Zum Bezahlen, Registrieren oder Authentifizieren: QR-Codes gestalten den Alltag einfacher – mit und ohne Corona-Pandemie. Laut einer Studie hinterfragen nur wenige Nutzer die Sicherheit der Codes, was zu fatalen Sicherheitsbedrohungen führen kann.

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Die Digitalisierung erfasst unseren Alltag und die gesamte Wirtschaft ist davon betroffen. Die Geschäftsmodelle ganzer Branchen werden dadurch – teilweise dramatisch – verändert. Auch Banken und Sparkassen können sich diesem Trend nicht entziehen. Studien zu den aktuellen Trends und Entwicklungen in diesem Bereich finden Sie im Bank Blog.

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Jetzt vermutlich mehr denn je: Egal, ob im Restaurant, zur Terminanmeldung im Kaufhaus oder für den Schnelltest: Die Nutzung von QR-Codes nimmt mit der Corona-Pandemie an Fahrt auf. In jedem denkbaren Bereich des Alltags begegnen uns die schwarz-weißen Kacheln – zur Authentifizierung, zur Registrierung oder auch für Bezahlvorgänge. Denn klar ist: Sie vereinfachen die alltäglichen Kontaktbeschränkungen und mit Ausblick auf mögliche Öffnungsstrategien werden sie in Zukunft eventuell noch bedeutsamer.

Schattenseiten von QR-Codes

Doch es gibt auch Schattenseiten: In einer neuen Studie des Sicherheitsspezialisten Ivanti wurde der Umgang mit QR-Codes näher untersucht. Dabei wurden einige Diskrepanzen sichtbar. Das Wissen über IT-Sicherheitsrisiken einerseits und die Fähigkeit, diese erkennen zu können andererseits, klaffen weit auseinander.

Für die Untersuchung befragte das Unternehmen weltweit 4.100 Verbraucher, darunter 500 in Deutschland. Die Studie ist eine Folgeuntersuchung zum gleichen Thema aus dem vergangenen Jahr. Es zeigt sich: Seitdem hat das Vertrauen in die Technologie zugenommen – genauso wie die Bedrohung durch bösartige QR-Codes.

QR-Codes sind bei der breiten Masse angekommen

QR-Codes sind insgesamt in der breiten Masse angekommen, das zeigen die Ergebnisse der Befragten aus Deutschland. Demnach haben fast 80 Prozent der Befragten schon mindestens einmal einen QR-Code gescannt. Weitere 17 Prozent haben am Tag der Befragung einen QR-Code genutzt – ein Anstieg im Hinblick auf die letzte Umfrage im September 2020, bei der dies nur 6 Prozent von ihnen angaben.

Eine weitere wichtige Erkenntnis: Das Vertrauen in QR-Codes ist insgesamt gestiegen. So haben 40 Prozent der Befragten aktuell keine Bedenken, die Codes zu verwenden. 2020 hatten dies noch 37 Prozent. In der Art und Weise der Nutzung der Codes zeigt sich außerdem auch die Corona-Schutzmaßnahme der Kontaktbeschränkung: Demnach haben beispielsweise 32 Prozent der Befragten einen QR-Code in einem Restaurant, einer Bar oder einem Café gescannt. Weitere 22 Prozent haben die Codes im Einzelhandel verwendet. Generell glauben 62 Prozent, dass QR-Codes das Leben in einem von Kontaktbeschränkungen geprägten Alltag einfacher machen.

Infolgedessen wünscht sich die Mehrheit der Befragten, dass der Einsatz von QR-Codes noch breiter angesetzt wird. Angesichts dessen, dass QR-Codes fester Bestandteil zur Corona-Eindämmung sind, überrascht das nicht. Weiterhin werden sie als Element des digitalen Impfpasses in Betracht gezogen. Dementsprechend haben sich ebenfalls die Nutzungsgewohnheiten verändert und angepasst: 24 Prozent der Befragten benutzen den QR-Code zumeist zur Authentifizierung – im Vorjahr war dies kein Nutzugsszenario.

Mehrheit der Befragten glaubt Sicherheitsrisiken zu erkennen

Durch die Vorteile und der infolgedessen erhöhten Nutzung der Codes, steigen allerdings auch die Sicherheitsrisiken. Demnach können QR-Codes mit dem Endgerät des Opfers zum Beispiel einen Anruf tätigen, eine Zahlung durchführen oder sogar den Standort des Opfers offenlegen. Das Problem: Die Nutzer sind sich bisher dieser Risiken zumeist nicht bewusst oder sie überschätzen ihre Kenntnisse an dieser Stelle. So glauben 51 Prozent der deutschen Befragten zu wissen, wann sie einen bösartigen QR-Code vor sich haben. Trotzdem geben 36 Prozent an, dass sie, nachdem sie einen QR-Code gescannt haben, entweder auf eine unerwartete Aktion gestoßen sind oder der Code sie auf eine verdächtige Website führte.

Vor dem Hintergrund, dass 40 Prozent der Befragten keine Angst vor QR-Codes haben, bleibt ein höchst riskantes Verhalten zu erkennen, insbesondere da 42 Prozent der Befragten keine Sicherheitslösung auf dem Smartphone installiert haben oder sich dessen nicht sicher sind.

Mit den Erfahrungswerten zeigen sich die Menschen deutlich offener für die Technologie. Sie sind bereit, sie für weitere Anwendungen zu nutzen. Was die Sicherheit anbelangt, zeigen sie allerdings einen erschreckend laxen Umgang mit der Technologie. Die Studie macht deutlich, dass es hier gilt, über Risiken aufzuklären und Wege zu zeigen, wie sie sicher genutzt werden kann.

Infografik: Beliebtheit und Risiken von QR-Codes

Die folgende Infografik zeigt ausgewählte Ergebnisse der Studie im Überblick. Demnach steigt die Beliebtheit von QR-Codes weiter an, aber QR-Codes können die Sicherheit gefährden, wenn man unachtsam ist.

QR-Codes sind beliebt, können aber gefährlich sein.

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