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Eigenkapital ist ein wichtiger Faktor bei der Baufinanzierung

Sie möchten sich den Traum vom Eigenheim erfüllen, aber es fehlt Ihnen am nötigen Eigenkapital? Dies ist kein Grund, sich von dem lang ersehnten Wunsch zu verabschieden, denn es gibt durchaus Möglichkeiten, den Traum auch ohne Barvermögen zu leben!

Bedeutung von Eigenkapital bei der Baufinanzierung

Die Bedeutung von Eigenkapital bei der Aufnahme einer Baufinanzierung.

Das eigene Heim steht auf der Wunschliste junger Leute nach wie vor sehr weit oben. Doch die Kauf- und Baupreise von Immobilien sind in den letzten Jahren stetig nach oben gegangen und haben mittlerweile ein Niveau erreicht, das viele junge Familien selbst in ländlichen Regionen häufig an die Grenzen ihrer finanziellen Belastbarkeit bringt. Zwar sind die Zinsen derzeit extrem niedrig, dennoch übersteigen die aufzubringenden Kosten nicht selten die Möglichkeiten der zukünftigen Häuslebauer. Dazu kommt, dass in vielen Fällen kein oder fast kein Eigenkapital vorhanden ist, welches in die Finanzierung mit eingebracht werden könnte.

Höhere Eigenkapitalquote bietet Vorteile

Doch wie hoch sollte der Eigenanteil überhaupt sein? Dies lässt sich natürlich nicht pauschal beantworten, weil es von zu vielen Faktoren abhängt. Fest steht jedoch, dass eine höhere Eigenkapitalquote eine ganze Reihe von Vorteilen hat. Zum einen gewähren Banken Kreditnehmern, die über ein vernünftiges Eigenkapital verfügen, in der Regel erhebliche bessere Kreditkonditionen, denn dadurch sinkt für die Bank das Finanzierungsrisiko. Dies kann durchaus den ein oder anderen Prozentpunkt ausmachen und führt in der Summe natürlich zu einer schnelleren Tilgung oder einer niedrigeren Darlehensrate.

Die Laufzeit der Finanzierung wird verkürzt. Je mehr Eigenkapital vorhanden ist, desto weniger Kreditsumme wird benötigt. Bei einer festen angenommenen Ratenhöhe sinkt dementsprechend die Dauer der Finanzierung. Wer nicht so viel Wert auf eine schnelle Rückzahlung legt, hat natürlich auch die Möglichkeit, die Raten niedriger anzusetzen.

Es darf nicht außer Acht gelassen werden, dass Banken längst nicht jede Finanzierungsanfrage auch genehmigen. Die Entscheidungskriterien sind vielfältig, die Höhe des möglichen Eigenkapitals ist ganz sicher aber eine davon. Mit einer wachsenden Eigenkapitalquote steigen also auch die Chancen auf einen positiven Bescheid der Bank.

Verschiedene Finanzexperten empfehlen mittlerweile, die Finanzierung um ein paar Jahre zu verschieben und die Zeit zu nutzen, um Eigenkapital aufzubauen.

Möglichkeiten der Eigenkapital-Eimbringung

Eigenkapital kann übrigens nicht nur in Form von Spar- oder Termineinlagen eingebracht werden, auch Guthaben aus Bausparverträgen, Lebensversicherungen oder Fondssparplänen werden hier dazugerechnet. Natürlich sind auch private Darlehen aus dem Familienkreis eine legitime Möglichkeit der Kapitaleinbringung, zumal diese in der Regel zinslos gewährt werden. Aber auch die Erbringung von Eigenleistung wird als Eigenkapital anerkannt, auch wenn Banken in dem Bereich sehr genau betrachten, ob die selbst errechnete Eigenleistung auch realistisch erbracht werden kann. Mehr als 5-10 % der Baukosten werden in der Regel nicht akzeptiert. Bei gelernten Handwerkern kann die Quote aber durchaus etwas höher sein. Bei der Bereitstellung von Eigenkapital ist aber darauf zu achten, dass ein gewisser Teil als Puffer für unvorhergesehene Ausgaben zurückgehalten werden sollte.

Finanzierungen ohne Eigenkapital

Selbstverständlich ist unter bestimmten Voraussetzungen auch eine Finanzierung ohne Eigenkapital möglich. Dies ist aber mit nicht zu unterschätzenden Risiken verbunden. Denn im Falle einer Zahlungsunfähigkeit ist es eben nicht damit abgetan, mit dem Erlös des Hausverkaufs einfach die Schulden zu tilgen. Geleistete Kaufnebenkosten wie Makler- und Notargebühren, Grunderwerbsteuer und Grundbucheintragungen müssen abgeschrieben werden. Auch berechnen die Banken nicht unerhebliche Vorfälligkeitsentschädigungen für die vorzeitige Tilgung. Zudem können die Immobilienpreise am Markt gefallen sein, so dass der Kreditnehmer am Ende ohne Haus, jedoch mit Schulden dasteht.

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Über den Autor

Max Meier

Max Meier ist gelernter Bankkaufmann und schreibt regelmäßig für den Bank Blog Ratgeber über Themen für Kunden von Banken und Sparkassen.

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