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Direktbanken mit größerem Produktangebot auf dem Vormarsch

Die Art und Weise, wie Menschen miteinander kommunizieren und wie Waren ausgetauscht werden, verändert sich radikal. Eine immerwährende Verfügbarkeit verschiedenster Güter, unabhängig von Ort und Zeit, beeinflusst jedoch auch das Konsumverhalten der Menschen. Leistungsfähige Dienstleistungen, wie etwa Online-Banking bei Direktbanken, gehören zum grundsätzlichen Angebot dazu und wird als selbstverständlich vorausgesetzt. Da Kunden aber auch immer wissbegieriger werden und eigenständig Bankgeschäfte tätigen, kommt kein großes Direktbankhaus heutzutage mehr ohne entsprechende Produktpalette aus.

Direktbanken bieten Online Banking per Mouse Click

Online Banking per Mouse Click

Trend zeigt steil nach oben

Die Finanzkrise ist vor allem auch eine Vertrauenskrise, denn nahezu jede namhafte Bank sah sich rechtlichen Auseinandersetzungen ausgesetzt, die auf ein grob fahrlässiges oder gar wissentliches Fehlverhalten der im Kundenkontakt stehenden Berater abzielt. Man nutzte dabei regelrecht die Einstellung der meisten, langjährigen Kunden aus, dass ein Wechsel zu aufwendig würde und man alles kompakt unter einem Dach führen möchte. Direktbanken bieten hier jedoch auch schon einen bequemen Umzugsservice, schnell umsetzbar und selbstverständlich kostenfrei, sodass Bankgeschäfte ohne Verzögerungen oder Komplikationen ausgeführt werden.

Ein wesentlicher Vorteil liegt jedoch auch darin, dass die Antragstellung für Kreditlinien, Ratenkredite und andere Angebote wesentlich transparenter gestaltet ist. Der Comfort Credit der VW Bank beispielsweise zählt in Branchenkreisen als Vorbild, denn diese Art flexibler Verfügungsrahmen ermöglicht es, ohne die üblicherweise extrem hohen Zinssätze auf eine Reserve zurückgreifen zu können. Eine Rückzahlung muss mindestens zwei Prozent des Saldos im Monat betragen, der Zinssatz liegt unter acht Prozent p.a. und gilt damit im Branchenvergleich als Top-Angebot.

40 Prozent aller Transaktionen in 2015 über Mobile Banking

Nimmt man eine aktuelle Studie der Strategieberatung Roland Berger Strategy Consultants als Basis, so ist nach Annahme des Partners Frank Heideloff davon auszugehen, dass bereits in zwei Jahren ein Anteil von 40 Prozent aller Transaktionen über Mobile Banking Applikationen laufen wird. Dies bedeutet eine massive Steigerung und bedingt entsprechende Investitionen, um die Sicherheit jeder Transaktion zu gewährleisten. Direktbanken weisen naturgemäß einen höheren Anteil der Investitionen an Mobilen Vertriebswegen auf, denn die Kontaktaufnahme über Internet und Telefon gehört zu den wesentlichen Grundlagen ihres Geschäftsmodells.

Kunden sollten deshalb Wert auf eine solide technische Basis legen, die sich im Vorhinein häufig durch einen Testaccount betrachten lässt. Dies schafft eine größere Zeitersparnis und macht effektivere Geldgeschäfte möglich. Von Bedeutung ist es zudem, wie die Wertpapierdepots der Direktbank strukturiert sind, gerade was die Handelbarkeit solcher im Trend liegender Anlageklassen wie ETFs anbelangt. Hier gilt es darauf zu achten, ob Kooperationen mit Fondshäusern bezüglich der Sparpläne eingegangen werden, wodurch sich ein hoher Abschlag auf den gemeinhin hohen Ausgabeaufschlag ergibt.

 

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Über den Autor

Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Er ist Herausgeber von Der-Bank-Blog.de und hält Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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