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Deutsche Börse weiter im Visier der Aufsicht

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Bankenverband aktuell

Wegen Organisationsversagens muss die Deutsche Börse ein Bußgeld in Höhe von 10,5 Millionen Euro zahlen. Davon unberührt bleibt das Unternehmen weiterhin im Visier der hessischen Börsenaufsicht und der BaFin.

Bankenverband aktuell

Aktuelle Informationen des Bankenverbandes

Im Bankenbrief informiert der Bundeverband Deutscher Banken jeden Tag über aktuelle News und Ereignisse aus der Finanz- und Bankenwelt.

Heute steht das folgende Thema im Blickpunkt:

Deutsche Börse zahlt 10,5 Millionen Euro Bußgeld

Im Insiderverfahren gegen Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter hat heute die Staatsanwaltschaft Frankfurt die Hoffnung des Konzerns auf ein baldiges Ende der Ermittlungen gedämpft. „Dazu, wann und wie das Verfahren hinsichtlich des Beschuldigten Kengeter abgeschlossen werden wird, können zum derzeitigen Zeitpunkt keine Auskünfte erteilt werden“, teilte eine Sprecherin mit. Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Börse hatten in der Nacht zu heute dem Angebot der Staatsanwaltschaft zugestimmt, wegen Organisationsversagens ein Bußgeld in Höhe von 10,5 Millionen Euro zu zahlen. Das Unternehmen soll die Öffentlichkeit zu spät über die inzwischen geplatzten Fusionsgespräche mit der London Stock Exchange (LSE) informiert haben, was die Börse bestreitet. Das Unternehmen wolle sich wieder ausschließlich auf das Geschäft konzentrieren und „die schwerwiegenden Belastungen durch das Ermittlungsverfahren“ hinter sich lassen, hieß es in einem heutigen Medienbericht. Nach der Bußgeldzahlung gehe die Deutsche Börse davon aus, dass das Ermittlungsverfahren gegen den Vorstandsvorsitzenden Carsten Kengeter „gegen Auflagen“ eingestellt werde. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagte Aufsichtsratschef Joachim Faber. „Sie gehörte zu den schwierigsten, die ich zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen im Aufsichtsrat der Deutschen Börse getroffen habe.“ Selbst bei einer Einstellung des Verfahrens gegen den Börsenchef ist es nicht sicher, ob er auf seinem Posten verbleiben kann. Denn die hessische Börsenaufsicht will dann entscheiden, ob Kengeter noch als zuverlässig gilt. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) prüft die Zuverlässigkeit der Deutschen Börse, da zwei Töchter eine Banklizenz haben.

Weitere Meldungen des Tages

Das war heute ebenfalls von Bedeutung:

Schweizerische Bankiervereinigung will Finanzplatz stärken

Vor Beginn des heutigen Bankierstags der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) hat diese mehrere Leilinien formuliert, um den Finanzplatz Schweiz weiter zu stärken. So fordert der Verband „die konsequente Berücksichtigung der Wettbewerbsfähigkeit bei allen Regulierungsprojekten“, wie es in einer Mitteilung von heute hieß. Zudem setze sich der Verband für offene Märkte ein und fordere mit Nachdruck die Anerkennung der Äquivalenz einschlägiger Schweizer Gesetze durch die Europäische Union (EU). Könne die Äquivalenz im Finanzbereich nicht gewährleistet werden, sollten keine vertiefenden Gespräche über den Kohäsionsbeitrag mit der EU geführt werden.

May will tiefe und besondere Beziehung zur EU

Die britische Regierungschefin Theresa May will am 22. September in Florenz eine richtungsweisende Rede zum bevorstehenden Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union (EU) halten. Das bestätigte ein Regierungssprecher. Die Premierministerin werde ihren Wunsch nach einer tiefen und besonderen Partnerschaft mit der EU nach dem Brexit betonen.

Wirtschaftsweiser Feld gegen Euro-Ausweitung

Der Freiburger Ökonom und Wirtschaftsweise Lars Feld hat die gestrigen Vorschläge von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker scharf kritisiert. „Ich habe den Eindruck, dass Herr Juncker den Schuss nicht gehört hat. Wenn man vor dem Hintergrund der weiterhin nicht vollständig bewältigten Probleme im Euroraum, der Absetzungsbewegungen, die es in Osteuropa gibt, und dem Brexit-Votum einfach nur mit mehr Europa antwortet, und das im heikelsten Bereich der europäischen Einigung, dann hat man sicher ein Problem auf der Ebene der Kommission“, sagte er heute in einem Radio-Interview. Die Euro-Krise habe gezeigt, wie wichtig es sei, dass in den Mitgliedsstaaten einer Währungsunion in etwa gleiche wirtschaftliche Verhältnisse herrschten.

Ethereum-Gründer Buterin warnt vor Cyber-Währungsblase

Vitalik Buterin, Gründer der Ethereum-Technologie, hat vor einer Blase bei Cyber-Währungen gewarnt, die kurz davor stehe zu platzen, hieß es in einem Medienbericht von heute. Zwar sei er von den Vorteilen eines Initial Coin Offerings (ICO) überzeugt. Sorge bereite ihm aber, dass Projekte Coins offerierten, die keinen Sinn machten und eigentlich kein Geschäftsmodell vorweisen könnten.

Meldungen aus einzelnen Bankinstituten

Zu einzelnen Banken und Finanzinstituten gab es heute folgende Meldungen:

  • Insider: Santander mit guten Chancen auf Deutsche Bank Polen.
  • ING-DiBa kooperiert mit Scalable Capital.
  • Großinvestoren kritisieren Deutsche-Bank-Chef Cryan.

Was am Freitag wichtig wird

Am Freitag stehen u.a. folgende Themen auf der Finanz-Agenda:

  • Am Vormittag kommen die Finanzminister der Eurozone zu einem informellen Treffen in Tallinn (Estland) zusammen. Auf der Agenda stehen das laufende Hilfsprogramm für Griechenland, das 2018 enden soll, sowie Beratungen zur Krisenfestigkeit der Eurozone. Am Nachmittag stoßen die übrigen Finanzminister der Europäischen Union (EU) dazu. Diskutiert werden unter anderem Steuerfragen sowie eine Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion.
  • Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) und die Privatbank Berenberg stellen das „Städteranking 2017“ vor. Untersucht wurde die Zukunftsfähigkeit der 30 größten Städte in Deutschland.
  • An der Börse wird mit viel Bewegung gerechnet, da morgen ein großer Verfallstag („Hexensabbat“) ansteht.
  • Außerdem endet die Bieterfrist für die insolvente Fluglinie Air Berlin.

Bankenbrief

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Über den Autor

Bankenverband

Der Bundesverband deutscher Banken ist die Stimme der privaten Banken. in Deutschland: Als wirtschaftspolitischer Spitzenverband bündelt, gestaltet und vertritt er die Interessen des privaten Kreditgewerbes und ist Mittler zwischen den privaten Banken, Politik, Verwaltung, Verbrauchern und Wirtschaft.

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