Die meisten Deutschen achten auf den Schutz ihrer persönlichen Daten. Viele verlieren allerdings den Überblick über erteilte Datenfreigaben. Banken und Sparkassen genießen weiterhin hohes Ansehen beim Datenschutz.

Der Einsatz von Big Data bietet zahlreiche Chancen aber auch Herausforderungen für Unternehmen
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Im Rahmen ihrer Digitalstudie 2019 hat die Postbank untersucht, welche Entwicklungen sich in den verschiedenen Lebensbereichen der Deutschen in Bezug auf Digitalisierung allgemein und insbesondere zu Finanzthemen abzeichnen. Dabei wurde auch der Bereich Datenschutz unter die Lupe genommen. Demnach halten die Deutschen zwar den Schutz ihrer Daten im Netz für wichtig, verlieren aber im Alltag häufig den Überblick.

Deutsche achten auf Freigabe persönlicher Daten

Den Deutschen ist es nicht egal, was mit ihren Daten geschieht. 80 Prozent der Bundesbürger geben an, für eine App oder Online-Anwendung nur solche Daten freizugeben, die für die Nutzung zwingend erforderlich sind. Weitere elf Prozent der Befragten sagen, dass solche Anwendungen gar nicht erst nutzen, die eine Freigabe der persönlichen Daten erfordern.

Dabei gibt es jedoch Altersunterschiede. Bei den Digital Natives zwischen 18 und 39 Jahre geben rund 20 Prozent alle Daten frei, die angefragt werden. Bei den Älteren über 40 Jahre machen hingegen nur 5 Prozent.

Allerdings verlieren viele den Überblick über erteilte Freigaben. Ein Drittel der Nutzer von Online-Anwendungen weiß nicht, bei welchem Anbieter er welche Daten preisgegeben hat. Bei den jüngeren Deutschen hat knapp jeder Zweite keine Übersicht mehr, bei den über 40-Jährigen knapp jeder Dritte.

Mäßiges Interesse an Datenschutzbestimmungen

Datenschutzbestimmungen werden von den wenigsten gründlich hinterfragt. Lediglich 21 Prozent geben an, sie vor der Zustimmung genau zu prüfen. 36 Prozent sagen, sie würden sie zumindest flüchtig überfliegen und 27 Prozent, dass sie vor der Zustimmung nach Aspekten suchen, die ihnen wichtig sind. Allerdings stimmen 16 Prozent zu, ohne sie zu lesen oder gar zu prüfen.

Digital Natives unter 40 Jahre gehen mit der Prüfung im Vergleich zu den Digital Immigrants über 40 Jahre recht nachlässig um. 23 Prozent der Jüngeren lesen die Datenschutzbestimmungen nicht durch, bei den Älteren sind es nur zwölf Prozent.

Finanzinstitute genießen hohes Vertrauen bei Datenschutz

Wenn es um den Schutz persönlicher Daten geht, haben 78 Prozent der Deutschen Vertrauen in Banken und Sparkassen. Mehr Vertrauen wird lediglich Ärzten und Kliniken (83 Prozent) und der eigenen Krankenkasse (80 Prozent) entgegengebracht. Am Ende der Rangliste landen unabhängige Finanzberater, Suchmaschinen und soziale Netzwerke.

Infografik: Die Deutschen und der Schutz persönlicher Daten

Die folgende Infografik gibt einen Überblick zu den Befragungsergebnissen beim Thema Datenschutz:

Die meisten Deutschen achten auf den Schutz ihrer persönlichen Daten.