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Warum Sie ein Bankschließfach haben sollten

Wer kann von sich und seiner Wohnung behaupten, diese sei vollkommen sicher? Einbruch, Feuer, Wasserschäden sind nur einige Dinge, die Wertgegenstände zuhause gefährden können. Ein Bankschließfach schafft Abhilfe.

Ein Bankschließfach ist ein sicherer Aufbewahrungsort für Werte

Ein Bankschließfach ist ein sicherer Aufbewahrungsort für Wertgegenstände.

Es gibt eine Vielzahl von Dingen, die so wertvoll oder kostbar sind, dass man sie nur ungern zu Hause aufbewahrt. Dazu zählen materielle Werte wie Bargeld, Schmuck, Edelmetalle oder die Briefmarken- oder Münzsammlung genauso wie ideelle Werte, etwa Fotos, Briefe oder andere Erinnerungsstücke. Auch wichtige Dokumente wie Zeugnisse, Stammbücher, Testamente oder andere Urkunden sind zuhause nur ungenügend geschützt. Selbst ein eigener Tresor bietet nur begrenzte Sicherheit. Im Falle eines Einbruchs mit Bedrohung der eigenen Gesundheit würde man ihn im Zweifel öffnen.

Bankschließfach als sicherer Aufbewahrungsort

Ein Bankschließfach (das auch in der Filiale einer Sparkasse sein kann) ist ein eigener kleiner Safe und bietet eine sinnvolle Alternative. Es ist ein sicherer Ort für diese Wertgegenstände. Alle Gegenstände sind dort vor Diebstahl, Wasser- oder Brandschäden besser geschützt als zuhause.


Sie sollten all das in einem Schließfach verwahren, was sich nicht oder nur schwer ersetzen lässt und nicht regelmäßig oder spontan gebraucht wird. Bei Dokumenten macht es Sinn, eine Kopie zu Hause zu behalten. In den meisten Fällen wird das Original gar nicht benötigt und die Kopien reichen vollkommen aus.

Vorteile eines Bankschließfachs

Der Inhalt eines Bankschließfachs ist geheim. Was im Schließfach liegt, weiß alleine der Mieter. Die Mitarbeiter der Bank haben keinen Zugang und dürfen auch nicht beim Befüllen „über die Schulter schauen“.

Auch der Zugang ist klar geregelt und ebenfalls nur dem Mieter oder gegebenenfalls weiteren bevollmächtigten Vertrauenspersonen vorbehalten.

Der Zugang zum Bankschließfach ist von Bank zu Bank – manchmal von Filiale zu Filiale unterschiedlich geregelt. In der Regel erhält der Mieter einen oder zwei Schlüssel. Er muss sich am Schalter ausweisen und wird dann von einem Mitarbeiter in den Tresorraum begleitet. Dort wird er dann alleine gelassen und kann sein Schließfach ein- oder ausräumen. Der Zugang ist bei diesen Schließfächern auf die Öffnungszeiten der Filiale begrenzt.

Manche Institute verfügen aber über voll- oder halb-elektronische Anlagen, die teilweise 24 Stunden an sieben Wochentagen zugänglich sind. Dort erhält man mit einer Bankkarte Zugang bzw. Zugriff auf den Inhalt seines Schließfachs.

Ein Schließfach sollte versichert sein

Schäden durch Diebstahl oder Beschädigung Bankschließfächern sind sehr selten. Zudem kann man sich dagegen versichern. Manche Banken bieten einen automatischen Versicherungsschutz bis zu einer bestimmten Summe. Darüber hinaus kann der Inhalt des Schließfachs auch über die Hausratsversicherung abgedeckt sein. Hier lohnt es sich, einen Blick in die Unterlagen zu werfen oder die eigene Versicherungsgesellschaft anzusprechen.

Zusätzlich bieten Banken und Sparkassen eine Schließfachversicherung an, die separat abgeschlossen werden kann. Insbesondere, wenn man wertvolle Dinge wie Bargeld oder Edelmetall in einem Schließfach aufbewahren will, sollte man abkläfen, ob dies mitversichert ist. Auf die verschiedenen Versicherungsmöglichkeiten müssen Banken bei Abschluss des Mietvertrages hinweisen.

Weil die Bank den Inhalt des Schließfachs nicht kennen kann und darf, müssen Sie genau dokumentieren, was sich darin befindet. Am besten legen Sie eine Liste an und machen datierte Fotos aller Wertgegenstände.

Was im Todesfall passiert

Verstirbt der Mieter des Schließfachs, muss die Bank das Finanzamt auf dessen Existenz hinweisen. Soweit die Bank Kenntnis vom Versicherungswert des Schließfaches hat, ist dieser ebenfalls mitzuteilen.

Erben können auf das Schließfach zugreifen, wenn sie einen Erbschein vorweisen. Die Vorlage des Testaments reicht nicht aus. Rechtmäßige Erben können das Schließfach dann kündigen und seinen Inhalt an sich nehmen oder gegebenenfalls nach Abstimmung mit der Bank den Mietvertrag übernehmen.

Wo erhält man ein Schließfach

Üblicherweise bieten alle Banken und Sparkassen in ihren Filialen Schließfächer an. Manche Institute bieten diesen Service jedoch nur den eigenen Kunden. Die Kosten unterscheiden sich nicht nur nach Größe des Schließfachs sondern sind auch je nach Institut unterschiedlich hoch. Über die Höhe der Miete kann man sich im Preis- und Leistungsverzeichnis der jeweiligen Bank informieren. Ein Vergleich lohnt sich in jedem Fall.

Vor allem in Städten sind Schließfächer stark nachgefragt. Je nach Region gibt es aber möglicherweise auch ein Schließfach in einer anderen Filiale oder einem anderen Institut.

Auch Nichtbanken bieten Schließfächer an. Seriöse Anbieter bieten dabei denselben Schutz und dieselbe Sicherheit wie Banken und Sparkassen, sind aber meist teurer. Dafür ist meist ein 7/24-Zugang möglich.

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Über den Autor

Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Er ist Herausgeber von Der-Bank-Blog.de und hält Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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