Eine aktuelle Studie zeigt, dass die digitale Transformation bei Banken hohe Priorität hat. Allerdings stellen kürzere Innovations- und Technologiezyklen ebenso große Herausforderungen dar, wie die Entwicklung digitaler Produkte.

Aktuelle Trends, Studien und Research zur Digitalsierung im Bereich Finanzdienstleistung

Der Trend zur Digitalisierung hat unseren Alltag und die Unternehmenswelt nachhaltig verändert. Banken und Sparkassen werden später als andere Branchen erfasst, aber nicht weniger heftig. Im Bank Blog finden Sie aktuelle Studien zu diesem wichtigen Thema.

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Banken und Sparkassen befinden sich inmitten eines fundamentalen Transformationsprozesses. Die seit Jahren anhaltenden Niedrigzinsen drücken auf die Erlöse sowie die Kapitaldecke. Hinzu kommen hohe Kosten für die Umsetzung von Regulatorik. Gleichzeitig ähneln sich viele Bankprodukte immer mehr, so dass der Wettbewerb häufig über den Preis ausgetragen wird. Effizienzsteigerungs- und Kostensenkungsprogramme standen folglich in den letzten Jahren ganz oben auf der strategischen Agenda von Banken – häufig bereits mit Hilfe der Digitalisierung.

Mit der Corona-Krise kommt für viele Institute nun noch der teilweise Verlust physischer Kunden-Kontaktpunkte (Filialen) hinzu. Damit ist der Druck gestiegen, digitale Geschäftsmodelle aufzubauen. Dies könnte in den nächsten Jahren zu einem Digitalisierungspush bei Banken führen und dazu, dass die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle fokussierter und kundenzentrierter als in der Vergangenheit angegangen wird.

Banking Szenario 2025

Eine Studie von Lünendonk & Hossenfelder in fachlicher Zusammenarbeit mit Core, KPMG, Q_Perior, Nexgen und Senacor hat vor diesem Hintergrund die Digitalisierungsstrategien von Banken und Versicherungen untersucht und versucht Antworten auf die einsetzende digitale Plattformökonomie zu finden sowie Hinweise für eine Verbesserung der Effizienz- und Kostenstrukturen zu liefern.

Für ein Szenario 2025 wurden Führungskräfte aus Banken zu ihren künftigen Strategien zu Themen wie Disruption, Vertrieb der Zukunft, digitale Plattformökonomie, Zusammenarbeit mit Start-ups sowie der Nutzung digitaler Technologien befragt.

Herausforderungen durch digitale Transformation

Banken sehen sich derzeit kaum von Disruption durch neue Anbieter bedroht, wollen aber dennoch ihre digitale Transformation vorantreiben. Dabei setzen sie auf digitale Plattformen und neue digitale Vertriebswege zur Ergänzung ihrer klassischen Geschäftsmodelle.

Die Reaktion auf immer kürzere Innovations- und Technologiezyklen im Zuge der Digitalisierung sind für rund 60 Prozent der Banken eine wichtige Zukunftsaufgabe, ebenso wie mehr Agilität im Unternehmen. Allerdings stellt eine Markteinführung über neue, digitale Vertriebskanäle jede zweite Bank vor große Herausforderungen. Zudem hat bislang nur ein Drittel der befragten Unternehmen digitale Produkte von Start-ups oder Technologieunternehmen in ihr Produktportfolio integriert.

Bankvertrieb der Zukunft

Für den Vertrieb der Zukunft setzt der überwiegende Teil der Institute weiterhin auf ihr bestehendes Produktportfolio. Sie planen aber digitale Mehrwertdienste, um das Kundenerlebnis zu verbessern und die Kundenbindung hoch zu halten. Der persönliche Kontakt zum Kunden ist für die meisten Banken auch in Zukunft ein elementarer Bestandteil der Vertriebsstrategie.

Investitionsplanung für das Banking der Zukunft

Die Investitionsplanung für die nächsten Jahre spiegelt die wichtigsten strategischen Herausforderungen der befragten Banken wider. Demnach liegt bei Banken die Digitalisierung der Kundenschnittstellen für eine bessere „Customer Experience“ mit 82 Prozent an erster Stelle der Aufgaben. 76 Prozent planen einen Fokus auf die Weiterentwicklung der bestehenden Produkte zu legen und diese durch digitale und datenbasierte Services zu ergänzen. Neben den kundenzentrischen Themen liegt ein dritter Schwerpunkt auf der Verbesserung der Operational Excellence mit Hilfe von digitalen Technologien.

Investitionsschwerpunkte von Banken und Sparkassen bis 2025.

Modernisierung der IT-Landschaften

Eine der zentralen Schwachstellen von Banken bei der Umsetzung von neuen Strategien sind die historisch gewachsenen und veralteten Individual-Software-Landschaften. Viele Anwendungen sind zu Monolithen geworden. Der Grund ist der jahrelange Anbau von immer neuen Individuallösungen – unter anderem, um regulatorische Vorgaben zu erfüllen – und eine fehlenden Vernetzung untereinander.

Technologisch setzen die meisten befragten Banken in den kommenden Jahren daher auf die Ablösung ihrer Individual-Software-Landschaften durch moderne Standardsoftware. 63 Prozent der Banken legen hier ihren Fokus. Dabei spielen Technologien wie Open Source, APIs und Microservices eine große Rolle, ebenso wie die Abbildung von Geschäfts- und IT-Prozessen in der Cloud.

Banken setzen auf Public Cloud

Sowohl die Cloud als auch Cyber Security sind elementare Bestandteile der IT-Strategien von Banken. Sie ermöglichen es, neue Geschäftsmodelle zu skalieren und stellen die Sicherheit der eigenen Daten sowie der Kundendaten sicher.

72 Prozent der Banken sind bereits in der Cloud. Lediglich für einen kleinen Teil der Studienteilnehmer ist dieses Thema auch in Zukunft nicht relevant. Rund drei Viertel der untersuchten Unternehmen verwenden die Public-Cloud-Plattformen der Hyperscaler (Amazon Web Services, Microsoft Azure, Google Cloud). Aktuell arbeiten die meisten Banken (51 Prozent) mit Microsoft Azure zusammen. Google Cloud hole allerdings derzeit im deutschen Banking-Markt auf, wie die Beispiele der Deutschen Bank und der Sparkassen zeigen.

Mit der Nutzung von Cloud Services in einem engen Zusammenhang steht das Thema IT-Security. Ein Großteil der Banken hat gleichermaßen eine dedizierte IT-Security-Strategie in der Unternehmensstrategie verankert wie auch bereits mit der Operationisierung der IT-Security-Strategie begonnen.

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