Eine Studie zeigt: Die globale Finanzdienstleistungsbranche hat die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie besser überstanden als erwartet. Allerdings reduzierten sich die Renditen und es gibt deutliche Unterschiede zwischen Gewinnern und Verlierern.

Studien und Research zu strategischen Trends und Entwicklungen in der Finanzdienstleistung

Zahlreiche Trends und Entwicklungen sind von übergeordneter strategischer Bedeutung für Banken und Sparkassen. Im Bank Blog finden Sie Studien zu den wichtigsten strategischen Trends und Entwicklungen im Finanzbereich.

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Einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung McKinsey zufolge – für die weltweit 599 Banken untersucht wurden – haben die Banken weltweit die Corona-Krise ordentlich gemeistert. Allerdings sank 2020 die Eigenkapitalrendite (RoE) auf 6,7 Prozent. Dabei mussten Banken ihre Renditen von 6 Prozent auf 3 Prozent halbieren. In Europa waren die Rückgänge noch ausgeprägter. Insgesamt stehe die Branche vor einer Erholung, so die Autoren. Bis 2025 sei eine globale Eigenkapitalrendite zwischen 7 und 12 Prozent möglich.

Große Unterschiede zwischen Gewinnern und Verlierern

Nur 10 Prozent der untersuchten Finanzdienstleister verbuchten die gesamten Gewinne der Branche für sich. Die Studie zeigt die wesentlichen Ursachen für diese Unterschiede. An ihrer Geografie und der Größe können Banken nur schwer kurzfristig ändern. Ein weiterer Faktor, das Geschäftsmodell, liege aber sehr wohl in der Hand der Institute. Die Gewinner der Branche vereinen demnach ein digitales Kundenerlebnis mit eingebetteten Finanzdienstleistungen, schlanke interne Prozesse und einen Fokus auf kontinuierliche Innovation.

Schwächere Institute können aufholen, aber die Zeit drängt. McKinsey-Analysen zeigten, dass zwei Drittel des während eines gesamten Konjunkturzyklus generierten Wertes, wie beispielsweise die Marktkapitalisierung, in den ersten zwei Jahren nach einer Krise geschaffen werden.

Spezialisierte Finanzdienstleister besser als Universalbanken

Ein weiteres Studienergebnis: FinTechs und spezialisierte Finanzdienstleister – in den Bereichen Zahlungsverkehr, Verbraucherfinanzierung oder Vermögensverwaltung – haben durchgehend höhere Bewertungsmultiplikatoren als die meisten globalen Universalbanken.

Ein Beispiel sind Payment-Anbieter, mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 8,5. Einige FinTechs in diesem Bereich haben sich innerhalb weniger Jahre von einer groben Skizze zu Unternehmen mit Bewertungen in Milliardenhöhe entwickelt. So haben Payment-Spezialisten zusammen mit Börsen und einigen Wertpapierfirmen mehr als 50 Prozent der 1,9 Billionen Dollar Marktkapitalisierung, die die Branche seit Beginne der Pandemie hinzugewonnen hat, für sich verbucht.

Finanzdienstleistungen insgesamt (einschließlich Banken, FinTechs und Spezialisten) werden mit dem 1,3-fachen des Eigenkapitalbuchwerts gehandelt, weit unter dem 3-fachen der übrigen Sektoren. Betrachtet man nur die Banken, sinken die Bewertungen auf das 1-Fache, und die Hälfte der Akteure wird sogar unter dem Eigenkapitalwert gehandelt.

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