Eine Studie untersucht, welche Risiken deutsche DAX-, MDAX- und SDAX-Unternehmen aktuell beschäftigen und wie sie in ihren Geschäftsberichten damit umgehen. Drei Bereiche stechen dabei besonders hervor.

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Die Kommunikationsberatung Crunchtime hat gemeinsam mit der Universität Hohenheim für eine aktuelle wissenschaftliche Studie die Vorstandsvorworte und Risikoberichte aus den Geschäftsberichten von 151 der 160 in DAX, MDAX und SDAX gelisteten Unternehmen analysiert. Dabei wurden Geopolitik (83 Prozent), Inflation (79 Prozent) und Cyber-Vorfälle (79 Prozent) als größte Risiken für das eigene Geschäft genannt.

Die börsennotierten Unternehmen in Deutschland thematisieren in ihren Geschäftsberichten in erster Linie externe Risiken. Das zeigt sich insbesondere in den Vorstandsvorworten: Die Vorstände sprechen vor allem Umfeldfaktoren als Risiken an und gehen deutlich seltener auf Risiken ein, die näher am eigenen Einflussbereich liegen.

Geopolitische Entwicklungen als Top-Risiko

Deutsche Unternehmen haben lange Zeit von der Globalisierung profitiert. Doch nun wird die negative Seite offensichtlich. Angesichts der Vielzahl politischer Konflikte – angefangen beim Ukraine-Krieg über den US-Handelsstreit mit China bis hin zum Konflikt zwischen China und Taiwan – prägen geopolitische Aspekte die Risiko-Agenda der Unternehmen.

Die geopolitischen Entwicklungen stellen aus Sicht der Unternehmen das größte Risiko für ihr Geschäft dar. Damit gehen Risiken wie Engpässe bei Produktion und Lieferung einher.

Weitere Risiken aus Sicht der Unternehmen

In den Risikoberichten rangieren Wettbewerbsdruck (45 Prozent), verändertes Kundenverhalten (45 Prozent) und Fachkräftemangel (42 Prozent) auf den Plätzen 9 bis 11. In den Vorstandsvorworten gehen 6 Prozent auf verändertes Kundenverhalten und 3 Prozent auf den Fachkräftemangel als Risiken ein, Wettbewerbsdruck ist gar kein Vorstandsthema.

Nur jedes zweite Unternehmen (51 Prozent) nennt in seinem Risikobericht den Klimawandel als Risiko. Damit liegt der Klimawandel als Unternehmensrisiko auf Rang 7 und nur knapp vor der Corona-Pandemie bzw. der Sorge vor neuen Pandemien (50 Prozent). Im Vorstandvorwort spielt der Klimawandel als Unternehmens- bzw. Geschäftsrisiko so gut wie keine Rolle (1 Prozent).

Finanzbranche zurückhaltend bei Risiken

Unternehmen aus der Finanzbranche greifen in ihren Risikoberichten im Branchenvergleich die wenigsten Risiken auf. Energie, Handel und Maschinenbau weisen die höchste Risikosensibilität auf. Für die drei Branchen stellen geopolitische Entwicklungen (> 90 Prozent), Lieferengpässe (> 80 Prozent) und die Inflation (> 75 Prozent) die Top-Risiken im Risikobericht dar.

Transparenzunterschiede in der Risikobewertung

78 Prozent der Unternehmen nutzen ihre Geschäftsberichte für eine systematische quantitative Risikobewertung. 21 Prozent der Unternehmen beschreiben ihre Risiken nur qualitativ im Fließtext. Zwei der untersuchten Unternehmen weisen keinen eigenständigen Risikobericht aus.

Die meisten Unternehmen widmen sich nur oberflächlich der Bewältigung ihrer Geschäftsrisiken und der Vorbereitung auf potenzielle Krisen. Dadurch entsteht der Eindruck, dass die Risikokommunikation in den Geschäftsberichten eher als obligatorische Verpflichtung betrachtet wird und weniger als Instrument, um das Vertrauen der Stakeholder zu stärken.

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