Asset Manager und Vermögensverwalter blicken eher pessimistisch auf die Weltkonjunkturlage. Davon unabhängig besteht Optimismus in Bezug auf die eigene Situation. Die Branche geht von steigenden Erträgen im laufenden Jahr aus.

Aktuelle Trends, Studien und Research zu Private Banking und Wealth Management

Das Geschäft mit den Reichen und Superreichen, das Private Banking oder Wealth Management galt lange Zeit nicht nur als die Königsdisziplin des Bankgeschäftes sondern auch als sicherer Ertragsbringer. Inzwischen hat die Digitalisierung auch diesen Bereich erfasst und stellt die Banken vor neue Herausforderungen. Wie diesen begegnet werden kann und welches die aktuellen Trends und Entwicklungen sind, können Sie in den im Bank Blog vorgestellten Studien nachlesen.

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Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PWC hat für ihre jährliche Studie zur Entwicklung der Vermögensverwaltung mehr als 1.300 CEOs von Asset und Wealth Managern aus 91 Ländern befragt. Neben der Entwicklung des eigenen Unternehmens wurde auch eine Einschätzung der politischen und wirtschaftlichen Weltlage abgefragt.

Demnach hat der Konjunkturoptimismus deutlich nachgelassen. Lediglich 38 Prozent glauben an ein stärkeres Wirtschaftswachstum; im 2018 waren es 50 Prozent. 35 Prozent der CEOs erwarten hingegen ein abnehmendes Weltwirtschaftswachstum. 2018 waren es nur 10 Prozent. Mit einer gleichbleibenden Weltkonjunktur rechnen 27 Prozent, das sind 13 Prozent weniger als bei der Umfrage im Vorjahr.

Asset Manager erwarten Ertragssteigerungen

Die gedämpften Erwartungen zur Weltkonjunktur schmälern allerdings nicht die Wachstumshoffnungen der Vermögensverwalter für ihre Unternehmen. Insgesamt 82 Prozent rechnen für 2019 mit steigenden Erträgen. Nach den drei Jahren bis 2021 befragt, sind es sogar 86 Prozent.

Als wichtigste Gründe dafür sehen sie

  • Organisches Wachstum (71 Prozent),
  • Effizienzsteigerungen (68 Prozent) und
  • neue Produkte und Services (61 Prozent).

Überregulierung, Handelskonflikte und Populismus

Wenn es um Gefahren für das Unternehmenswachstum geht, sorgen sich die CEOs am meisten um Überregulierungen (43 Prozent), Handelskonflikte (32 Prozent) und politischen Populismus (30 Prozent). Zudem finden sich unter anderem Cyberkriminalität (37 Prozent), Fachkräftemangel (27 Prozent) und das Tempo des technologischen Wandels (24 Prozent) im Sorgen-Ranking.

Daten als Erfolgsfaktor

Die höchsten Zustimmungsraten im CEO-Survey haben – wie im Vorjahr – Aussagen zur Relevanz von digitalen Daten bekommen. So stimmen 96 Prozent der Befragten zu, dass Daten zu Kundenpräferenzen und -bedürfnissen mitentscheidend für den Langzeiterfolg ihrer Unternehmen sind. 91 Prozent sagen dies auch über Daten für die Finanzplanung und 90 Prozent über Daten zur Markenstärke und Unternehmensreputation.

Allerdings sind die Befragten deutlich skeptischer, dass die Qualität der zur Verfügung stehenden Daten umfassend genug sei.

Die Datenqualität der Vermögensverwalter ist aus Sicht der CEOs nicht ausreichend.

Künstliche Intelligenz wird oft ignoriert

90 Prozent der Asset-Management-CEOs glauben, dass der Markt sich in den kommenden fünf Jahren durch Künstliche Intelligenz (KI) signifikant verändern wird. 62 Prozent gehen sogar davon aus, dass das Thema eine größere Wirkung auf die Welt haben wird als der Siegeszug des Internets.

Allerdings haben erst 29 Prozent der Unternehmen KI bereits eingeführt. Immerhin planen 37 Prozent, KI-unterstützte Technologien in den nächsten drei Jahren einzuführen. 26 Prozent haben noch keine entsprechenden Pläne.

Nach Auffassung der Studienautoren könnten KI-ferne Unternehmen jedoch schnell den technologischen Anschluss an den Wettbewerb verlieren, wenn sie das Thema noch länger auf die lange Bank schieben. Sie empfehlen, KI in kleinen Schritten zu integrieren, statt gänzlich untätig zu bleiben.

Technologie wird zum Wachstumstreiber

Nach Ansicht der befragten CEOs hängt der zukünftige Erfolg eines Vermögensverwalters vor allem davon ab, wie neue Technologien für Wachstum genutzt und wie die Mitarbeiter entwickelt werden. Dabei gehe es auch darum, technologieaffine Mitarbeiter zu qualifizieren und neu zu gewinnen.

Die Studienautoren sehen trotz volatiler Kapitalmärkte und Niedrigzinsumfeld für Asset und Wealth Manager nach wie vor vielversprechende Wachstumschancen. Grundvoraussetzung sei jedoch, dass neue Produkte und Services, zum Beispiel aus dem Bereich Sustainable Finance, angeboten und neue Technologien effizient genutzt würden.

Asset Management Unternehmen müssten daher ihre Digitalisierung mit voller Konsequenz vorantreiben, wenn sie technologisch nicht abgehängt werden wollen. Dies gelte für interne Prozesse ebenso wie für die Kundenberatung und den Vertrieb. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass sie Marktanteile an stärker technologiegetriebene Akteure und FinTechs verlieren.

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