Einer aktuellen Studie zufolge hat die Corona-Pandemie zu einem in der Höhe nicht erwartenden Anstieg der Kredite an Firmen- und Geschäftskunden geführt und auch die Entwicklung der Margen beeinflusst. Für Kreditinstitute bietet dies neue Chancen.

Trends, Studien und Research zum Firmenkundengeschäft, Corporate und Investment Banking

Studien und Research zu Trends und Entwicklungen im Firmenkundenbereich der Banken, inklusive Corporate und Investment Banking.

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Am Anfang des Jahres sahen die Prognosen für Banken eher trist aus: Das Kreditwachstum stagnierte und fiel auf 5,7 Prozent ab. Die Corona-Krise hat diese Entwicklung ins Gegenteil verkehr. Für die meisten Unternehmen bedeutet die Corona-Pandemie entweder eine essentielle Bedrohung oder eine unternehmerische Chance. In beiden Fällen ist dies häufig mit einem steigenden Kreditbedarf verbunden. Für Banken und Sparkassen bietet sich damit die Möglichkeit, mit einer engen Betreuung sowie einem tiefen Verständnis für die individuelle Situation ihrer Kunden zu punkten.

Corona sorgt für Sondereffekt bei Unternehmenskrediten

Einer aktuellen Analyse von PwC Deutschland zufolge hatten die Kreditinstitute bereits Ende März Unternehmenskredite in Höhe von mehr als 1,1 Billionen Euro ausgereicht, was aktuell 38 Prozent aller Kundenkredite entspricht. Diese plötzlich einsetzende Zusatznachfrage wurde zunächst durch kurzfristige Kredite gedeckt, deren Volumen um 19 Milliarden Euro gegenüber Februar anstieg.

Ihr Anteil an den gesamten Nettozinserträgen deutscher Banken beträgt 17,8 Prozent. Keine andere Kreditkategorie generiert mehr Zinserträge.

Im Mai 2020 legte das Wachstum kurzfristig bis auf 8,7 Prozent zu. Die erhöhte Kreditnachfrage hat sich allerdings bereits im Juni wieder normalisiert. Gegenüber dem Vormonat war der Bestand an Unternehmenskrediten sogar um 0,4 Milliarden Euro rückläufig. Allerdings erscheint eine zweite Kreditwelle im Herbst aktuell wahrscheinlich, wenn viele Unternehmer ihre Finanzplanung erneut überprüfen und entsprechenden Handlungsbedarf erkennen. Durch die starke zweite Virus-Welle dürfte der Kreditbedarf sogar noch stärker steigen.

Der Bestand an Unternehmenskrediten wächst Corona-bedingt.

Zweiteilung bei den Margen von Firmenkrediten

Das Virus lässt auch die Bruttomargen nicht unberührt. Diese erhöhen sich im zweiten Quartal auf durchschnittlich 1,67 Prozentpunkte p.a., was fast ausschließlich auf die steigenden Refinanzierungskosten zurückzuführen ist. Es zeigt sich jedoch ein großer Unterschied zwischen Groß- und Kleinkrediten. Während Erstere ein Wachstum um 8 Basispunkte zurücklegen und dadurch auf 1,52 Prozentpunkte p.a. kommen, verzeichnen Darlehen bis zu 1 Millionen Euro einen Rückgang um 10 Basispunkte auf 2,21 Prozentpunkte p.a.

Corona verschiebt Marktanteile im Firmenkundengeschäft

Durch die Krise verschieben sich gerade im Firmenkundengeschäft die Marktanteile

In der ersten Hälfte des Jahres 2020 war es allen Bankengruppen möglich, ihre Kreditvergabe im Firmenkundengeschäft zu steigern. Die stärkste Entwicklung wurde jedoch bei Auslandsbanken festgestellt, die um 13 Prozent anwuchsen. Zweigstellen ausländischer Banken konnten sogar 23,8 Prozent zulegen.

Bei den Förderbanken zeichnete sich ein Kreditplus von 10,8 Prozent gegenüber Dezember 2019 ab. Die Landesbanken hingegen weisen den geringsten Zuwachs von lediglich 1,0 Prozent aus.

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