Startups und Scaleups könnten in den kommenden Jahren zu einem rasch wachsenden Arbeitsmarkt beitragen. Eine aktuelle Studie offenbart das Potenzial, das von ihnen ausgeht. Stellt man es richtig an, könnte Deutschland sogar mit den USA mithalten.

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Was sind die Auswirkungen, die Startups und Scaleups auf den deutschen Arbeitsmarkt haben? Die Unternehmensberatung Roland Berger, die Internet Economy Foundation, der Bundesverband Deutsche Startups und die Deutsche Börse AG sind dieser Frage gemeinsam nachgegangen.

Durch Startups und Scaleups entstünden, so die Studienautoren, nicht nur Arbeitsplätze innerhalb des jeweiligen Unternehmens, sondern auch bei Zulieferern und Services sowie sogenannte „induzierte Jobeffekte“, da die neuen Arbeitskräfte bei Startups, Scaleups und den damit indirekt verbundenen Dienstleistern als Nachfrager in der Gesamtwirtschaft auftreten.

Außerdem sei der Standort eines solchen Unternehmen wichtig:  Ein starker Startup- und Scaleup-Standort Deutschland zieht Talente und Investitionen aus dem Ausland an und stärke so die Wirtschaft insgesamt.

Effekte der Beschäftigung

Die Autoren stellen in ihrer Studie vier Effekte fest, die mit der Beschäftigung in Startups und Scaleups einhergehen.

  1. Direkte Effekte: Startups und Scaleups schaffen Arbeitsplätze
  2. Indirekte Effekte: Startups und Scaleups beziehen Produkte und Services von Lieferanten
  3. Induzierte Effekte: Beschäftigte von Startups und Scaleups sowie deren Lieferanten konsumieren Produkte und Services
  4. Standorteffekte: Direkte, indirekte und induzierte Beschäftigungseffekte stärken den Wirtschaftsstandort

Die Rolle der Startups und Scaleups in Deutschland

Die Studie ergab zudem, dass in Deutschland aktuell mehr als 415.000 Menschen für ein Startup oder Scaleup arbeiten. Rund 1,6 Millionen von derlei Unternehmungen geschaffene oder indirekt gesicherte Arbeitsplätze gebe es derzeit in Deutschland.

Die Tendenz ist steigend: Von 2018 bis 2020 sei ein überdurchschnittlicher Anstieg der Zahl der Mitarbeiter zu beobachten, wie es von den Autoren der Studie heißt. Sie sehen ein großes Potenzial: Bis zum Jahr 2030 könnte die Zahl der Mitarbeiter von Startups und Scalups auf 974.000 steigen.

Wachsen wie die US-Wirtschaft

Um das skizzierte Jobpotential zu realisieren, müsste der Anteil jener Mitarbeiter an der Gesamtbeschäftigung auf ein ähnliches Niveau wie aktuell in Großbritannien ansteigen. Gelänge es, diesen Anteil an der Gesamtbevölkerung auf ein Niveau von Nationen wie den USA zu bringen, könne dies hierzulande sogar mehr als drei Millionen neue Arbeitsplätze schaffen.

Damit Deutschland zu den anderen Startup-Nationen aufschließen und das Job-Potenzial heben könne, schreiben die Autoren, müssten entsprechende politische Weichen gestellt und Rahmenbedingungen geschaffen werden. Erforderlich sei eine umfassende  Strategie, die die Themen „Talente, Kapital und fairen Wettbewerb“ in den Fokus stelle.

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