In wirtschaftlich schwierigen Zeiten wird die Rolle des CEOs in Banken immer wichtiger. Allerdings gelingt der Führungswechsel in europäischen Banken einer Studie zufolge selten reibungslos. Die Folgen sind nicht selten gravierend.

Studien und Research zu strategischen Trends und Entwicklungen in der Finanzdienstleistung

Zahlreiche Trends und Entwicklungen sind von übergeordneter strategischer Bedeutung für Banken und Sparkassen. Im Bank Blog finden Sie Studien zu den wichtigsten strategischen Trends und Entwicklungen im Finanzbereich.

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Das heutige, äußerst schwierige makroökonomische und geopolitische Umfeld sowie die damit verbundene Marktunsicherheit stellen Banken und Sparkassen vor zahlreiche Herausforderungen. In Anbetracht dieser Marktdynamik nimmt die Bedeutung der Rolle des CEO zu und wird von allen Stakeholdern genau unter die Lupe genommen.

30 neue CEOs in drei Jahren

Vor diesem Hintergrund hat Strategy& eine Analyse zum Wechsel in den Vorständen europäischer Banken in den vergangenen drei Jahren durchgeführt. Im Betrachtungsumfang der Studie waren ca. 30 führende europäische Corporate, Retail, Private sowie Universal Banken, u.a. deutsche (z.B. Aareal Bank AG), Schweizer (z.B. Credit Suisse), niederländische (z.B. ABN AMRO Bank N.V.) und britische Banken (z.B. Lloyds Banking Group PLC).

Demnach gab es in den letzten drei Jahren in der europäischen Bankenlandschaft mehr als 30 Neubesetzungen von CEOs. Die Studie analysiert die zugrunde liegenden Entscheidungsmuster und Parameter von Banken, die einen neuen CEO-Nachfolger ernennen.

Hauptfaktoren für die CEO-Nachfolge in Banken

Die Entscheidung, einen internen oder externen CEO-Nachfolger zu ernennen, hängt von der allgemeinen Geschäftsentwicklung der Bank oder von der Art des Ausscheidens des vorherigen CEO ab.

Mit der Ernennung eines internen CEO-Nachfolgers streben die Banken in der Regel nach Stabilität und Beständigkeit. Die Einstellung eines internen CEO erleichtert die Stabilität des Unternehmens durch einen effektiven Rekrutierungs- und Einarbeitungsprozess.

Ein externer CEO-Nachfolger bietet in der Regel neue strategische Geschäftsideen und Perspektiven für eine Bank.

Drei empirische Muster der CEO-Nachfolge in Banken

Bei der Neubesetzung eines CEO zeichnen sich drei empirisch ermittelte Muster ab:

  • Geschäftslage ist entscheidend,
  • Niedriger Anteil weiblicher CEOs,
  • Geringer Anteil geplanter Wechsel.

Geschäftslage ist entscheidend

Bei der Ernennung eines internen oder externen CEO-Nachfolgers ist die allgemeine Geschäftslage der Bank entscheidend. Eine starke und wachsende Unternehmensperformance einer Bank korreliert stark mit der Ernennung eines internen CEO-Nachfolgers – auf der anderen Seite prüfen angeschlagene Unternehmen häufig den Wert radikaler Veränderungen durch die Ernennung eines neuen externen CEO, der neue strategische Ideen und Perspektiven bietet.

Niedriger Anteil weiblicher CEOs

Noch immer prägt ein niedriger Anteil weiblicher CEOs die europäische Bankenlandschaft. Nur jeder 10. CEO-Wechsel ist bei Banken in Europa mit einem weiblichen Vorgänger oder Nachfolger verbunden. Trotz eines globalen Branchendurchschnitts von nur ca. 5 Prozent ist in der europäischen Bankenlandschaft mit weiteren Fortschritten zu rechnen.

Geringer Anteil geplanter Wechsel

Plötzliche oder erzwungene Wechsel sind in der europäischen Bankenlandschaft ein gängiges Nachfolgemuster. Nur 20 Prozent der CEO-Wechsel in den letzten drei Jahren waren in Europa mit einer geplanten CEO-Nachfolge verbunden.

Strategie hängt oft am CEO

Der hohe Anteil ungeplanter CEO-Wechsel ist insofern problematisch, als daraus vielfach eine neue Strategie resultiert, oft ohne dass die alte Strategie überhaupt durchgehalten wurde. Dies führt zu doppelter Unruhe in den betreffenden Häusern und sorgt für Unsicherheit bei Kunden wie bei Mitarbeitern und Führungskräften.

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