Die konjunkturelle Schwäche greift auf die Finanzbranche über. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Stimmung in der deutschen Finanzbranche weiterhin verhalten ist. Vor allem die Erwartungen gehen zurück.

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Wie bereits in den letzten Quartalen des Jahres 2023 bleibt die Stimmung in der deutschen Finanzbranche weiterhin verhalten. Das zeigt die aktuelle Umfrage des Centers for Financial Studies der Frankfurter Goethe-Universität. Der CFS-Index, der vierteljährlich die Verfassung der deutschen Finanzbranche abbildet, bleibt mit +0,8 Punkten nahezu unverändert auf dem Stand von 107,3 Punkten.

Im vierten Quartal verzeichnet die gesamte Finanzbranche positive Entwicklungen in Bezug auf Umsatz, Ertrag und Mitarbeiterwachstum. Lediglich das Investitionsvolumen zeigt einen leichten Rückgang. Trotzdem zeigen die Erwartungen der gesamten Finanzbranche für das aktuelle erste Quartal 2024 deutlichen Pessimismus, insbesondere unter den Dienstleistern.

Weiterhin pessimistische Stimmung am Finanzplatz Deutschland.

Erstmals seit langem ist eine Zunahme in der Einschätzung der künftigen internationalen Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland zu erkennen. Der aktuelle Indexwert liegt bei 91,6 Punkten und verzeichnet damit einen Anstieg von +1,4 Punkten. Dennoch bleibt er deutlich unter dem neutralen Stand von 100 Punkten. Die positive Stimmung wird vor allem von den Finanzinstituten getragen, während die Dienstleister die Lage als rückläufig einschätzen.

Steigendes Umsatz- und Ertragswachstum – Sinkende Erwartungen

Im vierten Quartal 2023 verzeichneten die Umsätze der Finanzinstitute einen Anstieg um +10,5 Punkte auf 119,4 Punkte, was einer Zunahme um +7,6 Punkte im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Ebenso berichteten die Dienstleister von einem Anstieg um +3,7 Punkte auf 108,2 Punkte, was einem Zuwachs von +4,5 Punkten gegenüber dem Vorjahr entspricht. Allerdings sind die Erwartungen für das erste Quartal 2024 in der gesamten Finanzbranche äußerst pessimistisch.

Auch hinsichtlich der Ertragsentwicklung verzeichneten sowohl die Finanzinstitute als auch die Dienstleister im letzten Quartal 2023 positive Ergebnisse. Der entsprechende Sub-Index der Finanzinstitute stieg um +4,6 Punkte auf 121,4 Punkte und liegt nun +11,4 Punkte über dem Stand des Vorjahres. Bei den Dienstleistern erhöhte sich der Sub-Index um +6,0 Punkte auf 109,5 Punkte und liegt damit erheblich über dem Stand des Vorjahres (+17 Punkte). Für das aktuelle Quartal prognostizieren beide Gruppen jedoch einen spürbaren Rückgang ihres Ertragswachstums.

Sinkendes Wachstum des Investitionsvolumens der Finanzbranche

Das Wachstum des Investitionsvolumens in Produkt- und Prozessinnovationen der Finanzinstitute verzeichnet nur einen leichten Rückgang von -0,4 Punkten auf 109,6 Punkte, was immer noch +0,6 Punkte über dem Vorjahresniveau liegt. Bei den Dienstleistern hingegen ist ein Rückgang um -3,9 Punkte auf 98,1 Punkte zu verzeichnen, wodurch sie nun -5,2 Punkte unter dem Stand von vor einem Jahr liegen. Die gesamte Finanzbranche erwartet für das laufende Quartal einen weiteren leichten Rückgang.

Ähnlich wie beim Umsatz- und Ertragswachstum, melden auch die Finanzinstitute im Bereich Mitarbeiterwachstum einen Anstieg. Der entsprechende Sub-Index steigt um +4,2 Punkte auf 110,3 Punkte und bleibt mit +0,3 Punkten nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahresniveau. Auch die Dienstleister verzeichnen einen deutlichen Anstieg um +6,9 Punkte auf 101,9 Punkte, was darauf hinweist, dass sie wieder Mitarbeiter einstellen. Der Sub-Index liegt allerdings mit -0,5 Punkten noch leicht unter dem Vorjahresniveau. Für das laufende Quartal planen die Finanzinstitute sogar noch mehr Mitarbeiter einzustellen als im Vorquartal, während die Dienstleister damit rechnen, ihr aktuelles Niveau beizubehalten.

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