Die Hälfte der Deutschen arbeitet im Homeoffice

Doch das klassische Büro ist nach wie vor äußerst beliebt

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Die Hälfte aller Bundesbürger arbeitet derzeit von Zuhause aus. Das zeigt eine aktuelle Studie. Auch wenn die Corona-Pandemie endet, wollen viele Angestellte beim Homeoffice bleiben. Jedoch nur zu einem geringen Teil – denn das klassische Büro bleibt beliebt.

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Etwa die Hälfte aller deutschen Bundesbürger arbeitet derzeit vollständig oder teilweise im Homeoffice. Das ist Ergebnis einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom unter 1.500 Erwerbstätigen in Deutschland.

Demnach gaben 65 Prozent der Teilnehmer an, dass ihr Arbeitgeber aktuell anbiete, mobil zu arbeiten – zum Beispiel im Homeoffice. Von diesen 65 Prozent würden derzeit 40 Prozent teilweise und 37 Prozent vollständig im Homeoffice arbeiten. Berücksichtigt man jene Tätigkeiten, die sich nicht für das Homeoffice eignen, sowie die Gesamtmenge der Befragten, ergeben sich rund 50 Prozent, die derzeit vollständig oder teilweise im Homeoffice arbeiten.

Mehrheit der Deutschen arbeitet aus dem Homeoffice

Die große Mehrheit der Deutschen arbeitet aus dem Homeoffice.

So könnten wir nach der Corona-Pandemie arbeiten

Wie sieht es aus, wenn die Corona-Pandemie mal vorbei ist? 88 Prozent der befragten Deutschen wünschen sich, zumindest teilweise aus dem Homeoffice heraus arbeiten zu können. 30 Prozent möchten zumindest einen Tag pro Woche mobil arbeiten, 22 Prozent mehrere Tage pro Woche. Zehn Prozent wollen ausschließlich mobil arbeiten. 34 Prozent würden „ab und zu“ mobil arbeiten wollen.

Aber: 80 Prozent würden einen festen Arbeitsplatz im Einzelbüro nicht missen wollen – 69 Prozent den festen Arbeitsplatz in einem Mehrpersonenbüro nicht. Ins Großraumbüro wollen 32 Prozent, jedoch nur gelegentlich.

Grundsätzlich wünschen sich 56 Prozent der Umfrage-Teilnehmer, dass jeder Angestellte einen Anspruch auf eine Prüfung haben sollte, ob seine Tätigkeit nicht auch mobil erledigt werden könne. Freilich würde nicht jedem ein Arbeitsplatz im Homeoffice zugebilligt werden: 36 Prozent der Jobs der Umfrage-Teilnehmer eignen sich eigener Einschätzung nach nicht für das Homeoffice – bei 35 Prozent nur teilweise. Lediglich 27 Prozent ging zum Befragungszeitpunkt einer Tätigkeit nach, die vollständig für das Homeoffice geeignet sei.

Von hier wollen die Deutschen arbeiten

„Workation“ scheint ein neuer Trend vieler Deutschen zu werden. Ist das mobile Arbeiten erst einmal erlaubt, wollen 59 Prozent der Bundesbürger am liebsten aus der Ferienwohnung, 58 Prozent von einem festen Wohnort im Ausland und 31 Prozent gerne von einem Campingbus zum Dienst antreten.

Immerhin 58 Prozent bevorzugen einen „Shared Desk“ im Büro und ebenso viele einen Co-Working-Space. Nur 19 Prozent bevorzugen es, unterwegs zu arbeiten, etwa in der Bahn.

Macht das Homeoffice die Arbeit besser?

Die Umfrage-Ergebnisse bieten Anlass zur Feststellung, dass das Homeoffice den Arbeitsalltag verbessert: 79 Prozent der Umfrage-Teilnehmer äußerten den Eindruck, dass ihr Arbeitgeber seinen Angestellten seit Beginn der Corona-Pandemie mehr Vertrauen entgegenbringt und auf Eigenverantwortung setzt. 74 Prozent stellten eine größere Aufgeschlossenheit gegenüber digitalen Technologien fest. 51 Prozent meinen, dass inzwischen mehr auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter geachtet werde. 40 Prozent berichten von einem kooperativen Führungsstil, flexibleren Arbeitszeiten und einer gelockerten Kleiderordnung. 34 Prozent sehen mehr Weiterbildungschancen.

Zudem empfinden 85 Prozent der Befragten, die mobil arbeiten, weniger Stress, da der Arbeitsweg entfällt. 82 Prozent sehen den Zeitgewinn positiv. 74 Prozent bemerken eine bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben. Weitere Vorteile sind zeitliche Flexibilität (62 Prozent), die Möglichkeit eines gesundheitsbewussteren Lebensstils in Hinblick auf Sport und Ernährung (40 Prozent) und weniger Störungen durch Kolleginnen und Kollegen (32 Prozent).

Im Büro ist der Mitarbeiter am produktivsten

Aber: Im Büro scheint die Produktivität höher zu liegen. 98 Prozent der befragten Erwerbstätigen schätzten ihre Produktivität im Büro als hoch ein. Für das Homeoffice gilt das nur in 90 Prozent der Fälle. Unterwegs, zum Beispiel in der Bahn, schätzten 56 Prozent der Umfrage-Teilnehmer ihre Produktivität als hoch ein. Am schwächsten schneiden sonstige Orte ab, wie Co-Working-Spaces, Cafés oder Ferienwohnungen. Dort empfinden nur 48 Prozent ihre Produktivität als hoch.

Geht es dann um die Arbeitszufriedenheit im Allgemeinen, fühlen sich 90 Prozent im Büro sehr wohl. Für das Homeoffice gilt das in 88 Prozent der Fälle. Unterwegs fühlen sich 55 zufrieden mit ihrer Tätigkeit. In Cafés, Co-Working-Spaces oder Ferienwohnungen fühlen sich 44 Prozent sehr wohl.

44 Prozent der Mitarbeiter fehle  der persönliche Austausch im Homeoffice. Für 19 Prozent ist es ein Problem, weniger Kontakt mit Vorgesetzten zu haben. Zudem sehen 27 Prozent Schwierigkeiten, das Privatleben vom Job abzugrenzen und 25 Prozent fühlen sich von wichtigen Informationen abgeschnitten. Last but not least haben 15 Prozent mobil schlechtere Arbeitsbedingungen als im Büro. Drei Prozent haben mit der Arbeit im Homeoffice überhaupt keine positiven Erfahrungen gemacht. 26 Prozent wollen nichts Negatives über das Homeoffice sagen

 „New Work“ kommt gut an

Generell zeigten sich die Befragten gegenüber flexiblen Arbeitsformen oder Ideen, die mit „New Work“ assoziiert werden, jedoch aufgeschlossen: 95 Prozent würden sich ihre Arbeitszeit gerne frei einteilen, 95 Prozent möchten Leistungs- und Lernziele selbst bestimmen und 91 Prozent würden gerne allgemein einer sinnstiftenden Tätigkeit nachgehen. 91 Prozent erwarten, dass Arbeitgeber gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und 92 Prozent die Förderung von Gleichstellung und Diversität.

Auch die Sichtweise auf die Digitalisierung der Arbeitswelt hat sich zum Positiven entwickelt: 84 Prozent der befragten Bundesbürger sehen die Digitalisierung als berufliche Chance. In einer Vorgängerstudie von 2019 lag dieser Anteil noch bei 66 Prozent. Lediglich 14 Prozent der Deutschen sehen die Digitalisierung als Gefahr für die eigene berufliche Situation. Dieser Anteil lag 2019 noch bei 32 Prozent.

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Über den Autor

Jannik Wilk

Jannik Wilk ist als freiberuflicher Redakteur für Der Bank Blog tätig. Er ist freier Journalist und Student in Heidelberg.

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