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Worauf es bei der Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbstständige ankommt

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist im Rahmen der Arbeitskraftabsicherung vor allem für Selbstständige essenziell. Die Tarifwerke der Versicherer weisen dabei einige Besonderheiten aus, auf die Selbstständige achten sollten.

Existenzgründer sollten sich gegen Risiken bestmöglich absichern

Existenzgründer stehen zahlreiche Risiken ins Haus. Gegen einige kann man sich absichern.

Selbstständige ohne Bindung an die gesetzliche Rentenversicherung erhalten keine Leistungen, wenn sie ihren Beruf durch eine Erkrankung oder einen Unfall nicht mehr ausüben können. Die Leistungen aus der gesetzlichen Erwerbsunfähigkeitsversicherung stehen nur gesetzlich rentenversicherten Personen offen, die in den fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung mindestens 36 Monate Beiträge gezahlt haben. Die private Berufsunfähigkeitsversicherung, laut Clark ist daher ein wichtiger Baustein für die persönliche Absicherung von Selbstständigen und Freiberuflern.

Welche Leistungen enthält die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die BU-Versicherung, zahlt die vereinbarte monatliche Renten, wenn die versicherte Person ihren Beruf durch Krankheit, Unfall oder einen mehr als altersgemäßen Kräfteverfall nur noch zu weniger als 50 Prozent ausüben kann. Geprüft wird dabei die tatsächlich ausgeführte Tätigkeit. Wenn Sie als Geschäftsführer eines Unternehmens im Schnitt 50 Stunden pro Woche arbeiten, liegt die Leistungsgrenze für die Berufsunfähigkeitsversicherung bei 25 Stunden. Die vereinbarte Rente wird bis zum Ablauf des Vertrags gezahlt.

Einige Versicherer integrieren zudem Leistungen bei Arbeitsunfähigkeit in ihre BU-Tarife. Bei einer länger als sechs Monaten andauernden Erkrankung, die durch Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen nachgewiesen werden muss, erhalten Sie die vereinbarte BU-Rente je nach Versicherer bis zu 24 Monate lang.

Worauf sollten Selbstständige besonders achten?

Eine Klausel in den Tarifwerken der Versicherer ist besonders wichtig: die Umorganisationsklausel. Selbstständige können mit dieser verpflichtet werden, die Arbeitsabläufe in ihrem Betrieb neu zu strukturieren, um so eine Berufsunfähigkeit zu verhindern. Die Änderungen in der Struktur müssen aber für den Selbstständigen zumutbar sein. Die Klauseln sind bei den einzelnen Versicherern sehr unterschiedlich strukturiert. Bei einigen Versicherern gilt die Klausel zum Beispiel nicht, wenn das Unternehmen maximal fünf Mitarbeiter hat, andere verzichten bei akademischen Tätigkeiten darauf.

Manche Versicherer prüfen die wirtschaftliche Zumutbarkeit. Wenn durch die Neustrukturierung ein Einkommensverlust von mindestens 20 Prozent droht, erhält der Versicherungsnehmer auch ohne Änderung die vereinbarte Rente.

Wie lang sollte eine BU-Versicherung laufen?

Als Selbstständiger sollten Sie auf eine ausreichende Laufzeit der BU-Versicherung achten. Im Idealfall orientieren Sie den Ablauf des Vertrags an Ihrer persönlichen Lebensplanung. Wenn Sie bereits jetzt wissen, dass Sie mit Erreichen des 62. Lebensjahres Ihren Beruf aufgeben und in den Rentenbezug wechseln, ist das Endalter 62 angemessen. Wenn Sie noch nicht genau wissen, wie lange Sie arbeiten werden, wählen Sie den Vertragsablauf möglichst spät. Die meisten Versicherer ermöglichen eine Deckung bis zum 67. Lebensjahr.

Welche Rentenhöhe soll ich vereinbaren?

Die monatliche Rentenhöhe in der BU-Versicherung deckt im Optimalfall sämtliche Kosten zur Lebenshaltung und zusätzlich einen Teil zum Sparen für die Altersvorsorge ab. Sie darf aber nicht oberhalb des tatsächlichen Einkommens liegen. Selbstständige und Freiberufler können ihr Durchschnittseinkommen der letzten drei Jahre absichern. Je nach Versicherer ist ein Einkommensnachweis notwendig. Existenzgründer dürfen häufig maximal 1.500 Euro monatlich absichern. Als Gründer achten Sie auf eine Nachversicherungsgarantie, die eine höhere Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung ermöglicht, wenn Ihr Einkommen steigt.

Fazit: Vergleichen lohnt sich

Die Versicherer handhaben insbesondere die Umorganisationsklausel sehr unterschiedlich. Achten Sie bei der Auswahl des passenden Versicherers also nicht nur auf einen möglichst günstigen Preis, sondern vor allem auf die Leistungsinhalte des Anbieters. Günstige Beiträge helfen nicht, wenn Sie im Falle einer Berufsunfähigkeit keine Leistungen erhalten, weil Sie Ihren Betrieb umorganisieren könnten.

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Über den Autor

Max Meier

Max Meier ist gelernter Bankkaufmann und schreibt regelmäßig für den Bank Blog Ratgeber über Themen für Kunden von Banken und Sparkassen.

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