Anzeige

Diese Banken und Finanzdienstleister bieten in Deutschland Krypto-Services an

Banken und Kryptowährungen – diese beiden Gegensätze haben sich bisher immer gegenseitig ausgeschlossen. Doch immer mehr Banken und Finanzdienstleister gehen inzwischen einen „Pakt“ mit dem aktuellen Krypto-Trend ein. Was steckt dahinter?

Immer mehr Banken in Deutschland bieten Krypto-Services an

Immer mehr Banken in Deutschland bieten Krypto-Services an.

Sowohl erfahrene als auch neue Trader nutzen für die Verwaltung ihres Krypto-Portfolios und für Trading-Entscheidungen vorwiegend den Krypto Börsen Vergleich oder die Dienstleistungen eines renommierten Brokers. Bislang galten Kryptowährungen und Banken nicht als kompatibel. Nach und nach erweitern aber auch Banken und Finanzdienstleister ihr Portfolio in diese Richtung und bieten Dienstleistungen rund um den Kryptomarkt an.

Warum sich Banken mit dem Krypto-Markt so schwertun

Banken unterscheiden sich grundlegend von den Krypto-Systemen und deren Ideen. Dies betrifft insbesondere die dezentralisierte Verwaltung und Unabhängigkeit von den Notenbanken, das Kryptowährungen prägt und genau das Gegenteil der Finanzinstitute darstellt. Wenn man bei der Bank die Voraussetzungen für das Eröffnen eines Kontos erfüllt, kann man ein Konto persönlich in der Filiale oder online eröffnen. In jedem Fall benötigt man einen gültigen Personalausweis. Auch andere Auskünfte wie bestehende Kredite, die Schufa und andere persönliche Daten werden von den Banken geprüft.


Der Umgang mit Kryptowährungen wie Handel, Verwahrung, Geschäftskonten, Emissionsplattformen, Tokenisierung, Haftungsschirme, Geldautomaten oder Kreditkarten wurden von ausländischen Institutionen abgedeckt. Speziell im Jahr 2020 ließ sich jedoch beobachten, dass in der deutschen Banken- und Startup Branche eine Annäherung an das Thema Blockchain stattfand.

Deutsche Akteure starteten Krypto-Dienstleistungen und versprachen die Implementierung von zahlreichen weiteren Dienstleistungen des modernen Bereiches. Zunehmend entsteht auch bei immer mehr Kunden von Kryptowährungen der Wunsch, eine Bank als Kryptopartner wählen zu können. Banken reagieren vermehrt auf die wachsende Ausbreitung von Kryptowährungen und kooperieren mit Akteuren des Kryptomarkts.

Diese Banken bieten Krypto-Services

Im folgenden stellen wir kurz die Banken vor, die ihren Kunden Krypto-Services anbieten:

Fidor Bank

Die Fidor Bank bezeichnet sich selbst als Vorreiter der Kooperation zwischen Banken und Kryptowährungen. Der Fokus der Bank liegt auf dem schnellen Handel von Kryptowährungen, die über verschiedene Plattformen in Echtzeit gekauft und verkauft werden können. Über die APIs beider Börsen können Krypto-Assets im Fidor Cash Manager jederzeit eingesehen werden, ohne sich bei der Börse anmelden zu müssen. Darüber hinaus zeichnet sich die Fidor Bank durch ihre Fähigkeit aus, Quittungen von anderen Börsen für Kryptowährungen auf der ganzen Welt schnell zu akzeptieren, ohne Kunden durch komplizierte Prozesse führen zu müssen.

Bitwala

Bitwala ist ein Blockchain-Banking-Dienst mit Hauptsitz in Berlin. Die Bank erlaubt jedem ein „Blockchain-Bankkonto“ zu eröffnen und damit zu handeln. Kunden sind hier dazu in der Lage, sowohl Fiat- als auch Kryptowährungen auf dem Konto zu halten. Mit einer Kreditkarte können sowohl Fiat- als auch Krypto-Assets für alltägliche Zahlungen verwendet werden. Bitwala bietet zudem den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen und deren Verwahrungsdienste an. Zusammen mit seinem Partner Celsius bietet es darüber hinaus Kryptowährungsdarlehen an.

Scalable

Der Münchner Finanzdienstleister Scalable Capital, Europas größter digitaler Vermögensverwalter, kooperiert ebenfalls mit dem Kryptomarkt. Scalable ermöglicht es seinen Kunden, in Bitcoin, Ethereum und andere digitale Gelder zu investieren. Dabei soll der Handel über regulierte Marktplätze wie Xetra, die Deutsche Börse oder Gettex stattfinden. Kunden können hier kein separates Wallet für die Verwahrung der Coins anlegen. Anders als bei anderen Anbietern wird die jeweilige Währung bei den Münchenern in Form von Wertpapieren (ETP) auf dem bestehenden Depot der Nutzer gehalten. Diese Form der Sicherung ermöglicht einen nahtlosen Zugang zu digitalen Vermögenswerten in einer regulierten und sicheren Umgebung. Hinter den Papieren stehen eingelagerte Coins in gesicherten Aufbewahrungsstellen.

Solaris Bank

Die Solaris Bank ist im Krypto-Bereich über ihre interne Abteilung namens „Blockchain Factory“ tätig. Bisher bietet die Solaris Bank ausschließlich B2B-Dienstleistungen an. Sie ist vor allem durch die nahtlosen Schnittstellen (APIs) ihrer Dienste, die in die Plattform integriert werden können, beliebt. Viele Krypto-Unternehmen verwenden die Solaris-Pooling Accounts, um Kundengelder getrennt von Krypto-Börsen oder -Märkten aufbewahren zu können. Nach neueren Berichten ist zudem die Verwahrung von Kryptowährungen über die MPC-Technologie sowie ein Haftungsdach dafür, Thema bei der Bank.

Futurum Bank

Die Futurum Bank, auch unter ihrem ehemaligen Namen Tremmel Wertpapierhandelsbank bekannt, wurde Mitte 2019 von der Bitcoin Group SE, dem Unternehmen hinter Bitcoin.de, übernommen. Bitcoin.de suchte in erster Linie nach einem von der Fidor Bank unabhängigen Haftungsdach, welches sie durch den Erwerb der Bank fand. Die Aktivitäten der Futurum Bank im Krypto-Raum werden derzeit nicht näher beschrieben.

Hauck & Aufhäuser

Die Frankfurter Privatbank ist eine Investmentbank in Frankfurt. Die Bank gilt als ein kompetenter Partner im Handel mit Aktien, Anleihen und anderen Börsenprodukten. Zu ihren Kunden zählen in- und ausländische Banken, Versicherungen, Vermögensverwalter und Kapitalanlagegesellschaften. Die Bank hat Anfang 2021 einen Krypto-Fonds aufgelegt. Der Fonds wird von der Depotbank Kapilendo aus Berlin verwaltet und an semiprofessionelle und professionelle Anleger vertrieben. Daher hat die Privatbank der Gründung weiterer Krypto-Fonds in Deutschland zugestimmt, wie beispielsweise dem Krypto-Fonds F5.

Donner & Reuschel

Die Privatbank mit Sitz in Hamburg arbeitet derzeit an einem Angebot zum Kauf von Kryptowährungen und der vernetzten Verwahrung digitaler Werte. Weitere Projekte wie die Tokenisierung von Assets sind bereits in Prüfung.

M.M. Warburg

Die Hamburger Privatbank kooperiert mit dem Bankhaus Von der Heydt bei der Verwahrung von digitalen Assets. Zusammen haben beide Institutionen eine Namensschuldverschreibung von der Vonovia SE tokenisiert und emittiert. Ebenso publiziert die Bank Recherche-Berichte zu Krypto-Themen.

Bankhaus Scheich

Das Frankfurter Bankhaus ist eine der führenden Wertpapierhandelsbanken an der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Bank ist seit 2020 im Kryptowährungsmarkt aktiv und spezialisierte sich auf den Handel mit Kryptowährungen. Das Bankhaus Scheich ist bekannt für seine außerbörslichen Schalter und der großen Anzahl an digitalen Geldern, die dem Handel zur Verfügung stehen. Darüber hinaus ist es auch möglich, Kryptos bei der Bank zu leihen und dadurch Zinsen auf ebenjene zu generieren.

WEG Bank

Die Beteiligungsstruktur der WEG Bank im Krypto-Bereich erklärt bereits die Positionierung der Bank. TokenPay, Nimiq und die Litecoin Foundation haben jeweils 9,9 Prozent in die Bank investiert. Auch mit dem österreichischen Fintech-Unternehmen Salamantex wurde eine Partnerschaft geschlossen, um Bitcoin-Zahlungen für deutsche Einzelhändler attraktiv zu machen. Um dies zu erreichen, hat die WEG Bank kürzlich eine Fintech-Einheit namens TEN31 Bank gegründet. Der Fokus liegt auf Krypto-Dienstleistungen wie Trading, Depot- und Geschäftskonten mit VIP-Betreuung.

Bankhaus Von der Heydt

Die Münchner Traditionsbank Von der Heydt hat sich in letzter Zeit einen Namen im Krypto-Sektor gemacht. Viele Verschlüsselungsdienste werden bereitgestellt. Darüber hinaus stehen die Verwahrung von Krypto-Assets und die Tokenisierung von Investments im Fokus der Bank, die neben Bitbond auch einen Euro Stablecoin herausgegeben hat. Vor allem die Verwahrung von Krypto-Assets und die Tokenisierung von Anlagen stellen den Hauptfokus der Bank dar.

Sparkassen gehen mit Pilotprojekt in Vorreiterposition

Auch die Sparkassen wollen im Jahr 2022 neue Wege einschlagen. Mit einem Service für Kryptowährungen ermöglichen sie es über 50 Millionen Kunden und Kundinnen, in den Markt der neuen Geldanlageform einzusteigen. Ein Pilotprojekt soll diesen Schritt ermöglichen. Ziel ist es, Interessenten den Zugang zu Währungen wie Bitcoin und Ethereum über die einfache Online-Banking Funktion zu erteilen. Wie die Finanz-Magazine “Capital”, “Finance Forward” und “Finanz-Szene” berichteten, soll ein eigenes Team bei S-Payment, dem IT-Zahlungsverkehrsdienstleister und Tochter der Sparkassen-Finanzgruppe, ein Konzept vorbereiten.

Volksbanken präsentieren die BitcoinGoCard

Nachdem die Sparkasse das Pilotprojekt für Krypto-Transaktionen veröffentlichte, folgt auch der Regionalverband der Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte mit einer Bilanzsumme von 4,6 Milliarden Euro in den Krypto-Raum. CEO Andreas Streb bestätigte den Plan in einem Interview mit einem internen Kundenmagazin. Fast 800 Mitarbeiter von Banken in der Region wurden intensiv zu Bitcoin- und Blockchain-Themen geschult, um ein „breites Verständnis“ zu entwickeln. Die technischen Details sind weitestgehend noch unklar, aber die Bank hat die Markenrechte für „VR-BitcoinGoCard“ erworben. Angenommen wird die Einbringung einer Bankkarte, die Bitcoin speichern soll.

N26 möchte Krypto-Feature anbieten

Die deutsche Neobank N26 hofft, 2022 Krypto-Handel auf ihrer Plattform anbieten zu können. N26-Gründer Tayenthal räumt Mängel bei der globalen Expansion und den Bewertungen des Krypto-Handels ein und plant, neue Produkte für europäische Kunden auf den Markt zu bringen. In einem Interview mit der Financial Times gab der Co-CEO des Unternehmens zu, dass sich das Unternehmen auf den Aufbau von Krypto-Produkten und Krypto-Börsen konzentrieren wolle.

Ihnen hat der Beitrag gefallen? Dann teilen Sie ihn gerne in Ihrem Netzwerk

Über den Autor

Max Meier

Max Meier ist gelernter Bankkaufmann und schreibt regelmäßig für den Bank Blog Ratgeber über Themen für Kunden von Banken und Sparkassen.

Anzeige

Kommentare sind geschlossen