Nachhaltigkeit wird bei Konsumenten immer wichtiger

Der Konsumgütermarkt im Wandel

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Eine Studie zeigt: Immer mehr Verbraucher achten auf Nachhaltigkeit. Das veränderte Nachfrageverhalten zwingt Hersteller dazu ihre Produktpaletten und Vertriebsstrategien anzupassen. Dies erfordert hohen Einsatz, sorgt aber auch für Unsicherheit bei Unternehmen und Verbrauchern.

Aktuelle Studien und Research zu Trends und Entwicklungen beim Kundenverhalten

Das Verhalten von Kunden und Konsumenten ändert sich. Der Kunde von heute ist u.a. selbstbewusst, preissensibel, serviceorientiert und vernetzt. Studien zu aktuellen Trends und Entwicklungen beim Kundenverhalten finden Sie im Bank Blog.

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Der Begriff Nachhaltigkeit ist allgegenwärtig. Streikende Schüler und die Erkenntnis, dass die Ressourcen der Erde endlich sind, haben zu einem gesellschaftlichen Umdenken geführt. Der Schutz der Umwelt sowie faire Arbeits- und Herstellungsbedingungen spielen für Verbraucher eine immer größer werdende Rolle. Dies spiegelt sich auch in ihrem Konsumverhalten wider, wie eine Studie der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft KPMG, in Zusammenarbeit mit dem IHF Köln, nun herausfand.

Nachhaltig Einkaufen

Das Nachhaltigkeitsbewusstsein in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft steigt stetig. Gerade bei Verbrauchern ist dieses besonders ausgeprägt. Laut der Studie gaben 81 Prozent der Befragten an, beim Einkaufen auf Nachhaltigkeit zu achten. Dies entspricht einer Steigerung um fünf Prozentpunkte im Vergleich zu 2011. Hierbei muss jedoch zwischen Produkten unterschieden werden.

Während beim Bezug von Lebensmitteln 72 Prozent der Verbraucher bewusst zu nachhaltigen Produkten greifen oder dies zumindest versuchen, sind es bei Elektronikartikeln lediglich 48 Prozent. Hierbei spielen unter anderem die Möglichkeit regionale Erzeugnisse zu erwerben sowie auf Verpackungsmaterial zu verzichten eine Rolle.

80 Prozent der Konsumenten achten beim Einkauf auf Nachhaltigkeit

80 Prozent der Konsumenten sagen, sie würden beim Einkauf häufiger auf Nachhaltigkeit achten.

Nachhaltigkeit als Lebensstil

Für immer mehr Menschen ist nachhaltiges Handeln und Konsumieren bereits selbstverständlich. Lediglich drei Prozent verzichten aus Ablehnung bewusst auf nachhaltige Produkte. Befürworter hingegen sind sogar bereit auch einen höheren Preis zu zahlen oder saisonal auf Produkte zu verzichten. Gerade bei weiblichen Teilnehmern der Studie ist das Nachhaltigkeitsbewusstsein besonders ausgeprägt. So sind sie seltener genervt von der Thematik (6 Prozent, 15 Prozent bei männlichen Teilnehmern), auch ist ihnen die Auseinandersetzung mit der Thematik seltener zu Aufwendig (17 Prozent, Männer 25 Prozent).

Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten beim Konsum

Weitere zentrale Ergebnisse der Befragung von 500 Konsumenten sowie ausgewählten Experten zeigen, inwieweit Konsumenten Nachhaltigkeitsaspekte beim Konsum berücksichtigen:

  • 18 Prozent der Verbraucher geben an, beim Kauf von Lebensmitteln stets auf Nachhaltigkeit zu achten; weitere 54 Prozent versuchen dies nach eigener Aussage zumindest.
  • 69 Prozent der Befragten zeigen sich bereit, für Nachhaltigkeit des Produkts einen Aufpreis zu zahlen. Einen Preisaufschlag von bis zu 10 Prozent würde gut die Hälfte (55 Prozent) akzeptieren.
  • 55 Prozent sind sich in vielen Fällen unsicher, welches Produkt die nachhaltigste Option ist. Junge Menschen (16-29 Jahre) betrachten sich als informierter über nachhaltige Alternativen zum herkömmlichen Konsum als ältere.
  • Vier von fünf Verbrauchern achteten im vergangenen Jahr beim Einkaufen öfter als zuvor auf Nachhaltigkeit, und jeder zweite will dies künftig noch stärker tun.

Was ist überhaupt nachhaltig?

Neben dem Aufwand zur Auseinandersetzung mit der Thematik wird die fehlende Transparenz als Hindernis für nachhaltigen Konsum genannt. Mehr als die Hälfte der Befragten gibt hierbei an in vielen Fällen unsicher zu sein, ob das gewählte Produkt auch die nachhaltigste Option sei. Als Informationsquelle herangezogen werden hierbei häufig Fernsehen und Radio (bei 50 bis 59-jährigen) oder Dokumentationen und soziale Medien (16 bis 29-jährigen). Die Frage nach der Seriosität und Verlässlichkeit der Informationen bleibt hierbei jedoch bestehen. Abhilfe könnten offizielle und allgemeingültige Gütesiegel schaffen.

Politik und Handel in der Pflicht

Die Verbraucher sehen es hierbei als Aufgabe von Herstellern, Handel und nicht zuletzt dem Gesetzgeber Transparenz zu schaffen. Strenge, einheitliche Richtlinien und die Kontrolle dieser sind hierfür maßgeblich. So ist der Dschungel aus Siegeln zur Selbstkontrolle von Umweltverträglichkeit, fairem Handel oder artgerechter Tierhaltung für den Verbraucher kaum noch zu überschauen. Die Studie prognostiziert, dass sich die Märkte hierbei verändern werden. Die Anbieter werden in ihrer Transformation im Wesentlichen von Regulierern, Unternehmen und gesellschaftlichen Interessensgruppen beeinflusst. Es gibt keinen Standardprozess oder Geheimrezept, was Risiken birgt, aber auch Chancen bietet.

Da Nachhaltigkeit jedoch längst kein kurzlebiger Trend mehr ist, gilt es die nachhaltige Transformation voranzutreiben.

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Über den Autor

Francis Strinz

Francis Strinz hat eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse absolviert. Anschließend war er bei American Express in England tätig. Zurzeit studiert er Betriebswirtschaftslehre an der Leuphana Universität Lüneburg.

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