Die Erträge der Banken stehen zunehmend unter Druck. Eine aktuelle Studie zeigt neun Ansätze für eine zukunftsorientierte Transformation der Geschäftsmodelle Schweizer Banken auf, die auch für Kreditinstitute in anderen Ländern relevant sind.

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Zahlreiche Trends und Entwicklungen sind von übergeordneter strategischer Bedeutung für Banken und Sparkassen. Im Bank Blog finden Sie Studien zu den wichtigsten strategischen Trends und Entwicklungen im Finanzbereich.

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Die Geschäftsmodelle der Schweizer Banken stehen aufgrund des makroökonomischen Umfelds, des intensiven Wettbewerbs und hoher regulatorischer Anforderungen zunehmend unter Druck. Hinzu kommen neue Anbieter, der Ruf nach mehr Nachhaltigkeit, Veränderungen im Kundenverhalten und der Umgang mit digitalen Technologien.

Die operative Gewinnentwicklung der Schweizer Banken lag 2019 – bedingt durch Niedrigzinsen, dem starkem Franken und zunehmenden regulatorischen Anforderungen – um 34 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von 2005.

Ansätze zur Evolution der Geschäftsmodelle

Die Institute müssen daher genau prüfen, wie sie ihr Unternehmen mit neuen Technologien und dem Aufbau von Partnernetzwerken in die Zukunft führen können. Im Vergleich zu Nichtbanken müssen Kreditinstitute bei der Nutzung neuer Technologien im Einzelfall prüfen, ob aufgrund der Regulierung Einschränkungen bestehen oder besondere Maßnahmen notwendig sind. Bei der Nutzung von Cloud-Diensten müssen Banken beispielsweise sicherstellen, dass das Bankkundengeheimnis eingehalten wird.

Eine gemeinsame Studie der Schweizerischen Bankiervereinigung und Accenture zeigt mögliche Ansätze zur Evolution der Wertschöpfungsmodelle der Banken auf. Charakteristisch für die bewährten Geschäftsmodelle der Banken sind eine stark integrierte Wertschöpfungskette, zurückhaltende Anwendung von neuen Technologien und starre Organisationsstrukturen. Gerade hier sehen die Autoren der Studie Potenzial für zukünftiges Wachstum.

9 Ansätze zur Geschäftsmodell-Transformation

Zukünftige Wertschöpfungsmodelle von Banken sollten digital, modular, offen und agil sein. Zukünftige Wertschöpfungsmodelle der Schweizer Banken basieren auf dem Fundament offener Infrastrukturen mit durchgehend integrierten Daten und Systemen. Sie differenzieren sich über digitale Fähigkeiten sowie technische und organisatorische Agilität. Partner werden vermehrt eingebunden und Ökosysteme genutzt, wobei die Kundenschnittstelle als Dreh- und Angelpunkt beibehalten wird.

In der Studie werden neun Stoßrichtungen zur Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen vorgestellt, die nicht nur für Schweizer Banken relevant sind:

  1. Optimierung Vertriebsbankenmodell in Kombination mit ausgewählten Ökosystemen,
  2. Ausbau von Partnerschaften mittels Open Banking/API-Integration,
  3. Steigerung der Mitarbeiterproduktivität,
  4. Optimierung der Kundeninteraktionspunkte,
  5. Ausbau digitales Produkt- und Serviceangebot,
  6. Optimierung und Entwicklung von Data Analytics,
  7. Aufbau und Optimierung Cloud Computing,
  8. Aufbau von agilen organisatorischen Fähigkeiten und
  9. Akzeleration von „Digital as Enabler“.

Regulierung als Herausforderung

Weiter stellen die Autoren fest, dass die bestehende Regulierung nicht als entscheidendes Hemmnis für die Weiterentwicklung der Wertschöpfungsmodelle gesehen werden kann, stellt jedoch eine Herausforderung dar für den Innovations- und Anpassungsprozess der Banken. Banken müssen die individuellen Anwendungen im Einzelfall auf deren Rechtmäßigkeit prüfen und gegebenenfalls spezifische Maßnahmen beachten.

Insbesondere Cloud-Anwendungen, der Einsatz Künstlicher Intelligenz und Data Analytics sowie standardisierte Schnittstellen bieten erhebliches Potenzial und stehen den Banken auch aus regulatorischer Sicht grundsätzlich offen.

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