anwendungsfälle im Finanzsektor, sei es zur Transaktionsabwicklung, automatisierten Kreditprüfung oder Betrugsprävention. Diese neue Datenzentrale liefert demnach alle benötigten Informationen für regulatorische Berichte in Echtzeit, ermöglicht Ad-hoc-Untersuchungen und sorgt dafür, dass relevante Daten schneller abgefragt werden können. Neben den Compliance-Anforderungen sowie Datenschutz-Anforderungen werden auch Anforderungen an die interne Berichterstellung sowie für Modelle des Risikomanagements umgesetzt.

Arbeiten am Banking der Zukunft.

Ein entscheidender Vorteil der Smart Data Fabric: Sie liefert eine zentrale Sicht auf alle Daten im Unternehmen, eine sogenannte Single Source of Truth (SSOT). Durch das Plus an datenbasierter Transparenz werden nicht nur bessere Geschäftsentscheidungen begünstigt, Anwender können zusätzlich schnell und unkompliziert auf einen großen Bestand sauberer Daten, sogenannte Healthy Data zugreifen. Damit sind Informationen gemeint, die immerzu aktuell, akkurat und vertrauenswürdig sind. Gerade im Finanzsektor mit seinen sehr hohen Compliance-Anforderungen ist die Datenqualität ein entscheidender Faktor für den Geschäftserfolg. Healthy Data ermöglichen es Unternehmen darüber hinaus, geschäftliche Herausforderungen dynamischer als je zuvor anzunehmen. Denn mit akkurat aufbereiteten und stets aktuellen Daten, die unmittelbar und übergreifend zur Verfügung stehen, können bessere Analyseergebnisse erzielt und damit Entscheidungsgrundlagen gelegt werden.

In ihrer Eigenschaft als leistungsfähige Drehscheibe für Informationen fördert die Smart Data Fabric zudem die Weiterentwicklung eigener datengetriebener Produkte und Services.

Fundierte Antworten auf dynamische Marktentwicklungen

Insbesondere die Finanzdienstleistungsbranche kann erhebliche Vorteile aus dem Konzept der Smart Data Fabric ziehen. In ihrer dynamischen Umbruchsphase mit zahlreichen neuen, innovativen und datengetriebenen Marktteilnehmern besteht dort ein ausgeprägter Bedarf nach einem Ansatz, mit dem sich die komplexen Herausforderungen der heutigen Finanzwelt erfolgreich adressieren lassen. Benötigt wird dazu vor allem eine leistungsfähige IT-Infrastruktur mit geeigneter Datenplattform. Zwar haben viele Finanzinstitute bereits früh die Notwendigkeit eines wegweisenden Datenmanagements erkannt und sind auf den Zug der Digitalisierung aufgesprungen, doch treibt sie die Volatilität des Marktes sowie der stetig steigende Wettbewerbs- und Margendruck zu weiteren Innovationen an – insbesondere zur Beschleunigung und Modernisierung datengetriebener Prozesse.

Der Zugriff auf umfassende, vertrauenswürdige Daten und deren Auswertung in Echtzeit bewährt sich als ideales Werkzeug, um rasch und angemessen auch in Krisensituationen zu agieren. Zudem unterstützt die Smart Data Fabric dank integrierter Werkzeuge den Einsatz von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen und erleichtert es so, besonders zweckmäßige Anwendungsfälle wie automatisierte Betrugserkennung (Fraud Detection), Kreditbewertungen oder Wertpapiertransaktionen schnell umzusetzen. Neben praktikablen Handlungsempfehlungen erhalten die User einen umfassenden Überblick über die gegenwärtige Marktlage und neue Geschäftschancen, die sich aus aktuellen Entwicklungen auf Kundenseite und im Marktgeschehen ergeben. Die gewonnenen Erkenntnisse können auch externen Stakeholdern wie etwa Kooperationspartnern, Aufsichtsbehörden und nicht zuletzt Kunden zur Verfügung gestellt werden.

Agiler Motor für Wachstum

An konkreten Einsatzszenarien mangelt es keineswegs: von der Planung von Zukunftsszenarien und der Unterstützung bei der Entscheidungsfindung über das Risiko- und Liquiditätsmanagement bis hin zur regulatorischen Compliance und der Vermögensverwaltung. Unternehmen, die in die neue Technologie investieren, sichern ihre Position in einem wettbewerbsintensiven Umfeld. Mit der Smart Data Fabric als sprudelnde Quelle wertvoller Insights und einer leistungsfähigen Datenplattform lassen sich der Kundennutzen auf Compliance-konforme Weise optimieren und der Geschäftsbetrieb agil auf nachhaltiges Wachstum einstellen.

Über den Autor

Jochen Boldt

Jochen Boldt verantwortet als Sales Director bei InterSystems das Data Platform Geschäft in der DACH Region. Der Diplom-Betriebswirt mit MBA blickt auf über 20 Jahre Erfahrung in der IT-Industrie mit speziellem Fokus auf die Finanzbranche zurück und war u.a. bei IBM und Oracle tätig.

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