Eine aktuelle Studie offenbart in allen Altersklassen eine Tendenz zum Investment in nachhaltige Unternehmungen. Auch das Soziale sei ihnen ein Anliegen. Es zeigt sich: Der moderne Anleger möchte die Welt zum Guten verändern – in Umwelt und Gesellschaft.

Aktuelle Trends, Studien und Research zu Private Banking und Wealth Management

Das Geschäft mit den Reichen und Superreichen, das Private Banking oder Wealth Management galt lange Zeit nicht nur als die Königsdisziplin des Bankgeschäftes sondern auch als sicherer Ertragsbringer. Inzwischen hat die Digitalisierung auch diesen Bereich erfasst und stellt die Banken vor neue Herausforderungen. Wie diesen begegnet werden kann und welches die aktuellen Trends und Entwicklungen sind, können Sie in den im Bank Blog vorgestellten Studien nachlesen.

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Nachhaltige Geldanlagen werden bei Anlegern in Deutschland in allen Altersklassen beliebter. Dabei gehe es den Investoren vor allem darum, etwas Positives zu bewirken und Unternehmen als auch Staaten auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit zu unterstützen. Im Fokus stünden sowohl ökologische als auch ethisch-soziale Aspekte. Dies sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von Union Investment.

Demnach fänden 60 Prozent der befragten Anleger in Deutschland nachhaltige Geldanlagen attraktiv. Das sind neun Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr und ein neuer Höchststand seit 2010 als diese Frage im Anlegerbarometer zum ersten Mal gestellt wurde – damals waren es 32 Prozent. Auch die Zahl der Befragten, die bereits nachhaltige Geldanlagen besitzen, steigt im Vergleich zum Vorjahr an: Derzeit sind es 23 Prozent (2020: 14 Prozent).

Mehr als die Hälfte der Befragten möchte Geld nachhaltig anlegen

Die Umfrage ergab, dass 54 Prozent der Befragten in nachhaltige Unternehmungen investieren möchten. Das sind zehn Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. 59 Prozent der Anleger bevorzugen das Investment in Unternehmen, die bereits nachhaltig handeln als auch in solche, die nachhaltig handeln möchten. Zudem gehen nur 26 Prozent gehen davon aus, dass nachhaltige Geldanlagen nur etwas für professionelle Investoren seien.

Die Aufteilung in Altersgruppen offenbart Überraschungen: Jeweils 62 Prozent der Befragten zwischen 50 und 59 Jahren sowie 30 und 39 Jahren finden nachhaltige Geldanlagen attraktiv – aber „nur“ 52 Prozent der 20- bis 29-Jährigen.

Anleger suchen Aufklärung

Allerdings scheint mit der Bekanntheit des Themas auch der Informationsbedarf zu steigen: Der Anteil derer, die investieren würden, wenn sie wüssten wie, ist auf 60 Prozent gestiegen (Q1 2020: 50 Prozent). Zudem halten 34 Prozent der Befragten, die nicht in nachhaltige Geldanlagen investieren, das Angebot für zu kompliziert.

Investoren achten auch auf Soziales

Worauf achten die Anleger, wenn es um nachhaltige Investments geht? 51 Prozent legen Wert auf Ökologie, etwa die Gewinnerzielung in Einklang mit Umwelt und Klimaschutz. 47 Prozent der Befragten ist es wichtig, dass Gewinne im Einklang mit sozialen Aspekten wie dem verantwortungsvollen Umgang mit Menschen und Kulturen erzielt werden.

Für 84 Prozent ist es wichtig, dass Unternehmen langfristig handeln, statt kurzfristig Gewinne zu erzielen. Wie wichtig zukunftsgerichtetes Handeln für Anleger ist, zeigt auch, dass 82 Prozent auf ein monatliches bedingungsloses Einkommen von 1.000 Euro verzichten würden, wenn der Staat das Geld in Bildung, Klimaschutz oder ähnliches investiert.

 Hier liegt die Verantwortung

81 Prozent der Befragten meinen, dass Bürgerinnen und Bürger selbst den nachhaltigen Wandel am stärksten vorantreiben können. Den größten Einfluss aber sprechen sie produzierenden Unternehmen (88 Prozent) und der Politik (75 Prozent) zu. 69 Prozent setzen auf den Handel, um Einfluss zu nehmen. 54 Prozent der Befragten meinen, dass Geldinstitute und Versicherungen sehr viele oder viele Einflussmöglichkeiten für mehr Nachhaltigkeit besitzen.

Infografik: Beliebtheit nachhaltiger Geldanlagen in Deutschland

Die folgende Infografik fasst wesentliche Ergebnisse der Umfrage zur Beliebtheit nachhaltiger Geldanlagen in Deutschland zusammen:

Beliebtheit nachhaltiger Geldanlagen in Deutschland.